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Stadt Leipzig: Baubeginn für Verbindung Lindenauer Hafen und Karl-Heine-Kanal

17 Jul

Pressemitteilung der Stadt Leipzig vom 17. Juli 2013

Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal, die zuständigen Amtsleiter Inge Kunath und Karsten Gerkens sowie Alfons Huwe von der Sanierungsträgerin LESG gaben heute den offiziellen Startschuss zur Herstellung der Kanalverbindung und Neuerschließung des Sanierungsgebiets Lindenauer Hafen.

Baubeginn für den Anschluss an den Karl-Heine-Kanal: Südausläufer des Lindenauer Hafens. Foto: Bernd Reiher

Baubeginn für den Anschluss an den Karl-Heine-Kanal: Südausfahrt des Lindenauer Hafens. Foto: Bernd Reiher

Der Auftakt zur Baumaßnahme war im September 2012 mit einem feierlichen Baggerbiss erfolgt. Nachdem im April 2013 die vorbereitenden Maßnahmen (Baulos 1) mit den Trinkwasser- und Medienleitungen abgeschlossen wurden, kann mit den Wasserbaumaßnahmen (Baulos 2) zwischen dem Lindenauer Hafen und dem Karl-Heine-Kanal sowie der Neuerschließung des Hafenareals begonnen werden.

Bis November 2014 wird nun die eigentliche Gewässerverbindung realisiert. In weiteren Losen werden außerdem Ende dieses Jahres 2013 die Freianlagen sowie eine Fuß- und Radwegbrücke über das neue Gewässer ausgeschrieben. Der erste Abschnitt der Erschließungsanlagen von der Plautstraße bis zur zukünftigen Brücke über die Gewässerverbindung wird bereits bis Ende des Jahres 2013 fertiggestellt werden, der zweite Abschnitt bis zum zukünftigen Wassertorplatz in der ersten Jahreshälfte 2014.

„Mit der Entwicklung des Lindenauer Hafens erfüllt sich ein lang gehegter Traum vieler Leipziger. Damit wird der bereits jetzt sehr attraktive und für seine Brücken und Industriearchitektur bekannte Kurs 2 als Bestandteil des Wassertouristischen Nutzungskonzepts um eine neue Attraktion reicher“, sagte Heiko Rosenthal. „Die Gewässerverbindung ist das derzeit wichtigste Entwicklungsprojekt unserer Stadt im Bezug auf Flächenentwicklung im Wechsel von der schrumpfenden zur wachsenden Stadt. Der Kurs 2 ist der Schlüsselkurs für die perspektivische Anbindung des Leipziger Gewässerknotens an das deutsche Binnenwasserstraßennetz. Er wird durch die Gewässerverbindung zwischen Karl-Heine-Kanal und Lindenauer Hafen erweitert und erschließt das derzeit isoliert liegende Hafenbecken.“

Nach Fertigstellung hat der Kurs 2 eine Länge von insgesamt circa 4,2 Kilometer Länge. Dazu gehören 2,6 Kilometer Karl-Heine-Kanal, 665 Meter Gewässerverbindung und circa 1000 Meter Hafenbecken.

„Durch die anvisierte Entwicklung des Hafenareals entsteht besonderer innerstädtischer Stadtraum mit attraktiven Angeboten“, betont Karsten Gerkens, Leiter des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung. „Mit seinen städtebaulichen und architektonischen Qualitäten, seiner Nutzungsvielfalt und Nutzungsmischung sowie seiner Energieeffizienz und Nachhaltigkeit soll er Beispielcharakter für weitere Entwicklungen in der wachsenden Stadt Leipzig tragen. Die hohe Nachfrage im Rahmen des Investorenauswahlverfahrens zeigt, dass die Stadt hier den richtigen Weg gewählt hat, um die erforderliche Einnahmeerwartung auf der einen und die gewünschte bauliche Qualität auf der anderen Seite zu sichern “.

Das heute gestartete Baulos 2 (Wasserbau) beinhaltet hauptsächlich Erdarbeiten. Insgesamt werden circa 200.000 Kubikmeter Erdmassen bewegt. Um den Aushub abzutransportieren werden ein Jahr lang jeden Tag 40 bis 50 Lkw-Ladungen notwendig sein. Ausführende Firma ist die Tesch Straßenbau GmbH & Co KG.

Die Gesamtkosten betragen rund 3,86 Millionen. Die Kosten ordnen sich damit in den Rahmen ein, den der Stadtrat in seinem Beschluss zur Gesamtfinanzierung der Gewässerverbindung und der Erschließung des zentralen Bereichs mit 18,1 Millionen Euro veranschlagt hat.

Finanziert wird die Maßnahme im Wesentlichen im Zuge der Initiative „Joint European Support for Sustainable Investment in City Areas (JESSICA)” der EU. Mit dem so genannten Stadtentwicklungsfonds können bedeutsame Entwicklungsprojekte vorfinanziert werden. Die Refinanzierung steht den Kommunen folgend für die Finanzierung weiterer Projekte zur Verfügung. Der Stadt Leipzig ist es mit dem Projekt erstmalig in der Europäischen Union gelungen, dieses neue und zukunftsweisende Finanzierungsinstrument anzuwenden. Die Refinanzierung der für den Wasserbau eingesetzten Mittel erfolgt aus den zukünftigen Grundstückseinnahmen.

Die Erschließungsmaßnahmen kosten etwa 1,81 Millionen Euro und fallen damit niedriger aus als ursprünglich veranschlagt. Ausgeführt werden sie von der Finsterwalder Bau-Union GmbH. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Bund-Länder-Programms Stadterneuerung. Sie umfassen u. a. den Bau von 6.400 m² Straßen- und Wegeflächen und neue Wasser- und Abwasserleitungen sowie die Anlage eines neuen Haltepunktes als Voraussetzung für eine zukünftige Verlängerung der Museumsbahn bis zum Wassertorplatz. Außerdem werden 52 Allee- und Solitärbäume gepflanzt. Die Bebauung des Areals könnte bereits 2014 beginnen.

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Grüne Diskussion im Vereinshaus Wasserstadt e.V.: Touristisches Potenzial Elster-Saale-Kanal?

15 Mai

Die Fraktion B90/Grüne im Leipziger Stadtrat lädt am 22. Mai zur Diskussion ins Vereinshaus des Wasserstadt e.V. in der Industriestraße. Thema des Abends: „Touristische Potenziale einer Anbindung des Elster-Saale-Kanals an die Saale und das weitere Vorgehen“. Beginn ist 18.00 Uhr.

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Der Leipziger Stadtrat hat derzeit manch dickes Brett zu bohren – eines ist der Elster-Saale-Kanal und seine umstrittenen touristischen Potenziale. Foto: Bernd Reiher

Zu den Hintergründen hieß es aus dem Rathausbüro der Grünen: „Die Leipziger Stadtverwaltung schlägt dem Stadtrat aktuell eine Drucksache vor, mit der zur Entscheidung stehen soll, den wassertechnischen Ausbau der Verbindung zwischen dem Elster-Saale-Kanal und der Saale ‚auch zukünftig konzeptionell und ideell [zu befördern]‘.“

Inhaltliche Grundlage sei jene 400-seitige Potenzialanalyse, die 2010/11 im Auftrag der Städte Leipzig und Stadt Halle unter Beteiligung des Grünen Ringes Leipzig und des Landkreises Saalekreis erarbeitet worden sei.

Die Drucksache sollte im Mai im Stadtrat diskutiert werden – weil es aber angesichts der Tragweite noch zuviele offene Fragen gibt, sei der Beratungstermin auf Antrag der Grünen-Fraktion vertagt worden.

Dadurch entstehe jetzt die Möglichkeit, sich bis zur Juni-Sitzung des Stadtrats noch einmal auch öffentlich mit der Potenzialanalyse auseinander zu setzen. Die Veranstaltung am 22. Mai soll ein Teil dieser Debatte sein. Die Grünen-Stadträte Norman Volger und Heike König werden moderieren. Angela Zabojnik vom Amt für Stadtgrün und Gewässer ist ebenfalls angekündigt.

Zur Meldung der Fraktion