Neuseenland – Markkleeberger See, Zwenkauer See, Cospudener See: Wasserschlange später, Harthkanal als nächstes

4 Jun

Die „Regionale Arbeitsgruppe Paragraph-4-Maßnahmen“ ist ein Gremium, in dem Vertreter der Landkreise Leipzig und Nordsachsen, der Stadt Leipzig, der Landesdirektion, des Sächsischen Oberbergamts, der LMBV und des Regionalen Planungsverbandes zusammenarbeiten. Der Ausschuss wurde dafür eingerichtet, zu klären, wie, wo und wann die Mittel zur Erhöhung des Folgestandards an ehemaligen Tagebauen (§4 des Bund-Länder-Abkommens zur Tagebausanierung) im Großraum Leipzig eingesetzt werden sollen.

Ein Schild am Südostufer des Cospudener Sees zeigt, wie der einmal durch den Harthkanal mit dem Zwenkauer See verbunden sein soll. Foto: Bernd Reiher

Ein Schild am Südostufer des Cospudener Sees zeigt, wie der einmal durch den Harthkanal mit dem Zwenkauer See verbunden sein soll. Foto: Bernd Reiher

Im Februar und im April hatte diese Runde zu beraten, wie zukünftig mit dem zwar fortgeführten aber geschrumpften §-4-Förderetat umgegangen werden soll. 50 Millionen stünden für Ost- und Westsachsen insgesamt zur Verfügung, hieß es in einer Pressemitteilung der §-4-Arbeitsgruppe vom 29. Mai. Sieben Millionen Euro seien dabei für den Nordraum Leipzig vorgesehen, 17 Millionen für die ehemaligen Reviere im Süden der Messestadt.

Die Ergebnisse dieser Beratungen: In Nordsachsen werden als nächstes die Erschließung einer Badebucht an der S 12 bei Löbnitz, die Anbindung des Nordostbereichs des Werbeliner Sees, der Sportstrand Schladitz und die Strandgestaltung Südufer Hayna angegangen.

Nächste Maßnahmen im Süden Leipzigs: der Harthkanal zwischen Zwenkauer und Cospudener See und die Schiffbarmachung der Pleiße zwischen Agra- und Connewitzer Wehr. Außerdem: Erschließungsmaßnahmen an den Witznitzer Seen, die Weiterentwicklung der Infrastruktur am Störmthaler See und eine Straße am Nordufer des Bockwitzer Sees.

Wohl weiterhin im Blick, aber damit vorerst außen vor: Die Wasserschlange zwischen Pleiße und Markkleeberger See. Dass sie kommen soll, scheint auch den Planern wichtig. Die Arbeitsgruppe in ihrer Presseaussendung: „Das Anliegen unserer Region besteht darin, auch die ‘Wasserschlange’ nach Möglichkeit mit einer 100-Prozent-Förderung zu realisieren, sobald dafür die Finanzierungsvoraussetzungen gegeben sind.“

Warum sie aber zugunsten des Kanales zwischen Cospudener und Zwenkauer See warten muss, dazu hieß es von §-4-Mittel-Verwaltern: „Ausschlaggebend für die Entscheidung zum Harthkanal war die Erkenntnis, dass ein zeitgleicher Bau der beiden mit dem gleichen Stellenwert versehenen Schlüsselmaßnahmen zum Gewässerverbund ausgeschlossen ist.“ Im Unterschied zur „Wasserschlange“ erwartet man beim Harthkanal Synergieeffekte – wegen seiner Doppelfunktion als touristischer Wasserweg und zur Wasserableitung. Weil diese helfen würden, die geschrumpfte §-4-Kasse zu entlasten, bekam er letztendlich den zeitlichen Vorzug.

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