Archiv | Juni, 2013

Stadt Leipzig: Leipziger Gewässer seit heute offiziell neu beschildert

11 Jun

Pressemitteilung, Stadt Leipzig, 11. Juni 2013

Mit einer feierlichen Enthüllung der Hinweisschilder an der Klingerbrücke hat Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal heute gemeinsam mit Heiner Quandt (Präsident des Sächsischen Kanuverbandes) und Werner Riemann (Ehrenvorsitzender des Akademischen Rudervereins zu Leipzig) die neue Beschilderung der Leipziger Gewässer offiziell freigegeben.

Gewässerbeschilderung, Standorte. Bildquelle: Stadt Leipzig

Gewässerbeschilderung, Standorte. Bildquelle: Stadt Leipzig

Die neuen Hinweise sind Teil der am stärksten wassertouristisch genutzten Bootskurse durch muskelbetriebene Boote sowie der Fahrgastschifffahrt und sollen an Brückendurchfahrten und Einmündungen sowie im Trainingsbereich von Wassersportvereinen für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Zudem geben sie Fahr- und Verhaltenstipps und weisen „Fahrspuren“ zu.

Im Vorfeld wurden – basierend auf einer im Rahmen des „Wassertouristischen Nutzungskonzeptes Leipziger Neuseenland“ erarbeiteten Studie zur Nutzungsoptimierung mehrfach genutzter Gewässerabschnitte im Stadtgebiet Leipzig – zehn Standorte am Gewässernetz ausgewählt, wo künftig verschiedene Schifffahrtszeichen den Bootsverkehr regeln und eine sichere Nutzung für den Freizeit- und Leistungssport sowie die Fahrgastschifffahrt ermöglichen.

„Untersucht wurden dafür die stark frequentierten Gewässerabschnitte an der Stadtelster, dem Elsterflutbett und dem Elstermühlgraben“, erklärt Heiko Rosenthal. „In Abhängigkeit der Nutzung durch verschiedene Bootstypen, den Nutzungszeiten und Frequenzen wurde ein Konzept zur störungsminimierten Gewässernutzung ausgearbeitet und mit Vereinen, Bootsverleihern und Fahrgastschifffahrt gemeinsam vorbereitet und kontinuierlich abgestimmt.“

Für die neue Beschilderung werden allgemein gültige Zeichen der Binnenschifffahrt verwendet, um die Verständlichkeit zu gewährleisten und die Sicherheit zu fördern. Gesetzliche Grundlage ist die Binnenschifffahrtsstraßenordnung des Bundes für die Beschilderung von Wasserstraßen.

Elsterstausee: Förderlauf jetzt am 30. Juni

8 Jun

Am 5. Juni 2013 teilte der Förderverein Elsterstausee mit: „Nach Abklingen der Hochwassergefahr rund um die Weiße Elster, freuen wir uns, bekannt zu geben: Elsterstausee-Förderlauf am 30. Juni 2013 mit buntem Rahmenprogramm für die ganze Familie.“

Der Beginn ist für 10:00 Uhr vorgesehen. Start ist am ehemaligen Bootsverleih, Am Stausee 3 in 04249 Leipzig. Die Veranstalter zum Ablauf: „Genießen Sie ein interessantes Rahmenprogramm in landschaftlicher Idylle bei rustikaler Gastronomie“. Außerdem könne man sich über die Historie und mögliche Entwicklungen des ehemaligen Sees informieren.

Zahlreiche Firmen würden sich dem Verein zufolge auch als Förderer beteiligen. Die Organisatoren rechnen mit einer großen Resonanz bei Presse und Läufern. Außerdem seien zahlreiche Attraktionen für Kinder geplant.

Weitere Infos zur Veranstaltung beim Dyfa-Kompetenzzentrum

Neuseenland – Markkleeberger See, Zwenkauer See, Cospudener See: Wasserschlange später, Harthkanal als nächstes

4 Jun

Die „Regionale Arbeitsgruppe Paragraph-4-Maßnahmen“ ist ein Gremium, in dem Vertreter der Landkreise Leipzig und Nordsachsen, der Stadt Leipzig, der Landesdirektion, des Sächsischen Oberbergamts, der LMBV und des Regionalen Planungsverbandes zusammenarbeiten. Der Ausschuss wurde dafür eingerichtet, zu klären, wie, wo und wann die Mittel zur Erhöhung des Folgestandards an ehemaligen Tagebauen (§4 des Bund-Länder-Abkommens zur Tagebausanierung) im Großraum Leipzig eingesetzt werden sollen.

Ein Schild am Südostufer des Cospudener Sees zeigt, wie der einmal durch den Harthkanal mit dem Zwenkauer See verbunden sein soll. Foto: Bernd Reiher

Ein Schild am Südostufer des Cospudener Sees zeigt, wie der einmal durch den Harthkanal mit dem Zwenkauer See verbunden sein soll. Foto: Bernd Reiher

Im Februar und im April hatte diese Runde zu beraten, wie zukünftig mit dem zwar fortgeführten aber geschrumpften §-4-Förderetat umgegangen werden soll. 50 Millionen stünden für Ost- und Westsachsen insgesamt zur Verfügung, hieß es in einer Pressemitteilung der §-4-Arbeitsgruppe vom 29. Mai. Sieben Millionen Euro seien dabei für den Nordraum Leipzig vorgesehen, 17 Millionen für die ehemaligen Reviere im Süden der Messestadt.

Die Ergebnisse dieser Beratungen: In Nordsachsen werden als nächstes die Erschließung einer Badebucht an der S 12 bei Löbnitz, die Anbindung des Nordostbereichs des Werbeliner Sees, der Sportstrand Schladitz und die Strandgestaltung Südufer Hayna angegangen.

Nächste Maßnahmen im Süden Leipzigs: der Harthkanal zwischen Zwenkauer und Cospudener See und die Schiffbarmachung der Pleiße zwischen Agra- und Connewitzer Wehr. Außerdem: Erschließungsmaßnahmen an den Witznitzer Seen, die Weiterentwicklung der Infrastruktur am Störmthaler See und eine Straße am Nordufer des Bockwitzer Sees.

Wohl weiterhin im Blick, aber damit vorerst außen vor: Die Wasserschlange zwischen Pleiße und Markkleeberger See. Dass sie kommen soll, scheint auch den Planern wichtig. Die Arbeitsgruppe in ihrer Presseaussendung: „Das Anliegen unserer Region besteht darin, auch die ‘Wasserschlange’ nach Möglichkeit mit einer 100-Prozent-Förderung zu realisieren, sobald dafür die Finanzierungsvoraussetzungen gegeben sind.“

Warum sie aber zugunsten des Kanales zwischen Cospudener und Zwenkauer See warten muss, dazu hieß es von §-4-Mittel-Verwaltern: „Ausschlaggebend für die Entscheidung zum Harthkanal war die Erkenntnis, dass ein zeitgleicher Bau der beiden mit dem gleichen Stellenwert versehenen Schlüsselmaßnahmen zum Gewässerverbund ausgeschlossen ist.“ Im Unterschied zur „Wasserschlange“ erwartet man beim Harthkanal Synergieeffekte – wegen seiner Doppelfunktion als touristischer Wasserweg und zur Wasserableitung. Weil diese helfen würden, die geschrumpfte §-4-Kasse zu entlasten, bekam er letztendlich den zeitlichen Vorzug.