Archiv | April, 2013

Grundsteinlegung Störmthaler See: Ferienanlage Lagovida

30 Apr

Pressemitteilung Lagovida GmbH vom 26. April 2013: Eröff nung 2014, 13,5 Millionen Euro Investitionssumme

Der Startschuss für das neue Ferienresort am Störmthaler See ist gefallen. Mit der feierlichen Grundsteinlegung nimmt das insgesamt 18 Hektar große Areal erste konkrete Züge an. Unter dem Namen Lagovida – was so viel bedeutet wie Leben am Wasser – wird die in der Region einzigartige Anlage ganzjährig eine spannende Mischung an Freizeitangeboten und hochwertigem Ambiente bieten.

Die neue Ferienanlage am Störmthaler See. Grafik: Lagovida GmbH

Die neue Ferienanlage am Störmthaler See. Grafik: Lagovida GmbH

Ab 2014 können die Besucher im Süden der Kultur- und Messestadt Leipzig einen Urlaub auf Premium-Niveau erleben. „Das Neuseenland in der Region Leipzig ist bereits ein Magnet für Erholungssuchende von nah und fern. Es bietet seinen Besuchern die Möglichkeit zu Aktivurlaub und Entspannung am Rande der pulsierenden Metropole Leipzig. Ich freue mich, dass mit Lagovida nun eine weitere touristische Attraktion hinzukommt“, so Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft , Arbeit und Verkehr.

Insgesamt 13,5 Millionen Euro investiert die Ferienresort Störmthaler See GmbH & Co KG, die das Areal errichtet und später auch betreiben wird. Der Freistaat Sachsen fördert das Projekt entsprechend der Richtlinie Gemeinschaft saufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaft sstruktur – GRW“ mit rund 4,5 Millionen Euro.

„Die Eröff nung von Lagovida ist in 2014 geplant. Dann stehen den Besuchern mehr als 250 Betten in Ferienhäusern im Hafen und in den Dünenhäusern sowie in den exklusiven Hafenappartements für den individuellen Urlaub zur Verfügung“, sagt Markus Ludewig, Geschäft sführer des Ferienresorts und ergänzt: „Zusätzlich bietet Lagovida einen wunderschönen Wohnmobilhafen und garantiert für jede Unterkunft den einmaligen Blick auf den
Störmthaler See.“

Das Leben am Wasser, woraus sich auch der Name Lagovida ableitet, ist ein wesentlicher Schwerpunkt des Resorts. Der Segelhafen bietet 150 Wasser- und 50 Landliegeplätze, die den Besuchern einen kurzen Weg zum Wassersportvergnügen garantieren. Die naheliegenden Hafenhäuser verfügen über eigene Bootsliegeplätze. Rund um den Hafenplatz fi nden sich alle Dienstleistungseinrichtungen wie Rezeption, verschiedene Gastronomien sowie Veranstaltungsfl ächen und runden das Ensemble ab.

Ebenso stimmig sind auch die vielfältigen Erholungsmöglichkeiten im Lagovida. Das Strandbad des Resorts und der separate Surfstrand befi nden sich in unmittelbarer Nähe. Vielfältige Wassersportmöglichkeiten werden durch landseitige Aktiv und Vitalangebote wie zum Beispiel durch einen Abenteuerwald, den Fahrradverleih sowie Sport- und Bewegungsangebote mit professionellen Trainern ergänzt.

„Und wer nach einer ausgedehnten Shoppingtour oder dem Opernbesuch in Leipzig entspannen will, genießt die individuellen Pflege- und Massageanwendungen oder besucht die Sauna. „Lagovida wird somit ein kleines Paradies am Rande der pulsierende Metropole Leipzig“, sagt Ludewig.

Die Unterkünft e im Ferienresort bieten Platz für bis zu acht Personen und sind mit möblierter Sonnenterrasse, Smart-TV, Wifi -Zugang sowie Fußbodenheizung ausgestattet. Ludewig: „Nicht nur das Resort selbst mit seiner hochwertigen Ausstattung defi niert den Premium-Anspruch, sondern auch unser Service-Konzept bewegt sich im Fünf-Sterne-Segment.“ Im Lagovida werden die Gäste bei Fragen nicht lange nach der Rezeption oder dem verantwortlichen Resort-Mitarbeiter suchen müssen. Vielmehr sind alle Angestellten gleichermaßen für die Belange der Besucher zuständig. „Das heißt, bei Wünschen wird einfach derjenige Mitarbeiter angesprochen, dem man zuerst begegnet. Dieser ist dann für die Aufgabe und die Erledigung persönlich verantwortlich. Auf diese Weise garantieren wir einen lebendigen und erholsamen Aufenthalt im Lagovida.“

Das Lagovida Ferienresort im Überblick
Allgemein: gelegen südlich von Leipzig am Störmthaler See (730 Hektar), inmitten des Leipziger Neuseenlands mit insgesamt 18 Seen, Größe Ferienresort 18 Hektar, Investitionssumme rund 13,5 Millionen Euro, mehr als 250 Betten, Ausstattung 4–5 Sterne, durchgängig maritimes Flair, Badestrand und separater Surfstrand, zahlreiche Aktiv- und Entspannungsangebote

Hafen: Segelhafen mit 150 Wasserliegeplätzen, Restaurant mit 160 Sitzplätzen und 120 Freisitzen, Touristeninformation, Rezeption mit 24-Stunden-Service, Bar und Küche, 50 Pkw-Stellplätze, 50 Landliegeplätze, Molensteg

Übernachtungsmöglichkeiten:
Hafenappartements: 36 Doppelzimmer, Hafenhäuser 7 Doppelhäuser, 14 Ferienwohnungen für jeweils 4 Personen (75 m²), eigener Bootsanlegesteg, Grünanlage mit Grillplatz, ein Pkw-Stellplatz pro Ferienwohnung.

Dünenhäuser: 11 Ferienwohnungen für zwei Personen (57 m²), 12 Ferienwohnungen für vier Personen (73 m²), eigener Strand, Sonnenterrasse mit Grillplatz, ein Stellplatz pro Ferienwohnung

Wohnmobilhafen: 90 terrassierte, grüne Stellplätze mit Hafenblick (70 m²), je Standplatz Trink- und Schmutzwasser- sowie Elektroanschluss, vier Transitplätze mit Trink-, Schmutzwasser- und Elektroanschluss Besonderheiten: gehobene Ausstattung mit möblierter Sonnenterrasse, Smart-TV, Wifi , Fußbodenheizung

www.lagovida.de

Stadt Leipzig: Gewässerverbindung Karl-Heine-Kanal mit Lindenauer Hafen – Erster Bauabschnitt mit vorbereitenden Maßnahmen beendet

24 Apr

Pressemitteilung Stadt Leipzig vom 23. April 2013

Das erste von fünf Baulosen der Baumaßnahme „Gewässerverbindung Karl-Heine-Kanal – Lindenauer Hafen“ ist plangemäß fertiggestellt worden. Damit besteht nun Baufreiheit für den eigentlichen Wasserbau. Zudem wurden eine Trinkwasserleitung tiefer gelegt, ein Schmutzwasserpumpwerk neu errichtet sowie diverse andere Medienleitungen (Strom, Kommunikation, Trinkwasser) umverlegt. 

Verbindung Karl-Heine-Kanal > Lindenauer Hafen: OBM mit Plan beim Baggerbiss im September 2012. Foto: Stadt Leipzig

Verbindung Karl-Heine-Kanal <<>> Lindenauer Hafen: OBM mit Plan beim Baggerbiss im September 2012. Foto: Stadt Leipzig

Das nächste Los (Los 2 – Wasserbau) befindet sich gerade in der Ausschreibung und beginnt im Juli 2013 mit dem Bau. Mit dessen Fertigstellung wird bis Ende 2014 die eigentliche Gewässerverbindung realisiert. In weiteren Losen werden außerdem Ende des Jahres 2013 die Freianlagen sowie eine Fuß- und Radwegbrücke über das neue Gewässer ausgeschrieben.

Am 12. September 2012 hatte der feierliche Baggerbiß zur Baumaßname „Gewässerverbindung Karl-Heine-Kanal – Lindenauer Hafen“ durch Oberbürgermeister Herrn Jung im Beisein von Vertretern der Behörden des Freistaates, der Stadt Leipzig und Halle sowie zahlreicher Bürger stattgefunden.

Foto der Woche: Elsterbecken, Ohana, Poesie, Pagode, 21. April 2013, 19:47 Uhr

23 Apr

Ob ich kurz auf sein Bier aufpassen könne, fragte mich am frühsommerlichen Abend des 21. April ein Radlerkollege am Zirkus-Imbiss „Zierlich Manierlich“ am Elsterbecken – er müsse nur kurz zum Gedichtautomaten.

Automat? Gedicht? Schrägen Blicks nickte ich ab, doch keine drei Minuten später sollte sich meine Skepsis in Überraschung verwandeln – als der Pedalenmann tatsächlich mit einer kleinen Kugel zurückkam. Inhalt: zwei zusammengerollte Zettelchen mit Versen drauf. Hä, Gedichtautomat?: „Ja, steht vorne an der Brücke – zwei Euro rein, zwei Gedichte raus.“

Münze rein - Gedichte raus: Pagode am Elsterbecken. Foto: Bernd Reiher

Münze rein – Gedichte raus: Pagode am Elsterbecken. Foto: Bernd Reiher

Ich war perplex und das scheinbar auch sichtlich, denn unter seiner Nase meißelte sich ein kleiner Triumphbogen in des Pedalkollegen Gesicht. Lange war es jedoch nicht, dass ich ihm diese Freude gönnen konnte – ich musste selber los und mich davon überzeugen, was es mit diesem Verse-Apparat auf sich hat.

Was mich dort erwartete? Eine Pagode, genauer die Nachbildung einer P., mit einem ehemaligen scheinbaren Kaugummiautomaten im Bauch. Aufgestellt am Fuße der Zeppelinbrücke an der Ostseite jenes Gewässers, das auch hier nicht Elsterflutbecken oder Elsterflutbett, sondern simpel Elsterbecken heißt. Geschaffen hat sie die Künstlerin Ruth Habermehl. Als Initiatoren werden die Stiftung Bürger für Leipzig und ein Zonta Club Leipzig Elster angeführt.

Zu den Hintergründen heißt es auf einem Hinweisschild: „Ohana, aus Traditionen Japans und Hawais abgeleitet, beschäftigt sich auf literarische Weise mit dem Fluss als Transportmittel. Die Leipziger Installation bietet die Möglichkeit, poetische Texte als geistige Wassertropfen ‚in Fluss‘ zu bringen.“ Die blaue Pagode bekleide einen Automaten. Statt Naschwerk gebe der nach dem Einwurf von 2-Euro-Münzen aber transparente Kapseln mit Texten über Mensch und Natur frei. Fünfzehn Poetinnen aus ganz Deutschland hätten sich mit Beiträgen beteiligt.

Was eine Pagode eigentlich ist, darüber heißt es in der Wikipedia übrigens: „Markantes, mehrgeschossiges, turmartiges Bauwerk, dessen einzelne Geschosse meist durch vorragende Gesimse oder Dachvorsprünge voneinander getrennt sind.“ Gebäude dieser Art seien in Vietnam, China, Nepal, Burma, Japan und Korea zu finden.

Ich hingegen stelle für mich nach dieser Begebenheit fest: Mit dem Begriff „Neuseenland“ verbindet sich mittlerweile weit mehr als es die Dauerbrennerthemen Auwald, Tourismus und Motorisierung vermuten lassen. Beispiele wie „Zierlich Manierlich“, Bootshaus Karl-Heine-Kanal, Spreekähne im Wildpark, das Miet-Floß auf dem Cospudener See oder eben die Pagode zeigen, dass es an den neuen Ufern neben Betontristesse und Ausflugskommerz auch viele kreative Projekte und weiter den Platz dafür gibt. Man muss ihn nur nutzen und die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Platz haben – und bei neuen Ideen etwas weniger skeptisch sein.
www.garten-leipzig.net

Medien-Link: Sächsische Zeitung – Neuseen Classics 2013 ohne Profis

20 Apr

Die Sächsische Zeitung berichtet am 19. April über die diesjährige Ausgabe der „Neuseen Classics“. Das Rad-Rennen finde in diesem Jahr erstmals seit 2004 als reine Amateurveranstaltung statt. Grund: Die anhaltende Dopingproblematik im Pedalsport. Aufgrund der Situation müsse die Veranstaltung für ein Jahr als Profi-Wettbewerb pausieren.

Herausgekommen sei dies der SZ zufolge bei einer Pressekonferenz am Freitag in Leipzig.  In der zugehörigen eigenen Pressemitteilung der Veranstalter, ebenfalls vom 19. April, wird dieser Umstand nicht thematisiert – hier sind nur indirekte Hinweise auf den scheinbar übergangsweisen Nicht-Profi-Status zu finden.

SZ-Artikel

Neuseen-Classics-Pressemitteilung

Leipziger Bürgerumfrage 2012: Wasserstadtentwicklung toll – Sorge um Übernutzung messbar

16 Apr

Mitte April hat die Stadt Leipzig die Ergebnisse ihrer Bürgerumfrage 2012 veröffentlicht. Diesmal ging es auch um das Thema „Wasser in Leipzig – Leipzig am Wasser“. Die Erhebung bestätigt: Die neuen Ufer sind auch aus Bürgersicht für die Messestadt und die Leipziger ein Gewinn – gleichzeitig wird das ganze Seenglück aber auch angesichts möglicher Umweltschäden zunehmend kritisch betrachtet.

Quelle: Bürgerumfrage, Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen

Nutzung der Leiziger Gewässer 2012. Quelle: Bürgerumfrage, Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen

Zusammengefasst wurden die Ergebnisse der Umfrage in einem Schnellbericht. Dessen Autoren zum Seen-Kapitel Nummer eins „Beurteilung der Entwicklung hin zur Wasserstadt“: „Die Entwicklung hin zur ‚Wasserstadt‘ wird von den Leipzigerinnen und Leipzigern insgesamt begrüßt. 75 Prozent beurteilen diese Entwicklung ’sehr positiv‘ und ‚positiv‘. In den unterschiedlichen Altersgruppen gibt es geringe Unterschiede. Tendenziell beurteilen jüngere Befragte die Entwicklung etwas positiver als ältere Befragte. Demzufolge stehen Rentner, aber auch Arbeitslose der Entwicklung etwas skeptischer gegenüber.“

Eine weitere Seenrubrik der Bürgerumfrage lautete „Freizeitaktivitäten rund um das Wasser“. Die Schnellberichts-Redakteure zu deren Ergebnissen: „Bewegung am und im Wasser sowie Strandbesuche sind die beliebtesten Freizeitaktivitäten auf und an den Gewässern der Stadt bzw. dem Leipziger Neuseenland. Zwei von drei Bewohnern haben ihre Freizeit im Jahr 2012 mindestens einmal auf diese Art und Weise verbracht. Auch ein Café-/Restaurantbesuch am Wasser wurde von mehr als der Hälfte der Befragten im Jahr 2012 unternommen. Immerhin gut jeder vierte Befragte hat auf den Leipziger Gewässern zudem eine Fahrt mit einem muskelbetriebenen Boot unternommen. Die Hälfte dieser Nutzer (13 Prozent der Einwohner insgesamt) hat 2012 mehr als eine Fahrt mit einem muskelbetriebenen Boot unternommen.“

Bildquelle_ Bürgerumfrage, Amt für Statistik und Wahlen, Stadt Leipzig

Werte von 17 oder 20 Prozent sind kein Pappenstiel: Die Sorgen um Auwald und Übernutzung werden auch in der Bürgerumfrage deutlich. Bildquelle: Stadt Leipzig,  Bürgerumfrage, Amt für Statistik und Wahlen

Letzte Bürgerumfrage-Abteilung zum Thema Seenregion Leipzig: „Zustimmung von Aussagen zur Gewässernutzung“. Dazu die Autoren im Schnellbericht: „An den Aktivitäten zur Gewässernutzung gefallen vor allem die sich damit ergebenen neuen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und die Attraktivität für Touristen. Aber auch der Zugewinn an Lebensqualität ganz allgemein verbunden mit Ruhe und Erholung am Wasser und einer neuen Perspektive auf die Stadt wird von einer deutlichen Mehrheit der Leipzigerinnen und Leipziger positiv beurteilt. Während etwa vier von fünf Leipzigerinnen und Leipzigern die Entwicklungen tendenziell positiv beurteilen, scheint etwa ein Fünftel eher skeptisch zu sein. Hier sorgt man sich vor allem um das ökologische Gleichgewicht und eine mögliche Übernutzung der Gewässer.“

Bürgerumfrage

Markkleeberg: Kanuparkschleuse wird am 18. Mai übergeben

10 Apr

Pressemitteilung Stadt Markkleeberg vom 10. April 2013

Am Sonnabend, dem 18. Mai 2013, wird die Kanupark-Schleuse zwischen dem
Markkleeberger See und Störmthaler See und damit die erste Seenverbindung in
Sachsen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region in Betrieb
genommen.

Hier im Rohbau im AUgust 2012 wird sie jetzt Mitte Mai feierlich und mit Umweltminister eingeweiht: Kanuparkschleuse. Foto: Bernd Reiher

Hier im Rohbau im August 2012 wird sie jetzt Mitte Mai feierlich und sogar mit Umweltminister eingeweiht: Kanuparkschleuse. Foto: Bernd Reiher

Aus diesem Anlass sind in der Zeit von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr Feierlichkeiten an der Schleuse geplant. Um 10.00 Uhr werden der Sächsische Umweltminister Frank Kupfer, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Lausitzer und
Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), Prof. Dr.-Ing. Mahmut Kuyumcu, der Landrat des Landkreises Leipzig, Dr. Gerhard Gey, sowie die Bürgermeister der Stadt Markkleeberg, Dr. Philipp Staude, und der Gemeinde Großpösna, Dr. Gabriela Lantzsch, die festliche Einweihung vornehmen.

Anschließend wird das neue Fahrgastschiff MS „Wachau“ die Einweihungsfahrten durch die Schleuse und den Störmthaler Kanal absolvieren. Mit dabei sein werden auch 20 Kinder und Jugendliche – sie sind Preisträger der Malaktion, zu der im Vorfeld des Ereignisses aufgerufen wurde. Zusätzlich haben sich schon viele Segler und Kanuten angemeldet, um die ersten offiziellen Schleusungen mitzuerleben.

Nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land wird eine Menge veranstaltet. Hier präsentieren sich Markkleeberg und Großpösna, der Tourismusverein Leipziger Neuseenland, die LMBV, der Grüne Ring Leipzig sowie die touristischen Leistungsträger beider Seen. Zudem informiert die Firma Heilit über den Bau der Schleuse. Die Firma Geiger Edelmetalle stellt eine extra geprägte Silbermünze her, die an die Übergabe erinnern soll und vor Ort verkauft wird.

AHA fordert umweltverträgliche Nutzung der Seen und Gewässer in Sachsen

10 Apr

Pressemitteilung Arbeitskreis Hallesche Auenwälder e.V. (AHA) vom 8. April 2013

Mit großer Sorge beobachtet der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) das fortgesetzte und intensive Bestreben insbesondere des Freistaates Sachsen und des Landes Sachsen-Anhalt, des Landkreises Saalkreises sowie der Städte Leipzig und Halle (Saale) auf Kosten des Steuerzahlers Wassertourismus zu nutzen, um massiv den Motorbootverkehr zu befördern.

Kommunale Politiker beteuern, gegen einen Floßgrabenausbau zu sein - drückt hier tatsächlich die Landesverwaltung in Dresden auf die Tube? FLoßgraben Markkleeberg nach Ausbau

Kommunale Politiker beteuern mitunter glaubwürdig, gegen einen Ausbau zu sein – drückt hier tatsächlich die Landesverwaltung in Dresden auf die Tube? Floßgraben Markkleeberg nach Ausbau 2011. Foto: Bernd Reiher

Ein entscheidender Schritt dahin ist das Bestreben der sächsischen Staatsregierung im Rahmen der Änderung des Sächsischen Wassergesetzes eine massive Motorisierung der Fließ- und Standgewässer im Freistaat Sachsen zuzulassen, sich massiv für den Ausbau des Floßgrabens in Leipzig einzusetzen und zusammen mit Sachsen-Anhalt die Fortführung des in der Potenzialanalyse Elster-Saale-Kanal aus dem Jahr 2011 mit 106.004.035 Euro veranschlagten Elster-Saale-Kanals zu befördern. In dem Rahmen ist zudem besorgniserregend, dass das mit 37.867.500 Euro veranschlagte Schiffhebewerk für Schiffe mit einer Länge von 45 m ausgelegt sein soll.

Die Frage stellt sich schon nach dem Sinn des Vorhabens, welches auf einer Länge von 12 km ab Hafen Leipzig-Lindenau in den Jahren 1933 bis 1943 gebaut wurde und insgesamt 20 km betragen soll. Einst für 1.000 Tonnen-Schiffe konzipiert, wäre das Vorhaben womöglich zuerst ein teueres, steuerfinanziertes Vorhaben, wobei schon auf der Saale zwischen Halle-Trotha und der Elbe kein derartiges Wasserfahrzeug fährt. Auch die Gefahr des weiteren Ausbaus der Saale zwischen Merseburg und Halle nähme erheblich zu. Das hätte massive Eingriffe in weitgehend unverbaute und somit arten- und strukturreiche Abschnitte der Saale in dem Bereich zur Folge.

In dem Blickfeld betrachtet, ist der AHA der Auffassung dieses Vorhaben aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten sehr skeptisch zu beurteilen. Die nunmehr 90.000,00 Euro teure, aus Steuermitteln finanzierte Machbarkeitsstudie geht bewusst von einer sehr vielfältig zu betrachtenden sehr hohen Erwartung aus, wenn man 500.000 Touristen im Jahr zu Grunde legt. Das wären 1.369,87 Touristen pro Tag. Dies gilt es jedoch mit großer Skepsis zu betrachten. Entweder es tritt nicht ein und die Steuermittel wären verpulvert oder es tritt ein und es entstehen zahlreiche zusätzliche Straßen, Parkplätze und Gebäude in einem geplantem bzw. kalkuliertem Kostenumfang in Höhe von 10.868.875 Millionen Euro.

Verheerend, wenn man an beide Vorstellungen denkt. Neben der massiven Störung des natur- und umweltverträglichen Wassertourismus in Form von Bedrängung der Paddler und Ruderer, ist mit der Zunahme von Verlärmung und Luftverschmutzung zu rechnen. Zudem sieht der AHA die Gefahr in einem motorbootgerechten Ausbau der Infrastruktur, welche sich u.a. in vermehrten Baumaßnahmen wie Fließgewässerbegradigungen, Uferbefestigungen und der Errichtung von großen Steganlagen manifestieren könnte. Insbesondere Saale, Weiße Elster und Pleiße sowie ihre Nebengewässer sind von massiven Ausbaumaßnahmen, Verlärmung und Abgasbelastungen von Motorbooten bedroht. Eng damit verbunden sind die Belastungen und Bedrohungen auch mit der Neuseenlandschaft in den Gemarkungen der Städte Leipzig und Markkleeberg verbunden.

In der Neuseenlandschaft, ebenso wie in den Fließgewässern, bedeutet zudem eine Änderung des Sächsischen Wassergesetzes, dass die gegenwärtigen Einschränkungen und Verbote in Sachen Motorbootverkehr aufgehoben wären. Damit ist eine echte Beeinträchtigung des touristischen Wertes des Gebietes verbunden. Darüber hinaus würde das nach den ursprünglichen massiven bergbaulichen Eingriffen in die Siedlungsstruktur, in die natürliche Umwelt und in das Landschaftsbild, zu einer erneuten umfassenden, durch nichts zu rechtfertigten Beeinträchtigung von Lebens-, Erholungs- und Wohnraum der Menschen, in Natur, Landschaft und Umwelt führen.

Ähnlich sieht der AHA die Gefahren für den Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt, wo man Motorboote mit 10 m Länge und 20 PS-Motoren zulassen möchte. Auch hier ist mit zunehmender Verlärmung und Luftverschmutzung, aber ebenso mit verstärktem Wellenschlag zu rechnen, was zur Störung bzw. Zerstörung ganzer Uferzonen führen kann.
 Im Interesse einer sauberen Umwelt, Landschaft und Natur sowie eines umwelt- und naturverträglichen Tourismus fordert der AHA den Landtag und die Staatsregierung Sachsens auf, diese Änderung des Wassergesetzes zu unterlassen.

Ferner appelliert der AHA an den Freistaat Sachsen, an das Land Sachsen-Anhalt und den Landkreis Saalekreis und die Stadt Halle (Saale) die Neuseenlandschaft und den Geiseltalsee sowie die Weiße Elster und die Pleiße von jeglicher Motorisierung freizuhalten. Stattdessen sollten der Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt alles tun, Umwelt, Natur und Landschaft eine weitere und nachhaltigere gesunde Entwicklung zu ermöglichen und in dem Zusammenhang den Tourismus einzuordnen.

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, beabsichtigt der AHA eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe zur Beförderung eines umwelt- und naturverträglichen Wassertourismus zu bilden. Wer Interesse hat im Interesse eines nachhaltigen Schutzes und Erhalts sowie einer naturnahen Entwicklung der Auenlandschaften an Weißer Elster, Luppe, Nahle, Pleiße und Parthe sowie des Geiseltalsees daran mitzuwirken, wende sich bitte an Arbeitskreis Hallesche Auenwälder e.V. (AHA), Regionalgruppe Leipzig, Otto-Adam-Straße 14, 04157 Leipzig, Telefon (0176) 84001924.