NaBu: Frühlingserwachen im Auwald – Erste Exkursionen im Rahmen des Projekts „Lebendige Luppe“ im April

28 Mrz

Pressemitteilung NaBu vom 27. März 2013: Erste Frühblüher- und Moorfrosch-Exkursionen im Rahmen des Projekts „Lebendige Luppe“ am 6. und 12. April/Faltblatt stellt das Flussrevitalisierungsprojekt „Lebendige Luppe“ im Auwald vor

Pünktlich zum verspäteten Frühlingserwachen der Natur laden die Verantwortlichen des Projekts „Lebendige Luppe“ mit einer Frühblüher- und einer Moorfrosch-Exkursion am 6. und 12. April Naturfreunde aller Altersklassen zu den ersten Veranstaltungen im Projektgebiet ein. Am Samstag, den 6. April, findet von 15:00 bis 17:00 Uhr eine Wanderung zu den ersten Frühlingsboten im nordwestlichen Auwald statt.

Starkes Stück Auwald: Papitzer Lachen. Ab APril gibt es wieder Exkursionen. Foto: NaBu/Maria Vitzthum

Starkes Stück Leipzig: Der Auwald hier mit Papitzer Lachen. Ab April gibt es wieder Exkursionen. Foto: NaBu/Maria Vitzthum

Bärlauch, Buschwindröschen, Waldveilchen, Lungenkraut, Gundermann – wie viele Frühlingszeichen sind schon zu finden? Und was gibt es über die botanischen Aspekte und heilkräftigen Anwendungen der pflanzlichen Entdeckungen zu erzählen? Als Fachfrau auf diesem Gebiet wird Dr. Carolin Seele von der Universität Leipzig die Frühblüher-Exkursion begleiten. Darüber hinaus geben die Exkursionsleiterinnen Auskunft zum Projekt „Lebendige Luppe“.

Die Exkursion beginnt um 15:00 Uhr an der Gustav‐Esche‐Straße, Parkplatz Nahle-Brücke. Um eine Voranmeldung unter 0341-91855368, 01578-2333383 oder per Mail bei Birgit Peil (peil@nabu-sachsen.de) oder Anja Hümmer (huemmer@nabu-sachsen.de) wird gebeten. Verantwortlich für die Exkursion ist der NABULandesverband Sachsen e. V.

Am 12. April geht es, ebenfalls mit den Naturpädagoginnen des Projekts „Lebendige Luppe“ sowie mit der langjährigen Gebietsbeobachterin Christa Rasch vom NABU-Regionalverband Leipzig, von 16:00 bis 18:00 Uhr auf einen Ausflug der etwas anderen Art in die Papitzer Lachen im nordwestlichen Auwald. In diesem Naturschutzgebiet lebt neben einer Reihe anderer seltener Amphibien der Moorfrosch. Er beginnt als einer der Ersten im Frühjahr mit seinen Paarungsaktivitäten.

Das Besondere an diesem Lurch: er färbt sich temperaturabhängig für einen kurzen Zeitraum blau – eine Farbe, die an Lebewesen nur sehr selten vorkommt. Mit etwas Glück können die Teilnehmer der Exkursion Zeuge des blauen Naturschauspiels werden. Da sich der Zeitpunkt der Blaufärbung jedoch nicht genau vorhersagen lässt, gibt es für das Entdecken der farbigen Zeitgenossen leider auch keine Garantie.

Doch schon die Schönheit und unberührte Natur der Papitzer Lachen allein ist ein besonderer Genuss. Neben den Amphibienbeobachtungen werden die Exkursionsleiterinnen daher auch über das Entwicklungskonzept für die Lachen sprechen: Im Rahmen des Projekts „Lebendige Luppe“ sind Maßnahmen zu Erhalt und Förderung auwaldtypischer Biotopsstrukturen geplant, die auch in den Papitzer Lachen greifen sollen.

Durch die Wiederbelebung ehemaliger Luppe-Läufe sollen dem Auwald neue Lebensadern geschenkt werden, was den Wasserhaushalt des Auensystems insgesamt verbessern und im Gebiet der Lachen insbesondere zur Sicherung der Lebensräume von Fröschen, Kröten und Unken beitragen soll. Den Projektpartnern, zu denen neben dem NABU-Landesverband Sachsen e. V. die Städte Leipzig und Schkeuditz, die Universität Leipzig und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) gehören, ist es ein besonderes Anliegen, die Bewohner und Besucher der Städte Leipzig und Schkeuditz an der Entwicklung der „Lebendigen Luppe“ teilhaben zu lassen und die Besonderheiten des Auwalds für Mensch und Natur nicht nur zu vermitteln, sondern erlebbar zu machen.

Die Moorfrosch-Exkursion startet um 16:00 Uhr am Modelwitzer Steg in Schkeuditz-Modelwitz. Die Teilnehmer werden um wettergerechte Kleidung, festes Schuhwerk und wenn möglich das Mitbringen eines Fernglases und einer Sitzunterlage gebeten. Aufgrund des Geländes ist die Exkursion für kleine Kinder eher ungeeignet. Um eine Voranmeldung bei Birgit Peil oder Anja Hümmer vom NABU Sachsen wird auch hier gebeten.

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