Elstermühlgraben: Bürgerrunde zur Freilegung – Bauvorbereitung ab Februar

9 Feb

Es wird ernst mit der Offenlegung des Elstermühlgrabens – noch in diesem Monat und zunächst zwischen Friedrich-Ebert- und Elsterstraße. Das wurde auf einer Bürgersprechstunde am 8. Februar 2013 im Neuen Rathaus bekannt. Als erste Bauvorbereitungsmaßnahme sollen bis Ende Februar „viele“ Bäume fallen. Danach werden vorhandene Grabenanlagen rückgebaut und kommt der Kampfmittelbeseitigungsdienst.

Elstermühlgraben:

Freilegung Elstermühlgraben: Projektskizze, abfotografiert von der Beamerleinwand des Sitzungssaales 258 des Neuen Rathauses bei der Bürgerrunde am 8. Februar 2013. Bild: Bernd Reiher

Vorgestellt wurde die lange erträumte Maßnahme unter anderem von Bürgermeister Heiko Rosenthal und Angela Zabojnik vom Amt für Stadtgrün und Gewässer. Im 12. Jahrhundert sei der Elstermühlgraben angelegt worden und 1961 verrohrt, hieß es dabei zur Geschichte des Wasserlaufes. Das Gesamtvorhaben, also Freilegung dann bis zur Thomasiusstraße, könnte 2018 abgeschlossen sein. Für die drei Flussabschnitte mit vier neuen Brücken werden wohl rund 17 Millionen Euro bewegt. 200.000 Euro kämen Heiko Rosenthal zufolge auch diesmal aus den Töpfen der Allianz-Stiftung.

Der neue gestaltete Elstermühlgraben soll vor allem erlebbar sein, so zumindest hieß es aus den Kehlen der Verwaltung. Sprich: möglichst nah am Wasser begehbar und nicht wie am Ranstädter Steinweg beiderseits bis zur Wasserkante steil gemauert. Heißt: eine Seite mit Natursteinverblendung und die andere mit begrüntem Beton. Auch bei diesem Projekt habe der Denkmalschutz eben mitzureden.

Das allerdings machte auch der Förderverein Neue Ufer. Am Saalmikrofon der Bürgerrunde verwies ein Vertreter dieses Gremiums auf wohl seit Jahren geäußerte Kritik – gerade in Sachen Erlebbarkeit. Hier sei deutlich mehr als eine Alibi-Lösung möglich. Angela Zabojnik sicherte zu, dass die Ideen des Fördervereines aufgenommen werden. Keine Antwort gab es von ihr auf die Gegenfrage: Nur aufgenommen oder werden sie auch gehört?

Bürgerstadt par excellence:

Bürgerstadt par excellence: In Leipzig bekommt die Stadtverwaltung mitunter kräftig auf die Ohren, wenn des Bürgers Willen sich ignoriert fühlt. Hier: Das gern genutzte Saal-Mikrofon des Sitzungssaales nach der EMG–Runde im Neuen Rathaus. Im Hintergrund: Heiko Rosenthal im Gespräch mit Bürgern. Foto: Bernd Reiher

In einer anderen Wortmeldung aus Bürgerkreisen ging es auch an diesem Freitag-Abend um den Leipziger Gewässer-Brennpunkt Motorboote. Nein, so die Verwaltungsvertreter, für die ist am Stadthafen Schluss. Dessen Gelände sei übrigens mittlerweile komplett in städtischer Hand, ließ Rosenthal am Rand der Veranstaltung wissen. Damit könne man nun ein Betreiber-/Investorenverfahren initiieren.

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Eine Antwort to “Elstermühlgraben: Bürgerrunde zur Freilegung – Bauvorbereitung ab Februar”

  1. Sonja Scheitler Februar 9, 2013 um 2:11 pm #

    Unter dem Deckmantel einer touristischen Erschließung wird über die Paragraf-4-Maßnahme um den Schladitzer See eine Gemeindeverbindungsstraße gebaut, die für die Einwohner der Gemeinden Rackwitz und Hohenossig der Horror werden wird. Diese Straße stellt dann eine direkte mautfreie Verbindung zwischen der A14 und der B2 Richtung Wittenberg dar. Somit wird ein großer Teil des Verkehrsaufkommens von der A14 und dem Güterverkehrszenturm Radefeld durch unsere Orte geleitet. Der Schladitzer See ist bereits über eine sehr gute Infrastruktur zu erreichen. Es ist eine reine Steuergeldverschwendung. Die Gemeinde Schkeuditz finanziert sich über die Gelder der Tagebaussanierung eine Umgehungsstraße für die Orte Radefeld und Hayna, welche sie unter normalen Umständen nie von Land Sachsen finanziert bekommen hätte. Ein Blick auf die Straßenverkehrskarte zeigt, dass auch schon heute jeder Tourist diesen See erreicht.
    Wir Einwohner der betroffenen Ort werden von massiv zunehmenden Verkehrslärm betroffen, durch eine Straße, welche nicht notwendig ist.

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