Archive | Februar, 2013

Borna: Bäume am Breiten Teich gefällt

27 Feb

Pressemitteilung, Stadt Borna, 27. Februar 2013: Vorbereitungen 3. Bauabschnitt

Heute morgen wurden vier Bäume am Dammweg auf der Westseite des Breiten Teichs gefällt. Baumfällungen sind noch bis zum 28. Februar 2013 möglich. Die Fällarbeiten dienten primär der Vorbereitung des dritten Bauabschnittes im Areal Breiter Teich. Hinzu kommt, dass einer der gefällten Bäume, eine Kastanie, krank war und daher entfernt werden musste. Aufgrund der Baumfällarbeiten kam es kurzfristig zu Behinderungen des Straßenverkehrs auf der Straße Am Breiten Teich.

Einer war wohl krank: Bäume am Bornaer Breiten Teich gefällt. Foto: Stadt Borna

Einer war wohl krank: Bäume am Bornaer Breiten Teich gefällt. Foto: Stadt Borna

Auf der Uferseite des Schillerparks ist beabsichtigt, eine Steganlage einzurichten, um die Teichanlage aktiv erlebbar zu machen. Ein schmales Stück des Dammweges soll hierfür barrierefrei auf Straßenniveau abgesenkt und die Zuwegung über die Uferpromenade mittels zweier Rampen gewährleistet werden.

Die Steganlage wird in einer Ebene mit der Platzfläche geführt und ist somit barrierefrei zugänglich. Als attraktiver Aufenthaltsort wird diese Steganlage großzügiger gestaltet und zitiert mit der angrenzenden Platzfläche die Form der historischen Reitbahn der Löscheranlagen. Die Steganlage bildet somit ein optisches Bindeglied, das die drei Bauabschnitte im Areal Breiter Teich zusammenführt. Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität ist vorgesehen, Sitzstufen in den Teich zu führen und auf der angegliederten Platzfläche am Ufer zwei Doppelliegebänke aufzustellen. Dadurch kann der Blick ungehindert über den Teich schweifen.

Leipzig, Neuseenland, Hainer See: Masternutzungsgenehmigung

27 Feb

Zum Thema Hainer See teilte leipzigseen.de am 26. Februar 2013 mit: „Der Landkreis Leipzig hat an die Blauwasser Seemanagement GmbH die Masternutzungsgenehmigung übergeben.“ Der Hainer See bei Kahnsdorf sei bereits komplett vermarktet. Die Gebiete „konzentrieren sich auf die Lagune Kahnsdorf, sowie einen Bereich am Südwest Ufer“.

Hainer See. Foto: Bernd Reiher/Datum unbekannt)

DIese Kirche im Dorf gelassen: Hainer See. Foto: Bernd Reiher/unbek. Aufnahmedatum

Seit die Flutung des Tagebaues Witznitz im Jahr 2010 beendet wurde, habe sich der See zu einem begehrten Erholungsgebiet gewandelt. Der Hainer findet sich zwischen Espenhain und Rötha. Zu erreichen ist er mit dem Auto über die B95. Laut Anwohnern sei auch die Kombination von Bahn und Fahrrad eine gute Variante, das junge aufstrebende Gewässer zu erreichen.

Wikipedia

leipzigseen.de

Interviews von der Beach & Boat 2013: Dirk Becker über Saale-Elster-Kanal und Schiffshebewerk

21 Feb

Auf der diesjährigen „Beach & Boat“ hat man spüren dürfen, wie rührig die Kollegen vom Saale-Elster-Kanal-Förderverein sich um eine mögliche Fertigstellung dieses vor langer Zeit begonnen Wasserbauwerkes bemühen. Im Rahmen des auch in diesem Jahr parallel zur Messe veranstalteten Seenlandkongresses haben sie ihr Projekt eines Schiffshebewerkes für die künstliche Wasserstraße vorgestellt.

Spürbar Feuer und Flamme für diesen Kanal: Dirk Becker vom Förderverein. Foto: Bernd Reiher

Spürbar Feuer und Flamme für diesen Kanal: Dirk Becker vom Förderverein. Foto: Bernd Reiher

Dirk Becker ist einer dieser emsigen Kanalbereiter. Wir trafen ihn nach seinem Vortrag auf der Messe zum Interview. Zwischen Oktober 2012 und Februar 2013 seien für den Wasserfahrstuhl an der TU Dresden zwei Entürfe entstanden, so Becker im Gespräch. Einer davon sehe ein klassisches Senkrechthebewerk in Vertikalförderung vor – das sei eine durchaus machbare Idee.

Schiffshebewerk Saale-Elster-Kanal als Computeranimation. Bildquelle und Rechte: Dirk Becker

Schiffshebewerk Saale-Elster-Kanal als Computeranimation. Bildquelle und Rechte: Dirk Becker

Insgesamt sei man froh, so der Kanalvereinsmann weiter, dass das Thema mittlerweile in den Landesverwaltungen in Dresden und Magdeburg angekommen sei. Dass man dort und auch auf Kommunalebene verstanden habe, welches Kleinod man mit dem Kanal vor der Haustür habe. Becker zur Frage, welches Kleinod genau er damit meint: „Wenn man den Kanal vollendet, wirklich den Wasserzugang zu Neuseenland – nicht nur für Neuseenland, sondern wer dort hinwill fährt auch 120 Kilometer auf der Saale durch Sachsen-Anhalt – wir hätten in Mitteldeutschland ein völlig neues Gebiet für den Wassertourismus.“

Eine Vision: Per Fahrgastschiff auf der Saale von Burg Giebichenstein rüber zum Lindenauer Hafen. Beckers Lieblingszahlen, die ihn und uns noch davon trennen, und mit denen er bei der Reklame für dieses Großprojekt scheinbar immer wieder gerne jongliert: 7,5 Kilometer bereits angelegter aber seit 1943 unvollendeter Kanalbau und 22 Meter Höhenunterschied.

Leipziger Messe: Besucherrekord bei der 5. „Beach & Boat“

19 Feb

Pressemitteilung, 18. Februar 2013: 16.900 Besucher bei vergrößerter Fläche – Wassersportmesse verzeichnet Top-Werte bei Ausstellerzufriedenheit und Besucheraufkommen

Das Leipziger Neuseenland und das Lausitzer Seenland begeistern immer mehr Wassersportfans und solche, die es werden wollen. Das beweist die 5. Beach & Boat: 16.900 Besucher (2012: 14.800) kamen zur Leipziger Wassersportmesse, um aktuelle Produkte und Trends im Segel- und Motorsport zu sehen, sich in der Sonderschau zum „1×1 des Wasserwanderns“ zu informieren oder den Wakeboardern und sogar den Olympia-Kanuten David Schröder und Frank Henze bei spektakulären Stunts zuzujubeln. Dabei verzeichnete die Beach & Boat erstmals eine vergrößerte Fläche von 20.000 Quadratmetern (2012: 15.000 Quadratmeter). Die umfassende Entwicklung der Region stand im Fokus des 5. Seenland-Kongresses: Vor Ort wurden aktuelle Bauprojekte am und im Wasser vorgestellt, die allesamt zeigten: Wassersport und -tourismus im Leipziger Neuseenland und Lausitzer Seenland stecken längst nicht mehr in den Kinderschuhen.

"Beach & Boat" 2013:

Mittlerweile Geschichte: Die „Beach & Boat“ 2013. Nächste Ausgabe: 20. bis 23. Februar 2014. Foto: Bernd Reiher

„Die Beach & Boat ist die wichtigste Plattform für die Wassersportregion Mitteldeutschland. Das konnten wir auch in diesem Jahr wieder deutlich erleben: So wurden der Hainer See auf der Beach & Boat offiziell für Motor- und Segelboote freigegeben. Auch die geplanten Investitionen an der Schladitzer Bucht wurden erstmals einem großen Publikum vorgestellt und von diesem begeistert angenommen“, so Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe. „Diese Beispiele unterstreichen die Bedeutung der Beach & Boat.“ Insgesamt 16.900 Besucher kamen zur 5. Veranstaltung. Jeder zehnte Besucher erwies sich dabei als Fan der ersten Stunde. In der Besucherbefragung der Gelszus Messe-Marktforschung GmbH gaben 10,5 Prozent der Besucher an, bisher jedes Jahr auf der Beach & Boat gewesen zu sein.

Die Mischung macht’s: Ausstellung, Foren, Live-Vorführung, Trailer-Parcours: Während der Messetage präsentierten 140 Aussteller auf der Beach & Boat aktuelle Produkte und Dienstleistungen. Das Schwerpunktthema „1×1 des Wasserwanderns“ zog dabei zahlreiche Besucher. So gehörten Bootsausrüstung, Wassersportreviere, Paddeln und Motorboote zu den beliebtesten Angebotsbereichen der Beach & Boat. Darüber hinaus bot der 550 Quadratmeter große Pool ein spritziges Wassersporterlebnis. Finswimming-Weltmeister Sven Lützkendorf zeigte am Messedonnerstag, welche Geschwindigkeiten durch bloße Muskelkraft im Wasser erreicht werden können. Die Olympia-Kanuten Frank Henze und David Schröder wagten auf dem Pool ein ganz besonderes Experiment: Von der Wakeboard-Anlage gezogen sprangen sie über die Schanze und flogen so mehrere Meter im Boot durch die Luft. Auch die Vorführungen im Kanu-Slalom sowie der 3. Mitteldeutsche Drachenboot Indoor Cup boten jede Menge Action auf dem Wasser. Erstmalig bot der Außenbereich der Halle 4 einen Trailerparcours: In Zusammenarbeit mit dem Audi Zentrum Leipzig und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat konnten Besucher das Fahren mit Bootstrailer testen.

Als optimale Ergänzung gaben Wassersportbegeisterte und Experten ihr Wissen in den insgesamt vier Foren der Beach & Boat weiter. In der MARINA konnten sich Besucher zum Beispiel zum passenden Führerschein und der optimalen Bootsausrüstung informieren. Das Forum nature & fun gab Tourenempfehlungen im Kanu oder präsentierte in diesem Jahr erstmals verschiedene Vorträge rund ums Angeln. Alternative Antriebe – speziell für das Thema Schlauchboote – standen im Fokus des Forums Innovation. Seine Premiere feierte das Forum Skipperwissen mit Expertentipps rund ums Segeln.

Top-Werte bei Aussteller- und Besucherzufriedenheit: Das Gesamtangebot begeistert Aussteller und Besucher gleichermaßen: 82 Prozent der Besucher haben ihre Ziele erreicht, 81 Prozent möchten im nächsten Jahr wiederkommen. Auch die Ausstellerzufriedenheit verzeichnet Top-Werte: So bezeichneten 89 Prozent der Aussteller das Besucheraufkommen an ihrem Stand äußerst positiv – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (2012: 83 Prozent). 85 Prozent der Aussteller möchten sich im nächsten Jahr wieder beteiligen.

Umfassendes Angebot für Einsteiger: Aufgrund der noch jungen Reviere rund um Leipzig stellte die Beach & Boat auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Einstiegsangebote in den Fokus der Veranstaltung. Im Tauchbecken und auf dem Pool konnten Besucher die Trendsportart Stand-Up-Paddeling probieren, einen Versuch im Windsurfen wagen oder mit professioneller Ausrüstung abtauchen. Zahlreiche Besucher stöberten auch im Gebrauchtbootmarkt, um nach dem eigenen Wassergefährt zu suchen – und fündig zu werden: So wurden 33 Prozent aller Boote vor Ort verkauft.

Ein Einstiegsseminar zum Führen eines Bootes wurde am Messesamstag in der MARINA geboten. Da ab dieser Saison Boote bis 15 PS deutschlandweit führerscheinfrei gefahren werden dürfen, entwickelte die Beach & Boat gemeinsam mit dem Segler-Verband Sachsen ein Einstiegskurs, bei dem Besucher sich zu den grundlegenden Regeln auf dem Wasser informieren konnten. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, mit der Beach & Boat Wassersportneulingen ein breites Angebot zu bieten“, so Projektdirektorin Peggy Schönbeck. „Vor Ort konnten wir wieder zahlreiche Wassersportfans gewinnen, welche sich in der kommenden Saison mit Sicherheit aufs Wasser wagen werden.“

4. Wake the Pool-Contest mit internationalen Finale: David gegen Goliath – so hatten die Veranstalter der Agentur Brand Guides den Wake the Pool-Contest scherzhafterweise angekündigt. Denn erstmals traten die national besten Wakeboarder gegen internationale Größen an. Schon am Donnerstag und Freitag fanden spannende Wakeboard-Shows auf dem Pool statt. Am Samstag wurde dann mehr als sechs Stunden auf dem Pool gefightet: Im Halbfinale standen schließlich die drei Hoppe-Brüder aus Schweden sowie der deutsche Vorjahressieger Miles Töller. Letzterer wagte alles und griff mit einem spektakulären Sprung an. Dabei bekam er jedoch den Seilzug nicht wieder zu fassen und musste sich so geschlagen geben. Sieger des Contest wurde schließlich Matthias Hoppe. „Wir freuen uns, dass der Wake the Pool-Contest auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher begeistert hat“, so Thilo Trefz von der veranstaltenden Agentur Brand Guides. „Unsere Fahrer sind zum Ende des Winters immer ganz hei&s zlig; darauf, endlich wieder aufs Wakeboard zu steigen und zeigen dem Publikum spektakuläre Stunts.“

Seenland-Kongress thematisiert wirtschaftliche Bedeutung des Wasserwanderns: Passend zum Schwerpunktthema „1×1 des Wasserwanderns“ stellte Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) im Rahmen des 5. Seenland-Kongresses die wirtschaftliche Bedeutung des Wasserwanderns für die Region heraus. „Kanutouristen sind eine immer wichtiger werdende Zielgruppe im deutschen Tourismussegment“, so Konietzko. Eine Million Menschen in Deutschland paddeln regelmäßig, bis zu drei Millionen gelegentlich. Zwischen 57 und 74 Euro gibt ein Wassertourist pro Tag in seiner Reiseregion aus. Die Bedeutung des Wasserwanderns für die Region unterstrich auch die Besucherbefragung. So nannten 33 Prozent der Besucher Paddeln und Rudern als die am häufigsten betriebene Wassersportart, gefolgt von Segeln (21 Prozent), Motorwassersport (19 Prozent), Angeln (17 Prozent) und Tauchen (16 Prozent).

Die Wassersportreviere rund um Leipzig und in der Lausitz schärfen ihr Profil – auch das zeigte der Seenland-Kongress. Zu den vorgestellten Entwicklungsarealen zählte der Lindenauer Hafen mit der MARINA Leipzig-Lindenau. „Mit dem „Baggerbiss“ im September 2012 wurde ein Jahrhundertbauwerk auf den Weg gebracht“, erklärte Heiko Rosenthal, Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Ordnung und Sport der Stadt Leipzig. Aus dem Lausitzer Seenland wurde unter anderem der Stadthafen Senftenberg präsentiert. Dieser öffnet am 28. März – mit Liegeplätzen für 120 Sportboote, Fahrgastschiffanleger und einer spektakulären, 90 Meter langen Seebrücke. Auch das Schiffshebewerk am Elster-Saale-Kanal wurde im Rahmen des Seenland-Kongress thematisiert. „Zurzeit sind in Europa und den USA 22 Schiffshebewerke in Betrieb“, informierte Lothar Tölle von der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft. Allei n das Schiffshebewerk im brandenburgischen Niederfinow ziehe 200.000 zahlende Besucher pro Jahr an. Bis 2030, so schätzte Tölle, könne das mitteldeutsche Schiffshebewerk Realität sein.

Stimmen der Aussteller

Erfolgreiche Werbung für den Tauchsport in der Region: Anja Günzel, Inhaberin Tauchschule und Pension Adventure Dive Light, Röblingen am See: „Wir können uns auf der Beach & Boat wieder hervorragend mit unserem ganzen Spektrum präsentieren. Die Resonanz ist noch besser als im letzten Jahr. Allein unsere Schnuppertauchangebote im mobilen Tauchcontainer wurden an allen Messetagen lebhaft genutzt. Damit gelang uns zugleich, wieder eine gute Werbung für diesen wunderschönen Sport zu machen.“

Mehr Fläche und auch deutlich mehr Aussteller 2013: Patricia und Bernd Herold, Herold-Boote, Leipzig: „Die Beach & Boat ist weiter gewachsen. Das zieht auch sichtlich viel Publikum an – zum Teil auch von den beiden anderen Publikumsmessen, die parallel stattfinden. Viele Besucher kommen allerdings auch sehr gut vorbereitet an den Stand. Sie wollen sich weiter informieren ¿ und sie kaufen natürlich auch. Wir sind sehr zufrieden, wie es in diesem Jahr lief.“

Hohes Besucherinteresse für Arbeit der Lebensretter: Sebastian Knabe, Ressortleiter DLRG-Jugend Sachsen: „Ich merke innerhalb der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft immer wieder, dass die Beach & Boat in ganz Deutschland bekannt ist. Damit wurde auch unsere Ausstellung hier in Leipzig über-regional stark wahrgenommen. Vor allem hat mich sehr begeistert, wie gut es uns gelungen ist, uns hier anlässlich unseres 100-jährigen Jubiläums präsentieren zu können. Sehr viele, gerade auch jüngere Besucher zeigten hohes Interesse an unserer Arbeit und wollen sich teilweise nun selbst in der DLRG engagieren.“

Beach & Boat wird von Jahr zu Jahr attraktiver: Bruno Maitre, Generalvertreter Deutschland, Nautiraid – Kanus und Kajaks aus Frankreich, Hohen Neuendorf: „Diese Messe, die mal klein anfing, wird von Jahr zu Jahr größer und attraktiver. Die Besucher reisen mittlerweile von weit her an. Der Wassersport ist eindeutig auch in Mitteldeutschland angekommen und beweist nun auf der Beach & Boat, was er hier für eine gute Zukunft hat. Ich hatte hier viele neue Kontakte und fahre mit einem sehr guten Gefühl nach Hause.“

Leipzig ist ein wachsender Markt, der sich gut entwickelt: Jens Luckfiel, Geschäftsführer, Deltania Yachts GmbH, Kempen: „Es läuft super! Leipzig lohnt sich für uns immer. Es ist ein wachsender Markt, der sich gut entwickelt. Damit treffen wir hier auf ein sehr interessantes Publikum, das sich auf der Messe zunächst orientieren will, aber im Nachgang dann auch kauft. Man merkt genau, dass sich die Leute schon im Vorfeld gut informiert haben. So bin ich auch, was das Nachmessegeschäft betrifft, wieder sehr zuversichtlich.“

Echtes Strandfeeling direkt vor dem großen Indoor-Pool: Klaus Renner, Geschäftsführer, Surf-Renner UG, Geierswalde/Niederlausitz: „Wir setzen gleich auf mehrere Standbeine, nämlich Segelschule, Surfshop, Tretbootverleih und Schiffsgastronomie, und gerade letzteres erwies sich diesmal als Renners Renner in Leipzig. Hierfür habe ich per Trailer eine historische zweimastige portugiesische Holzsegelbarke vom Geierswalder See mitgebracht, die hier direkt neben dem Indoor-Pool stand und hier damit echtes Strandfeeling direkt neben das Wasser schuf. Das kam richtig an – einschließlich der Cocktails, die wir hier für die Besucher mixten.“

In Leipzig lassen sich hervorragende Kontakte knüpfen: Irma Römer, Yachtcharter Römer, Buchholz/Müritz: „Wir sind jetzt das dritte Mal auf der Beach & Boat und fahren immer sehr zufrieden zurück. Leipzig lohnt sich einfach für uns. Hier lassen sich für uns hervorragende Kontakte knüpfen und oft auch schon gleich Chartertörns vereinbaren. Gefragt sind auch unsere Wassersportunterkünfte an der Müritz. Wir haben vor der Messe auch unsere sächsischen Bestandskunden selbst angeschrieben und diese bringen dann ihrerseits weitere Interessenten mit.“

Resonanz spürbar höher als im letzten Jahr: Frank Schaper, Geschäftsführer, Bootscenter an der B1 und Yachtbau, Werder/Havel: „Diesmal war die Messe auch schon an den Wochentagen gut besucht. So ist die Resonanz spürbar höher als letztes Jahr, was sich für uns auch an den zahlreichen Neukontakten zeigt. Mich freut, dass vor allem ein fachlich gut informiertes Publikum an den Stand findet. Wer zu uns kommt, weiß bereits, was er will. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Beach & Boat.“

Die nächste Beach & Boat findet vom 20. bis 23. Februar 2014 statt, gemeinsam mit der Verbraucherschau HAUS-GARTEN-FREIZEIT und der mitteldeutschen handwerksmesse (15. bis 23. Februar 2014).

NuKLA: Quo vadis Neuseenland?

17 Feb

Presseerklärung Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald e.V. (NuKLA), 16. Februar 2013

„Das 1×1 des Wasserwanderns“ – so der erklärte Themenschwerpunkt des diesjährigen 5. Seenlandkongresses auf der Beach & Boat 2013. Und was wollen wir mit einem Schiffshebewerk? Auch wenn das Einführungsreferat von Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes, gehalten wurde, stand das Wasser-Wandern als Freizeitaktivität, die ohne Steuermillionen verschlingende Investitionen, mit Muskelkraft und dem Naturschutz den
Vorrang gebend seinen Nutzern höchstes Vergnügen bereitet, leider nicht thematisch im Vordergrund.

HHH. Foto: Bernd Reiher

NuKLA: Braunkohlesanierung ist Gesetzespflicht und keine „Investition“, aus der andere Ansprüche abzuleiten sind. Foto: Bernd Reiher

 

Stattdessen wurde nur wenige Stunden später im „Hauptvortrag“ von Michael Witfer, Dirk Becker und Lothar Tölle das im Elster-Saale-Kanal geplante gigantische Schiffshebewerk als touristisches Highlight gefeiert. Der Bedarf werde schon geweckt; Wassersport, so wie er in Berlin/Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern betrieben
werde, müsse in Mitteldeutschland eben erst noch erlernt werden, so Martin Buhl-Wagner in seiner Begrüßung.

Und so wurde folgerichtig und in bekannter Manier gebetsmühlenartig vom Moderator der Veranstaltung, dem Wirtschaftsjournalisten Dr. Helge-Heinz Heinker, immer wieder betont, dass es auf Grund der milliardenschweren „Investitionen“ in die ehemalige Braunkohletagebaue in Verbindung mit dem Wassertouristischen Nutzungskonzept für das Leipziger Neuseenland „selbstverständlich weitergehen“ müsse.

Dabei verschwieg der Moderator wohl nicht zufällig, dass diese „milliardenschweren Investitionen“ genau keine Investitionen im eigentlichen Sinne sind, sondern ausschließlich im Bergrecht vorgeschriebene Sanierungsarbeiten für die Re-Kultivierung ehemaliger Braunkohletagebaue (im Sinne von Wiederherstellung naturnaher Landschaften): Daraus lassen sich keinerlei Ansprüche bezogen auf deren weitere Nutzung ableiten. Und es ist daher ein demagogischer Kunstgriff, aus der Art des bergrechtlich vorgeschriebenen und von den Betreibern verpflichtend zu finanzierenden Aufbereitens ehemaliger Tagebaue „selbstverständlich“ einen weiteren Gewässerausbau von Altgewässern zu fordern, obwohl diese rein gar nichts mit den Tagebauen zu tun haben.

Der Tag gipfelte in der Aussage, dass ein Schiffshebewerk auf dem Weg eines noch zu errichtenden Elster-Saale-Kanals hunderttausende Touristen anziehen könne. Als Beispiel musste das Schiffshebewerk „Falkirk Wheel“ in Glasgow herhalten, das als Erinnerung an die versiegte Lebensader dieser Region, die Schwerindustrie, in einer ansonsten an Besonderheiten eher armen Gegend tatsächlich fast ausschließlich für den Tourismus errichtet wurde.

Selbst im Ruhrgebiet mag ein solches touristisches Konzept, mit großdimensionierten und eigentlich überflüssigen technischen Bauwerken Touristen anlocken zu wollen, noch einleuchten und tatsächlich funktionieren. Aber für einen von kulturellen Kleinoden strotzenden Großraum Leipzig, im auf seine zahllosen kostbaren kulturellen Schätze stolzen Mitteldeutschland mit reizvollen und ökologisch bedeutsamen Landschaften sollte die Frage zumindest gedacht werden, ob derartige Pläne nicht eher zur Verallgemeinerung führen und ob es nicht deutlich sinnvoller wäre, Alleinstellungsmerkmale auszubauen, anstatt die Beliebigkeit zu erhöhen, indem man sich kostspielig müht, mit der Region Berlin/Brandenburg in verzweifelte Konkurrenz zu treten.

Einer äußerst fragwürdigen Konkurrenz im Übrigen, lässt man sich von Motorbootfahrern dieser Gebiete schildern, wie schwer an ihren Uferbereichen zerstört und verschmutzt die dortigen Gewässer durch diese Nutzung inzwischen sind. Wer sich vor der eigenen Haustür umsehen will: Selbst die momentane, über Ausnahmegenehmigungen nur scheinbar geregelte motorisierte Nutzung des Karl-Heine-Kanals beschädigt bereits jetzt schon wieder sichtbar die gerade erst sanierten Ufer.

Die von Moderator Dr. Heinker aufgeworfene These einer allgemein Übereinkunft über alternative Antriebe motorbetriebener Wasserfahrzeuge im Leipziger Neuseenland sollte unbedingt weiter verfolgt werden: hier sind uns andere wassertouristisch genutzte Regionen in Europa schon weit voraus! Dafür hat der Vortrag von Axel Büchling über Elektromobilität auf dem Wasser eine fachlich fundiert Grundlage geliefert: Selbst Fahrgastschiffe, die mit den hiesigen vergleichbar sind, werden andernorts bereits mit einem Elektroantrieb ohne Leistungseinschränkung eingesetzt – warum geht das bisher nicht im Neuseenland?

NuKLA und NaBu: AULA-Projekt 2030 – Das grüne Band der Weißen Elster

16 Feb

Pressemitteilung NABU Leipzig e. V. und NuKLA e. V., 16. Februar 2013: UNESCO-Welterbe-Titel als Leitidee für Leipzig und Umgebung

Mehrere Naturschutzorganisationen, -institutionen und -fachleute haben sich zusammengetan und wollen gemeinsam an einer Leitidee für die ökologische Entwicklung der Region Leipzig arbeiten. Im Zentrum des Projektes steht das Auen-Ökosystem mit dem Leipziger Auwald, seinen Gewässern und seinen Wiesen.

Nukla und Nabu: "Schleichende Entwertung" des Auwaldes. Hier: Gefällte Bäume am Floßgraben, 2011. Foto: Bernd Reiher

Nukla und Nabu: „Schleichende Entwertung“ des Auwaldes. Hier: Gefällte Bäume am Floßgraben, 2011. Foto: Bernd Reiher

Seit tausenden Jahren wurde es von Menschen gestaltet und verändert sowie für die Braunkohleförderung in großen Teilen vernichtet. Es leidet unter einer schleichenden Entwertung. Dennoch beherbergt es heute – auch als Folge vielfältiger Bemühungen von Naturschützern – eine beachtliche Vielfalt schützenswerter, z. T. vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten und ist ein in seiner Art einzigartiges, urbanes Auen-Ökosystem. Es als Lebensraum, grüne Lunge und als Erholungsgebiet zu erhalten, ist Ziel des Projektes.

Es geht darum, eine Leitidee für die Region zu entwickeln, die Ökologie, Ökonomie und kulturelle Vielfalt berücksichtigt und in Einklang bringt, Vergangenheit und Gegenwart für ein nachhaltiges Zukunftskonzept miteinander verbindet und die Notwendigkeit des Auen-Landschaftsschutzes im Bewusstsein der Menschen verankert.

Eine solche Leitidee findet sich im Konzept des UNESCO-Welterbes. Ziel der Initiative ist es daher, die zukunftsweisende Verbindung von Ökologie, Ökonomie und kulturellem Erbe zu realisieren und anzustreben, das Grüne Band der Weißen Elster, mit den Auwäldern zwischen Zeitz, Leipzig, Merseburg, Halle und Dessau, als UNESCO-Welterbe ausweisen zu lassen. Dieses Projekt ist sehr ambitioniert, weshalb von den Initiatoren zunächst ein Zeitrahmen von 15 bis 20 Jahren vorgesehen ist.

Ausgegangen ist die Initiative vom Verein Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald e. V. (NuKLA) und vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) Regionalverband Leipzig e. V., die eine Arbeitsgemeinschaft zur Erarbeitung einer möglichen UNESCO-Bewerbung für den Leipziger Auwald und Umgebung (AG AULA) gegründet haben, die länderübergreifend in Sachsen und Sachsen-Anhalt tätig ist. In diesem Rahmen hat sich in Leipzig die AULAArbeitsgruppe Leipziger Auen-Ökosystem zusammengefunden, in der Naturschutzorganisationen, -fachleute und -institutionen gemeinsam beraten.

Unterstützt wird diese Arbeitsgruppe unter anderem vom Department Naturschutzforschung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung − UFZ. Der AG AULA von NuKLA und NABU haben sich inzwischen die Leipziger Sektionen des Deutschen Alpenvereins und der Naturfreunde Deutschlands angeschlossen. Auch in Sachsen-Anhalt gibt es bereits Kooperationspartner. Mit weiteren möglichen Unterstützern werden intensive Gespräche geführt.

Das Bestreben aller Beteiligten ist es, das Leipziger Auen-Ökosystem zu erhalten und als funktionierendes Biotop-Verbundsystem mit großartiger Artenvielfalt zu entwickeln, das ein Beispiel für die Verbindung von kulturellem und natürlichem Erbe ist. Zu berücksichtigen sind dabei das urbane Umfeld, Klimaveränderungen und der globale Wandel.

Dieses Unternehmen wird nur mit breitem Rückhalt der Bevölkerung, von Umweltverbänden, Politik und Verwaltung gelingen können. Dafür werben die Initiatoren. Alle in der Region ansässigen Vereine, Verbände, Universitäten, Hochschulen, Religionsgemeinschaften, Unternehmen, Institutionen, Ämter, Verwaltungen sowie Bürgerinnen und Bürger, sind eingeladen, das Bündnis zu unterstützen und am Auen-Schutzprojekt mitzuarbeiten.

Zu gegebener Zeit kann es dann schließlich auch darum gehen, eine politische Entscheidung über eine Bewerbung
um den Titel als UNESCO-Welterbe herbeizuführen. Eine öffentliche Informationsveranstaltung für alle Interessierten wird am 13. März 2013 um 19.30 Uhr in der Aula der Volkshochschule Leipzig, Löhrstraße 3-7, stattfinden. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen.

MS Wachau Störmthaler <<>> Markkleeberger See: Fahrplan 2013

16 Feb

Die Bootsführer der im letzten September frisch angelandeten MS Wachau haben den Schiffsfahrplan 2013 für ihre Touren auf dem Markkleeberger und dem Störmthaler See veröffentlicht. In die Vorsaison gestartet wird am 29. März. Gefahren wird bis zum 3. November. Bis zum 3. Mai wird das Schiff nur an den Wochenenden, an Ostern und auf Bestellung ablegen. Täglich unterwegs sein wird das Schiff zwischen Wonnemonat und 6. Oktober.

MS Wachau für den Markkleeberger und den Störmthaler See: Fahrplan ab 29. März. Foto: Bernd Reiher

MS Wachau für den Markkleeberger und den Störmthaler See: Fahrplan ab 29. März. Foto: Bernd Reiher

Fahrpreise: einfache Fahrt von der Seepromenade bis Auenhainer Bucht 5,00 Euro/Kinder 3,00 Euro. Einstündige Rundfahrt 9,00/4,50 Euro. Das Komplettpaket: „Rundfahrt ab Seepromenade Markkleeberg zur Auenhainer Bucht, danach Kanaldurchfahrt mit Schleusung und anlegen, Kanalausfahrt Störmthaler See über Auenhainer Bucht zurück an die Seepromenade Markkleeberg“. Dauer: 2,5 Stunden. Geld: 15,00/7,50 Euro.

Die Inhaber im Fahrplan über ihr Fahrgastschiff „Wachau“: Baujahr 2012 Lux-Werft Niederkassel-Mondorf, gebaut für den Markkleeberger- und Störmthaler See nach dem neuesten Stand der Technik. Länge: 21,45 Meter. Breite: 4,85 Meter. Tiefgang: 1,10 Meter. Antriebsmotoren: 2 Deutz je 125 PS. Stromaggregate: 1 Hatz 30 KW. Antrieb: 2 Schottel SRP 50.“

Den Eignern zufolge sei das neue Fahrgastschiff beheizbar und mit einer Klimaanlage ausgestattet. Die Toilette sei auch mit Rollstuhl benutzbar und mit Wickelkommode ausgestattet. An allen Anlegestellen könne man stufenlos an und von Bord. Insgesamt biete das Fahrgastschiff Platz für 130 Personen – davon 70 Personen im Salon und 60 Personen auf dem Sonnendeckbereich.

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