Archive | Januar, 2013

Wolfgang Stoiber im Interview: NuKla, Auwald, Motorboote, Auwald-Petition, Unesco, Floßgraben, Leipzig am Wasser

30 Jan

Wolfgang Stoiber ist Wegbereiter des seit 2011 bestehenden NuKla e.V. und einer der Initiatioren der Klassischen Kartoffelkonzerte. Anliegen beider Projekte: Der Schutz des Leipziger Auwaldes. Oder: Zugunsten des Auwaldschutzes zunächst Konzerte zu veranstalten. Dass es dabei nicht bleiben sollte, hat Stoiber im Jahr 2012 bewiesen: Seine Petition „Auwaldschutz jetzt!“ ist mit satten 11.000 Unterschriften über die Ziellinie gegangen.

Kräfte bündeln und weniger am Auwald zerren: Wolfgang Stoiber. Foto: Bernd Reiher/30.1.2013

Kräfte bündeln und weniger am Auwald zerren: Wolfgang Stoiber. Foto: Bernd Reiher/30.1.2013

Weil Wolfgang Stoiber in Sachen Wasser und Auwald ein sehr umtriebiger Mensch zu sein scheint, haben wir uns Ende Januar mit ihm zum Interview getroffen. Es ging um seinen Verein und die Rolle der Konzerte dabei, um die dubiosen Vorgänge mit dem angeblichen Kanalbau durch die Hartmannschlenke im Auwald, und um die Furcht vor der Novelle des Sächsischen Wassergesetzes.

Denn wenn einmal Motorboote tatsächlich durch den Auwald zu den neuen Seen gelangen sollten, dann könnte mit diesem Gesetzestext in diesen Tagen gerade die Grundlage dafür geschaffen werden. Nächste Termine und mehr vom aktuellen Stand der Dinge im Audio.

Außerdem geht es in diesem Interview auch um seine Idee des Unesco-Status für den Leipziger Auwald. Der große Titel sei dabei eher etwas wie ein Signet, so Stoiber im Gespräch. Hauptanliegen dieses Vorhabens: Unter dem großen langfristigen Ziel alle Auwald-Schützer an einen Tisch zu kriegen und damit zu schaffen, die Kräfte zu bündeln, anstatt wie bisher alle nur einzeln nebeneinander oder vielleicht sogar gegeneinander strampeln zu lassen.

Stoiber: „Ich bin ein Newcomer in dieser Szene und habe mich eineinhalb Jahre eingearbeitet. Habe mir dabei erarbeitet, dass an unserm Auwald ganz viele Vereine, Institutionen und Ämter arbeiten und dabei auch am Auwald zerren – jeder für sich, aber in eine andere Richtung, für das was er gerade braucht. Das ist nicht gut, weil: wenn die Naturschützer an einem Strang ziehen, können wir mehr für unseren Auwald erreichen, als wenn jeder einzelne versucht für sich irgend etwas zu machen.“ Auch sein Verein sei nicht angetreten, um irgendwem Konkurrenz zu machen, sondern etwas Gemeinsames zu schaffen.

Eine nächste Pressemeldung zum Thema sei für Anfang Februar in Planung, dabei soll das Unesco-Projekt offiziell vorgestält werden. Für den 13. März 2013 ist eine öffentliche Präsentation mit Einzelheiten und Details zu diesem Vorhaben geplant. Mehr von Stoiber und dem NuKlA e.V. im kompletten Audio.

Stadt Leipzig: Vermarktung der Flächen am Lindenauer Hafen beginnt

25 Jan

Pressemitteilung, Stadt Leipzig, 24. Januar 2013

Das Vermarktungskonzept für den Lindenauer Hafen ist vom Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch (23. Januar) bestätigt worden. Nun wird die stadteigene Erschließungs-, Entwicklungs- und Sanierungsgesellschaft LESG als treuhänderische Sanierungsträgerin im Auftrag der Stadt die ersten städtischen Grundstücke im Rahmen eines Investorenwettbewerbs ausloben. Dieser erste Vermarktungsabschnitt umfasst etwa 20.000 Quadratmeter Nettobauland. Ein zweiter Abschnitt soll Ende 2013 oder Anfang 2014 ausgelobt werden.

Lindenauer Hafen von West und von SÜd aus gesehen. Fotos: Bernd Reiher

Lindenauer Hafen im Ist-Zustand von West und von Süd aus gesehen. Fotos: Bernd Reiher

Die Auslobung für den ersten Vermarktungsabschnitt besteht aus insgesamt sechs Losen. Vier Lose sind für Investoren, Projektentwickler, Wohnungsunternehmen und Bauträger bestimmt, zwei Lose für Baugruppen und Selbstnutzer. Der Hinweis auf die Auslobung erfolgt ab heute durch Anzeigen in verschiedenen Zeitungen und Fachzeitschriften sowie im Internet unter http://www.leipzig.de/lindenauer-hafen, wo auch weitere Einzelheiten zum Verfahrensablauf, zu Anforderungen und Teilnahmebedingungen zu finden sind.

Bewerber sollen in Zusammenarbeit mit Architekten ihrer Wahl bis zum 26. April konkrete Bebauungsvorschläge einreichen. In der Ausschreibung sind auch Mindestpreise angegeben, die durch die Teilnehmer als Untergrenze zu beachten sind. Eine hochkarätig besetzte Jury wählt Anfang Juni diejenigen aus, an die die Grundstücke vergeben werden sollen. Erwartet wird eine hohe Qualität der Entwürfe.

Lindenauer Hafen, Masterplan, Ausriss südlicher Teil. Quelle: Stadt Leipzig

Lindenauer Hafen morgen: Masterplan, Ausriss südlicher Teil. Quelle: Stadt Leipzig

Grundlagen für die Vergabe der Grundstücke sind städtebaulich-architektonische Kriterien und die Preisangebote. Die künftigen Erwerber müssen sich verpflichten, innerhalb einer festgesetzten Frist die vorgeschlagene Bebauung zu realisieren. Mit diesem Verfahren sollen neben ausreichenden Erlösen zur Mitfinanzierung der Infrastruktur hohe Wohn- und Nutzungsqualitäten für das geplante Stadtquartier sicher gestellt werden. Ziele sind ein breites Spektrum an Wohnungsgrößen, Eigentumsformen und Preissegmenten sowie gute Versorgungsangebote, von Dienstleistungen und Gastronomie bis hin zu Service-Einrichtungen für den Wassertourismus. Besonderer Wert wird auf hohe Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt.

Lindenauer Hafen morgen: Lose der Ausschreibung (ohne Kita). Quelle: Stadt Leipzig

Lindenauer Hafen morgen: Lose der ersten Ausschreibung (ohne Kita). Quelle: Stadt Leipzig

Die Entscheidungen zum Bau der Gewässerverbindung vom Karl-Heine-Kanal zum Lindenauer Hafen und zur Herstellung der Erschließung des Sanierungsgebietes sind bereits Mitte letzten Jahres gefallen. Sie sind die Grundlage für die Entwicklung eines attraktiven, urbanen neuen Stadtquartiers am bisher nicht adäquat genutzten Lindenauer Hafen. Mit der Auslobung der städtischen Grundstücke und darauf folgender zeitnaher Neubebauung wird das Hafenquartier erheblich aufgewertet.

Lindenauer Hafen morgen: Wassertorplatz. Quelle: Stadt Leipzig

Lindenauer Hafen morgen: Wassertorplatz. Quelle: Stadt Leipzig

Neben verschiedenen, auch überregional tätigen Investoren und Wohnungsunternehmen haben auch Baugruppen und Selbstnutzer großes Interesse signalisiert, sich am Lindenauer Hafen zu engagieren. Die Stadt will mit der Revitalisierung des Areals ihrer seit langem gehegten Vision, den Hafen mit einer attraktiven Bebauung wieder erlebbar zu machen und durch seine Anbindung an den Karl-Heine-Kanal zum Tor des Neuseenlands im Südraum zu entwickeln, einen großen Schritt näher kommen.

Zur Meldung bei leipzig.de

LMBV: Warnung vor Wintergefahren auf Bergbaufolgeseen

24 Jan

Die mitteldeutschen Bergbau-Verwalter teilen mit: „Die LMBV warnt im Rahmen ihrer bergrechtlichen Verantwortung dringend vor dem Betreten der teilweise zugefrorenen Bergbaufolgeseen und Kanäle – es besteht Lebensgefahr!“ Ein Teil der Seen in Mitteldeutschland befinde sich noch in der Flutung. Durch die Fremdwasserzuführung könnten sowohl im Uferbereich als auch bei den Wasserflächen unvorhersehbare Verhältnisse eintreten.

Markkleeberger See, 24. Januar 2013. Foto: BErnd Reiher

Markkleeberger See, 24. Januar 2013. Foto: Bernd Reiher

LMBV: „Durch den starken und lang anhaltenden Frost hat sich eine teilweise verschneite Eisfläche gebildet. Diese besitzt jedoch unterschiedliche Stärken, weshalb die Gefahr des Einbrechens auf nicht tragfähigen Schichten droht, eine Rettung ist in diesen Bereichen nur schwer möglich. Es gibt daher keine Freigabe für das Betreten, Schlittschuhlaufen oder Eishockeyspielen. Gleiches gilt für alle zu sanierenden Bergbaufolgeseen und Seenverbindungen in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen.“ Bis zur Herstellung der öffentlichen Sicherheit würden die entsprechenden Bergbaugebiete von der LMBV auch weiterhin mit Verbotsschildern und Absperreinrichtungen versehen.

Dringlicher Aufruf der Grubenbeaufsichtiger: „Wir bitten die Bevölkerung, die entsprechenden Hinweise der LMBV zu respektieren und vor allem auf ihre Kinder zu achten! Bei unbefugtem Betreten übernimmt die LMBV keinerlei Haftung für eventuell auftretende Unfälle und Schäden.“

Ökolöwe: Buga und Unesco – Ökologischer und wirtschaftlicher Unsinn

24 Jan

Pressemeldung, 23. Januar 2013: Ökolöwe lehnt touristische Vermarktungsideen Buga oder Unesco des Naturschutzgebietes Leipziger Auenwald weiterhin strikt ab

Mit dem Motorboot von der Alster an die Elster, dann durch den Auenwald ins Neuseenland – nach Vorstellung von OBM-Kandidat Horst Wawrzynski und der Leipziger CDU-Fraktion kommt jetzt eine neue Vision hinzu: blühende Gewässerufer im Rahmen einer Bundesgartenschau in Leipzig 2025. Und das mitten im Leipziger Auenwald! Die Annahme des Stadtratsantrags der CDU für eine ‚Buga‘ wäre aus Sicht des Ökolöwen ein ökologisches und ökonomisches Desaster. 

Als Dreh- und Angelpunkt im Visier der Buga-Visionäre: Elsterbecken - hier mit Zepellinbrücke. Foto: Bernd Reiher

Als Dreh- und Angelpunkt im Visier der Buga-Visionäre: Elsterbecken – hier mit Zepellinbrücke. Foto: Bernd Reiher

„Zugunsten eines prestigeträchtigen Großprojekts – ähnlich der Entwicklung und geplanten Schiffbarkeit des Neuseenlandes – sollen weitere Teile des einzigartigen Gewässerökosystems für Leipzigs Profilierung als Tourismusziel geopfert werden“, mahnt Enrico Vlach, Umweltpolitischer Sprecher des Ökolöwen.

„Die langfristigen Folgen werden auch hier heruntergespielt: eine weitere Zerschneidung und Zerstörung des Auenökosystems einerseits, unabsehbare Kosten und Folgekosten für Stadt, Land und letztlich den Steuerzahler andererseits. Denn die Finanzierung der ‚Buga‘ erfolgt größtenteils über Zuschüsse des Landes: Steuergelder.“ 

„Wer es mit Schutz und ökologischer Aufwertung des bereits mit zahlreichen Schutzkategorien – national LSG und NSG, auf europäischer Ebene SPA und FFH – belegten Auenwalds wirklich ernst meint, muss die Nutzungsintensität reduzieren“, kritisiert Vlach. „Stattdessen wird versucht, im Zuge langfristiger, kostenintensiver Bewerbungen um ‚Buga‘ oder ‚Unesco‘ und anderer Großprojekte neue Besucher anzulocken und die Massen dann durch den Auenwald zu schleusen.“

So ist auch der ‚Unesco‘-Titel kein geeignetes Instrument zum besseren Schutz! Schon heute gibt es vielfältige Schutzgebiete im Auenwald, doch es hapert massiv am Vollzug des Naturschutzgesetzes in den Gebieten! 

Geht es nach den einen, sollen Motorboote in alle Richtungen fahren und den Stadthafen mit neuen touristischen Attraktionen der Region verbinden: vom Neuseenland durch den Floßgraben, den Karl-Heine-Kanal, zum Saale-Elster-Kanal und letztlich nach Hamburg. Die anderen wollen Besucher in Zukunft mit dem grünen Charme des Auenwalds locken und erhoffen sich daraus eine Stärkung der Schutzanstrengungen.

Immer ist da dieses irgendwie reizvolle, an vergangene Wildnis erinnernde Stück Wald dazwischen, das die Kulisse für die Großphantasien bildet. Was macht es da schon, wenn ein paar neue Brücken und Parkplätze gebaut, Bäume gefällt und das – im schlimmsten Fall asphaltierte – Wegenetz erweitert wird? Wem schadet es schon, wenn die ‚BUGA‘ weitere technische Schutzmaßnahmen treffen muss, damit ihre Beete zur Eröffnung nicht vom natürlichen Frühjahrshochwasser geflutet werden? Wenn die Attraktivität eines Welterbetitels ganze Busladungen zur Burgaue lockt? Entwicklung und Ausbau eines europäischen und nationalen Naturschutzgebietes im Namen des Tourismus sind der falsche Weg, den Auenwald aufzuwerten!

CDU: Leipzig soll Buga-Stadt werden

24 Jan

Pressemitteilung der CDU-Fraktion im Stadtrat Leipzig vom 18. Januar 2013

Leipzig könnte der erste sächsische Ausrichtungsort einer Bundesgartenschau (BUGA) werden. Die Potenziale und Voraussetzungen für die Durchführung einer solchen Großveranstaltung in Leipzig zu prüfen ist Ziel eines Antrags der CDU-Fraktion, der kommenden Mittwoch in den Stadtrat eingebracht wird.

Dr. Sabine Heymann, stellv. Fraktionsvorsitzende: „Das Gebiet entlang des Elsterbeckens und der Neuen Luppe, bis hin zum Auensee, birgt in seinem Wechselspiel zwischen Natur- und urbanem Raum, zwischen Wald, Wasser und Kleingartenparks, viele Besonderheiten. Gleichzeitig gibt es hier zahlreiche Nutzungs- und Gestaltungsmängel, die im Rahmen einer BUGA ausgeglichen werden könnten.“

Könnte von einer Buga in Leipzig profitieren, meint die messestädtische CDU: der AUensee

Könnte von einer Buga in Leipzig profitieren, meint die messestädtische CDU: der Auensee. Foto: Bernd Reiher

Herausforderungen und zugleich Potenziale in diesem Gebiet sind aus Sicht der CDU-Fraktion zum Beispiel:
– die baulich sanierte, aber weitgehend ungenutzte Altdeponie am Heuweg als einzigartiger Aussichtspunkt
– der noch immer unter schlechter Wasserqualität leidende Auensee und seine desolate Umgebung, mit Potenzial für ein künftiges Naherholungsgebiet in der Tradition des früheren Lunaparks
– Nachnutzung vernässter Kleingärten als Modellprojekt

Stadträtin Dr. Heymann: „Dieses Gebiet ist auch ein Schwerpunkt unseres Hochwasserschutzkonzeptes. Die Einbindung dieses Themas und die Erschließung neuer Nutzungen auf den Gewässern würde eine BUGA Leipzig zu etwas ganz Besonderem machen.“

Ein realistisches Ausrichtungsdatum wäre das Jahr 2025. Der zeitliche Ablauf einer Bewerbung macht es notwendig, dass spätestens Anfang 2014 geklärt sein muss, ob und wie eine BUGA Leipzig inhaltlich und wirtschaftlich machbar ist.

In eigener Sache radioneuseenland.de, Seenticker: Spendenkonto

23 Jan

Die Startseiten von radioneuseenland.de und dem Seenticker ziert seit heute ein Button „Spendenkonto“. Warum ich das gemacht habe? Das Thema „Neuseenland“ ist in den letzten Jahren explodiert – dabei aber gibt es zuviele Geschichten, die allzuoft auch mit zuvielen Fragezeichen durchrauschen müssen. Andererseits schwirren zuviele Meldungen durch die Medienlandschaft, die aufgrund mangelnder inhaltlicher Prüfung vom Tatbestand der Spekulation nicht mehr weit entfernt sind.

Wohin des Wegs? In der Seenstadt Leipzig

Wohin des Wegs? Es lungert manch schräge Geschichte im neuen Leipziger Seenland. Auch manch älterer Vorgang hat aber noch dicke ???. Foto: Stadthafen/Hinweisschild/berndreiher

Man müsste viel mehr rausgehen, nachfragen, podcasten und schreiben – das aber bräuchte mehr Zeit, die ich wiederum nicht noch weiter von meinen Brotjobs abknappsen kann, weil dann statt dem Haufen mit unerledigten Meldungen jener mit den offenen Rechnungen wächst.

Das Spendentor für den Seenticker und radioneuseenland.de – vielleicht birgt es die Möglichkeit, mehr Freiraum zu schaffen, um bei der einen Geschichte einfach nur für Aufklärung zu sorgen oder bei der anderen dann doch etwas hartnäckiger dranbleiben zu können. Davon gibt es einige im Leipziger Neuseenland.

Spendenkonto:
Kontonummer: 16314 12597
Bankleitzahl: 860 555 92
Sparkasse Leipzig

Inhaber: Bernd Reiher
Zweck: radioneuseenland

Die Spender bleiben anonym. Eine finanzamtrelevante Spendenquittung auszustellen ist mir nach heutigem Kenntnisstand nicht möglich.

„Leipzigs Neue“ im Januar: Elsterstausee im Prinzip dicht – Hinhaltetaktik vermutet

16 Jan

Elsterstausee-Fördervereins-Vorsitzender Klaus-Werner Matzelt hat in der Januarausgabe der Monatszeitung „Leipzigs Neue“ Platz für einen Gastbeitrag bekommen. Thema: Natürlich das zwischen Leben und Tod schwebende Gewässer im Südwesten der Messestadt. Titel „Diplomarbeit zum Elsterstausee liegt vor – Fakten und Fragen“.

Bootsverleihsteg ins Nichts: Elsterstausee im September 2010. Foto: Bernd Reiher

Bootsverleihsteg ins Nichts: Elsterstausee im September 2010. Foto: Bernd Reiher

Themenfelder des Artikels: Die Arbeitsgruppe Elsterstausee, die schleppende Zusammenarbeit mit der Stadt und die HTWK-Diplomarbeit „Untersuchung und Bewertung der Baugrundsituation des Elsterstausees mit anschließender Variantenuntersuchung zur Verbesserung der Dichtigkeit“.

Deren wichtigstes Ergebnis aus Sicht des Präsidenten: Der Elsterstauseeboden ist so undurchlässig, wie es die gewählte Konstruktion „Lehmdichtung“ zulässt. Matzelt: „Die Sohle des Stausees ist im Prinzip dicht!“

Die Arbeitsgruppe habe sich erstmals im August 2011 getroffen – eine nächste Zusammenkunft sei für Januar 2013 geplant. Mit an Bord dieser Runde seien unter anderem die Stadträte Sasama, Grosser, Zeitler, Hobusch, Keding und Engelmann sowie Stadtförster Sickert, Bürgermeister Rosenthal und Vertreter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer.

Bei der Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung wird jedoch eine Art „Hinhaltetaktik“ vermutet. Matzelt: „Wir vermissen eine konstruktive Zusammenarbeit.“ Durch eine eventuelle Verzögerungsstrategie vergrößere sich der Bewuchs – dadurch könnten von der Stadtverwaltung selbst Tatsachen für die endgültige Aufgabe des Sees geschaffen werden.

„Leipzigs Neue“ ist auch im Internet vertreten. In der Online-Ausgabe war Matzelts Elsterstausee-Beitrag am 15. Januar jedoch noch nicht zu finden. Das Monatsheft liegt aber in diversen Bibliotheken aus und ist auch käuflich im Zeitschriftenhandel oder per Abonnement zu haben. Ladenpreis: 2,00 Euro. Abo: 1,80 Euro.

Letztlich wirft der Artikel aber auch Fragen auf. Wenn die Sohle im Prinzip dicht ist – warum ist der Elsterstausee dann heute eigentlich leer? Und: Wenn die Elsterstausee-Diplomarbeit der HTWK-Studenten so maßgeblich ist – wann wird sie auch im Netz nachzulesen sein?

www.leipzigs-neue.de

www.elsterstausee.de