Pressemitteilung Landesdirektion: Zweites Nautisches Gutachten zur Schiffbarkeit im Leipziger Neuseenland

6 Dez

TU Dresden präsentiert Ergebnisse gutachterlicher Untersuchungen

Mit dem weitgehenden Zusammenbruch des Braunkohleabbaus im Mitteldeutschen Braunkohlerevier stand die Region nach der Wende kurzfristig vor der Aufgabe, die richtigen Weichen für die Nachnutzung zu stellen. Auf der Grundlage zahlreicher Planungen, Studien, Konzepte und Workshops wurde die Idee, die Bergbaulandschaft in eine attraktive Seenlandschaft umzuwandeln, entwickelt.

Links der Pleißemühlgraben, rechts die Landesdirektion: Uneingeschränkter Motorbootverkehr weder auf den Fließgewässern

Vorne Pleißemühlgraben, rechts die Landesdirektion: Uneingeschränkter Motorbootverkehr weder auf den Fließgewässern noch den Seen möglich. Foto: Bernd Reiher 

In Anbetracht des erreichten Entwicklungsstandes und der sich abzeichnenden wachsenden Erwartungen an eine aktive Freizeit- und Tourismusnutzung hat sich die Landesdirektion im Jahr 2010 entschlossen, ein Verfahren zur Erklärung der Schiffbarkeit einzuleiten.

Zunächst fokussierte sich das Verfahren auf den sogenannten Kurs 1, der Gewässerverbindung zwischen dem Stadthafen und dem Cospudener See, und wurde im Jahr 2011 unter Aussparung des Floßgrabens und des Cospudener Sees auf die städtischen Gewässerabschnitte 2, 5 und 7 ausgedehnt. Im Rahmen des Verfahrens wurde die Technische Universität (TU) Dresden beauftragt, gutachterlich den Fokus auf die fachlichen Grundlagen des Bootsverkehrs zu richten.

Hintergrund ist, dass der Bau wassertouristischer Infrastruktur zwar gewünscht, ein uneingeschränkter (Motor-)Bootsverkehr jedoch weder gewollt noch möglich ist. Zudem ist aber zu konstatieren, dass die wassertouristisch relevanten Gewässer im Leipziger Stadtgebiet teilweise bereits heute einem sehr hohen Nutzungsdruck unterliegen.

Ziel des Gutachtens war somit die Klärung der Frage, wer welche Boote wann und vor allem wie fahren darf, ohne schädliche Einwirkungen auf die Natur zu bewirken und einen jederzeit sicheren Bootsverkehr zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wird auf folgende grundsätzlichen Aussagen des Gutachters verwiesen:

  • Die Freigabe uneingeschränkten Motorbootsverkehrs ist weder auf den betrachteten Fließgewässern noch auf den Seen möglich.
  • Sicherheit geht vor (Natur-)Erlebnis.

  • Die Leipziger Gewässer vertragen eine Zunahme des Bootsverkehrs.

  • Höhere PS-Zahlen schaffen höhere Sicherheit und führen nicht zwangsläufig zu einem höheren Treibstoffverbrauch bzw. Emissionen.
  • Es gibt keine fachlichen Gründe, den Antrieb auf Elektromotoren zu beschränken.

  • Lärm spielt auf den Gewässern bei den vorgeschlagenen Geschwindigkeiten keine Rolle (Vergleichbarkeit mit dem Gespräch anderer Wassersportler).

  • Es wird eine Freigabe unterschiedlicher Bootsklassen auf den einzelnen Gewässern bzw. Gewässerabschnitten empfohlen.

Die Ergebnisse werden jetzt in die fortführende Entscheidungsfindung zur Erklärung der Schiffbarkeit auf den Leipziger Gewässern einfließen.

Eine Antwort to “Pressemitteilung Landesdirektion: Zweites Nautisches Gutachten zur Schiffbarkeit im Leipziger Neuseenland”

  1. Ch. Schreiber Dezember 9, 2012 um 11:28 am #

    Welche Ergebnisse sollen in die Entscheidungsfindung einfließen? Ich kann keine Ergebnisse in dem sogenannten „Gutachten“ finden.

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