Pressemitteilung Leipziger Messe: „Beach & Boat“ – Seenlandkongress bietet Investoren attraktive Perspektiven

4 Dez

Wirtschaftsfaktor Kanusport, Touristenmagnet Schiffshebewerk und Leuchtturm-Hotel: Leipziger Neuseenland und Lausitzer Seenland mit vielen Ideen für die Seen

Die wachsenden Chancen für die Tourismusbranche in den neuen Wassersportrevieren rund um Leipzig und in der Lausitz zeigt der 5. Seenland-Kongress am 14. Februar 2013 in Leipzig. Auf dem Branchentreff werden die Potenziale des Kanusports als Wirtschaftsfaktor für Leipziger Neuseenland sowie Lausitzer Seenland beleuchtet.

"Beach and Boat" - Seenlandkongress 2012: Bürgermeister Heiko Rosenthal bewirbt die Potenzialanalyse Elster-Saale-Kanals-Ausbau. Foto: Bernd Reiher

„Beach & Boat“ – Seenlandkongress 2012: Bürgermeister Heiko Rosenthal bewirbt die Potenzialanalyse Elster-Saale-Kanal-Ausbau. Foto: Bernd Reiher

Im Mittelpunkt stehen ebenso die aktuellen Investitionsvorhaben an den Seen. Zu den Highlights zählt der Hauptvortrag über Anziehungskraft und Machbarkeit eines Schiffshebewerks als „architektonischer Leuchtturm“ bei Anbindung des Elster-Saale-Kanals an die Saale. Mit Kosten von knapp 38 Millionen Euro zählt es zu den zentralen Projektideen der „Potenzialanalyse Elster-Saale-Kanal“, die im vergangenen Jahr auf dem Seenland-Kongress exklusiv vorgestellt wurde.

Zudem informiert das Fachprogramm über Qualitätssiegel im Wassertourismus sowie Elektromobilität auf dem Wasser. Der Seenlandkongress am ersten Tag der Wassersportmesse „Beach & Boat“ richtet sich an Investoren, Unternehmer, Tourismusverbände sowie kommunale Partner. Schirmherr ist Markus Ulbig, Sächsischer Staatsminister des Innern.

Rund eine Milliarde Euro pro Jahr werden in Deutschland mit Wassertourismus umgesetzt – vor allem mit muskelbetriebenen Sportarten wie Kanu-Wasserwandern oder Segeln“, betont Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) – mit rund 120.000 Mitgliedern der größte Kanusport-Verband weltweit. Die Zahlen zeigten, welche wirtschaftlichen Möglichkeiten sich für die neuen Reviere rund um Leipzig und in der Lausitz eröffnen. Gerade im Leipziger Neuseenland spiele der Kanusport bereits heute eine große Rolle.

„Zwischen 54 und 74 Euro gibt ein Wassertourist pro Tag in seiner Reiseregion aus“, so Konietzko. Vorbild für die neuen Destinationen seien gewachsene Wassersportgebiete: „Am Bodensee zum Beispiel hängen zwei Prozent aller Arbeitsplätze vom muskelbetriebenen Wassersport ab, in Mecklenburg-Vorpommern leben rund 7.000 Menschen allein vom Wassertourismus.“

Schneller Return of Investment: Die Interessenlage von Kanusportlern ist in allen Altersgruppen von 17 bis 70 relativ gleich. Dies ist für Investoren attraktiv, weil sie keine altersgruppenspezifischen Angebote erarbeiten müssen und sich ein Investment eher rechnet“, unterstreicht Thomas Konietzko. Im Eröffnungsreferat des Seenland-Kongresses wird der DKV-Präsident das Thema Kanusport als Wirtschaftsfaktor erläutern.

„Klimawandel und höhere Spritpreise verstärken den Trend zur Nutzung der Erlebnisräume in der Nähe. Gerade für Kurzurlaube wird Kanu- und Wassertourismus immer mehr zur Alternative für Städtetrips und Ausflüge in die Berge oder ans Meer“, konstatiert Konietzko. Weil zahlreiche Regionen vom Fränkischen Seenland bis zum Ruhrgebiet den ökonomischen Wert ihrer Wassersportgebiete erkannt hätten, habe ein intensiver Wettbewerb eingesetzt. „Gerade das Leipziger Neuseenland kann dabei mit seinen bis in die City reichenden Wasserwegen und der einzigartigen Verbindung zwischen Sport und städtischer Kulturszene punkten. Damit ist nur noch Venedig vergleichbar. Mit einem abgestimmten Marketingkonzept werden die neuen Seen überregional noch mehr von sich reden machen.“

Touristenmagnet Schiffshebewerk – Vision oder Wirklichkeit? Rund 500.000 Schaulustige ziehen Schiffshebewerke zum Beispiel im brandenburgischen Niederfinow oder im schottischen Falkirk Wheel pro Jahr an“, berichtet Michael Witfer, Vorsitzender des Saale-Elster-Kanal Fördervereins. Ein Schiffshebewerk als „Leuchtturm der Architektur“ gehörte zu den zentralen Visionen der im vergangenen Jahr auf dem Seenland-Kongress exklusiv vorgestellte „Potenzialanalyse Elster-Saale-Kanal“.

Mit dem aufsehenerregenden Bauwerk soll der Höhenunterschied von 22 Metern überwunden werden, der bei Anbindung des Leipziger Neuseenlands über den Elster-Saale-Kanal an die Saale und damit an das deutsche Binnenwassernetz besteht.

Die Studie bezifferte die Kosten für die eindrucksvolle Konstruktion auf knapp 38 Millionen Euro – bei rund 106 Millionen Euro Gesamtinvestition für die Umsetzung des Kanal-Projekts. Machbarkeit und wirtschaftliches Potenzial eines solchen Vorhabens werden Lothar Tölle von der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft sowie Michael Witfer und Dirk Becker vom Saale-Elster-Kanal Förderverein im Hauptvortrag des Seenland-Kongresses anhand internationaler Beispiele belegen.

Ein Schiffshebewerk erhöht die internationale touristische Ausstrahlungskraft des Leipziger Neuseenlands und des Saale-Unstrut-Triaslands enorm – anders als etwa die Alternativlösung einer unspektakulären Schleusentreppe“, erklärt Witfer. „Damit würde ein nachhaltiger Besuchermagnet geschaffen, der in den kommenden Jahrzehnten positive ökonomische Folgeeffekte generiert – von Parkplatzgebühren über Eintrittsgelder, Bootsverleih bis Hotellerie und Gastronomie.“

Die gesamte Region von der Händelstadt Halle bis zur Bachstadt Leipzig profitiere davon und werde aufgewertet. „Studierende des Instituts für Stahl- und Holzbau der Fakultät für Bauingenieurwesen der Technischen Universität Dresden entwickeln als Projektarbeit im 9. Semester bereits Entwürfe für das Schiffshebewerk“, so Witfer.

Leipziger Neuseenland zieht Investoren an: Über derzeitige Investitions- und Ansiedlungsmöglichkeiten im Leipziger Neuseenland informiert der „Seenkatalog 2013 – Mitteldeutsche Seenlandschaft“, welcher auf dem Seenland-Kongress vorgestellt wird. „Wir freuen uns über zunehmende Investitionsabsichten – größere und kleinere Vorhaben, private und öffentliche Initiativen“, stellt Dr. Gerhard Gey, Landrat im Landkreis Leipzig und Sprecher der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland, fest.

So sei in diesem Jahr die Bautätigkeit am Hainer See sowie am Zwenkauer See zügig vorangeschritten: „Die Infrastruktur am Zwenkauer Hafen wurde weiter ausgebaut, eine Zugangsstraße eingerichtet und das erste Hafenfest gefeiert. Ein gesunder Mix aus gewerblichen Einrichtungen und Wohnbebauung entsteht – unter anderem siedeln sich medizinische Dienstleister an.“ Erste Gespräche gebe es mit Investoren für das Nordufer des Zwenkauer Sees – einem noch nicht für die Bebauung freigegebenen Standort unmittelbar an der A38 und gegenüber dem Freizeitpark Belantis.

Mehr Geld für die Seen: Die für den Gewässerverbund wichtige Schleuse vom Markkleeberger See zum Störmthaler See werde 2013 eröffnet, sagt der Landrat. „Zusätzlich wird mit dem ‚Ferienresort Störmthaler See’ ab kommendem Jahr ein weiteres touristisches Highlight im Leipziger Neuseenland geschaffen. Den Ausbau der Wander- und Radwege um die Seen treiben wir ebenso voran“, erläutert er.

Mehr Geld fließe zudem in den kommenden Jahren unter anderem für die Erschließung des Areals Magdeborner Halbinsel am Störmthaler See. „Auf die 40 Millionen Euro für das Leipziger Neuseenland und Ostsachsen aus den Mitteln des Bund-Länder-Abkommens zur Braunkohlensanierung sind zum Beispiel noch einmal zwei Millionen für das Leipziger Neuseenland draufgesattelt worden“, so Landrat Gey.

Diese Finanzausstattung werde zum Ausbau des Gewässerverbunds allerdings nicht ausreichen, so dass weitere Verhandlungen nötig seien. Für die künftige internationale Vermarktung des Leipziger Neuseenlands sowie der gesamten Region habe sich eine gemeinsame Wirtschaftsfördergesellschaft gegründet. „Vernetzung und Kooperation sind Schlüssel für den Erfolg. Deshalb wollen wir auch das Leipziger Neuseenland, die Stadt Leipzig sowie das Sächsische Burgen- und Heideland zur gemeinsamen Tourismusregion Leipzig formieren.“

Ziel sei, die Identität im gesamten Leipziger Neuseenland zu stärken. Als einheitliche Strategie für den Gewässerverbund solle im nächsten Jahr die „Charta Leipziger Neuseenland 2030“ verabschiedet werden: „Jeder kann unter charta-leipziger-neuseenland.de Ideen und Kreativität einbringen.“

Neuer Leuchtturm im Lausitzer Seenland: Für das Lausitzer Seenland werden für 2020 rund 1,5 Millionen Übernachtungen prognostiziert. Noch fehlen jedoch rund 5.000 Betten in der Region. Neue Glanzpunkte für die Hotellerie soll in Zukunft das Hotel „Der Leuchtturm“ setzen. Die Anlage mit 26 Zimmern, Ferienwohnungen sowie dem funktionstüchtigen rot-weißen Binnenleuchtturm entsteht bis 2014 am Geierswalder See.

Auf dem 5. Seenland-Kongress wird das originelle Investitionsobjekt von Heike Struthoff aus Hoyerswerda, das im Lausitzer Existenzgründerwettbewerb 2012 mit dem 3. Preis ausgezeichnet wurde, als eines der Referenzbeispiele vorgestellt. Außerdem werden im Wohnhafen Scado am Geierswalder See drei weitere schwimmende Häuser errichtet.

„Schon in den vergangenen beiden Jahren konnten wir die Zahl der Übernachtungen im Lausitzer Seenland ausbauen. Erfolgreich und fest am Markt etabliert hat sich im zurückliegenden Jahr die 2011 in Betrieb gegangene Ferienhaussiedlung ‚Zum Anker’ in Klein-Partwitz“, resümiert Professor Dr. Holm Große, Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH (MGO) und Stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Lausitz e.V.

Imagekampagne gestartet: 2012 wurde vom Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen die Image- und Investorenkampagne „23 Seen für Ihre Ideen“ für 100.000 Euro an den Start gebracht. Dazu wurden vom Zweckverband nicht nur ein Investorenportal auf der Internetseite http://www.lausitzerseenland.de erstellt und investorenbezogene Anzeigen geschaltet, sondern ebenfalls ein professionelles Flächenmanagement aufgebaut.

„Eine Vielzahl der Investoren kommt aus der Region selbst. Im Ergebnis der Pressearbeit des Zweckverbands Lausitzer Seenland Sachsen und unserer MGO-Präsentation des Lausitzer Seenlands auf der EXPO REAL in München mit den vom Projektbüro erarbeiteten Flächenexposés gab es viel Interesse von Investoren“, so Professor Große. „Im Lausitzer Seenland können diese sich von Anfang an in die Bauleitplanung einbringen sowie attraktive Fördermittel akquirieren.“

Mit dem Schiff zwischen den Seen: Der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen hat die Konzession für die Fahrgastschifffahrt im gesamten Lausitzer Seenland ausgeschrieben. Mit der für den 1. Juni 2013 geplanten Öffnung des Überleiters vom Senftenberger zum Geierswalder See wird ab kommendem Jahr der Verbund zwischen Senftenberger, Geierswalder und Partwitzer See schiffbar gemacht“, erklärt Holm Große. Dies werde weiteren Investitionen Schub geben. „Am Geierswalder See wird der Zweckverband eine Schiffsanlegestelle bauen, die gleichzeitig Heimathafen für ein Fahrgastschiff sein kann.“ Zur Saison 2013 – und damit pünktlich zum Jubiläum „40 Jahre Senftenberger See“ – geht auch der neue Stadthafen in Senftenberg mit 120 Liegeplätzen in Betrieb.

Anmeldung zum Seenland-Kongress: Der 5. Seenland-Kongress findet am 14. Februar 2013 von 9.00 bis 16.30 Uhr im Rahmen der Wassersportmesse Beach & Boat (14. bis 17. Februar 2013) statt. Die Teilnahme kostet 75,00 Euro. Programm und Anmeldungen unter: http://www.beach-and-boat.de/seenlandkongress.

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