Pressemitteilung Ökolöwe: Gegen Großraumparkplatz Zöbigker Hafen – Markkleeberg will 7.000 Quadratmeter Wald am Cospudener See fällen

12 Sep

Die Stadt Markkleeberg will den Parkplatz am Zöbigker Hafen erweitern und dafür 7.000 m² Waldfläche umwandeln. In seiner Stellungnahme im Rahmen des laufenden Zielabweichungsverfahrens kritisiert der Ökolöwe die Stadt Markkleeberg scharf.

„Am Zöbigker Hafen gibt es heute annähernd 500 Stellplätze. Insbesondere die großen ‚Überlaufparkplätze‘ sind auch an Spitzentagen nie zu 100 Prozent ausgelastet. Das eigentliche Problem liegt darin, dass einige Besucher die Parkgebühren umgehen wollen und ihr Auto einfach im Wohngebiet abstellen“ sagt Tino Supplies, verkehrspolitischer Sprecher des Ökolöwen.

Aus Sicht des Ökolöwen könnte die Stadt Markkleeberg im Wohngebiet konsequentes Anwohnerparken anordnen und dieses dann auch kontrollieren, falls eine Belastung durch den Autoverkehr der Grund zum Handeln sein sollte. Damit wäre nicht nur den Anwohnern geholfen. Mit dem Verzicht auf die Rodungen sowie den Parkplatzbau würden Steuergelder gespart, die dann für sinnvollere Projekte eingesetzt werden können.

„Markkleeberg tut sich mit der Waldvernichtung keinen Gefallen. Wenn im Umfeld des Hafens immer mehr Flächen zu Parkplätzen umgewandelt werden, entsteht ein Landschaftsbild, das kein Besucher haben will.“

Der Ökolöwe zeigt in diesem Zusammenhang Unverständnis über die Äußerungen von Vertretern der Stadt Markkleeberg, wonach die Stadt Leipzig angeblich Schuld an der vermeintlichen Verkehrsbelastung am Zöbigker Hafen sei.

„Es hilft nicht mit dem Finger auf Leipzig zu zeigen. Wie weit entfernt ein Parkplatz am Leipziger Nordstrand ist, spielt für die Situation am Zöbigker Hafen keine Rolle. Wer zum Hafen will, fährt dort hin.“, stellt Supplies klar und verweist auf die Verantwortung der Kommune für eine nachhaltige touristische Entwicklung des am stärksten frequentierten Sees im Leipziger Raum.

„Wenn die Verantwortlichen in Markkleeberg immer mehr Nutzungen an den Cospudener See bringen wollen, müssen sie sich auch um den Verkehr kümmern, der dadurch entsteht. Dabei muss sich jedoch mehr Gedanken über eine bessere Anbindung an den ÖPNV gemacht werden.“ so Supplies abschließend.

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