Archiv | September, 2012

Markkleeberger See: Neue Linienschifffahrt im Leipziger Neuseenland gestartet

26 Sep

Neues Kapitel der Linienschifffahrt auf dem Markkleeberger See: Die neu gebaute und erst vor wenigen Tagen eingetroffene Personenfähre hat den Fahrbetrieb aufgenommen. „Täglich zwischen 11 und 17 Uhr ist das neue Fahrgastschiff auf dem Markkleeberger See unterwegs und lädt zu Rundfahrten ab der Seepromenade oder ab dem Anleger in der Auenhainer Bucht ein“ heißt es dazu seit dem 25. September bei markkleeberg.de. Wochenends und feiertags verkehre das Schiff bereits ab 10.00 Uhr und am Abend bis 18.00 Uhr.

„Dank der Kopflander-Konstruktion können auch Fahrtgäste mit Rollstühlen oder Rollatoren an allen Anlegern bequem einsteigen“ ließen die Markkleeberger Informationsmitarbeiter weiter wissen. Auch Fahrräder, Fahrradanhänger, Handwagen und ähnliches würden auf dem Schiff transportiert. Besonderer Hinweis: „Das moderne Fahrgastschiff steht mit seiner Bordgastronomie auch für Sonderfahrten, Feierlichkeiten und geschäftliche Anlässe zur Verfügung.“

Noch ist das neue Vorzeigestück der Markkleeberger See-Flotte namenlos unterwegs. Ändern soll sich das am 8. Oktober 2012. An diesem Tag ist für 15.00 Uhr die Schiffstaufe angesetzt. Sie soll am ebenfalls neuen Anleger an der Seepromenade über die Bühne gehen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Fahrplan 2012 bei waldeck.net

„Motorboote? Ohne uns!“ am 5. Oktober: Grüner Demonstrationsaufruf im Neuseenland

25 Sep

(PM/Grüne/Markkleeberg) Die derzeit geplante Novelle des sächsischen Wassergesetzes mit der möglichen Freigabe von Sportmotorbooten auf den Gewässern im Neuseenland sorgt für großen Unmut bei Bürgerinnen und Bürgern. Vor kurzem hat sich sogar der sächsische Umweltminister für Motorboote auf den Seen ausgesprochen.

Dazu Tommy Penk von den Markkleeberger Grünen: „Wir wollen die derzeitigen Planungen nicht einfach so hinnehmen. Bereits jetzt haben wir die Grenze des Machbaren mit über 100 Ausnahmeregelungen für Motorboote erreicht. Die geplante Regelung ist wirtschaftlich nicht sinnvoll und beeinträchtigt Anwohner, Touristen und die Umwelt. Je mehr Menschen sich gegen Motorboote auf unseren Gewässern aussprechen, desto stärker wird der Druck auf den sächsischen Landtag und deren Abgeordnete, sowie der Landesdirektion endlich nachhaltig und sinnhaft für uns, unsere Umwelt und unsere Zukunft Entscheidungen zu fällen.“

Beginn: 05.Oktober, 16 Uhr am Nordstrand Cospudener See

LMBV und Störmthaler See: Ab 2013 Ferienresort auf Magdeborner Insel im Bereich Grunaer Bucht geplant

22 Sep

Die LMBV teilt mit: „Wie die Bürgermeisterin von Großpösna, Dr. Gabriela Lantzsch, und Architekt Rüdiger Renno kürzlich informierten, beabsichtigen Investoren ab dem Frühjahr 2013 eine Ferienanlage mit Hotel, Ferienhäusern und Caravan-Stellplätzen auf der Magdeborner Halbinsel am Störmthaler See zu errichten.“

Rund 12,5 Millionen Euro seien für den Hochbau des Vier bis Fünf-Sterne-Resort geplant; weitere sechs Millionen Euro für die Erschließung notwendig. Die Baupläne sollten noch im September 2012 eingereicht werden. Der notwendige Bebauungsplan für die Halbinsel sei bereits in Kraft.

LMBV: „Konkret vorgesehen sind im künftigen Hotel am Hafen 36 Doppelzimmer. Rund 14 Ferienhäuser sollen über dem Wasser sowie 23 in den angrenzenden Dünen entstehen. Alle Ferienhäuser sollen über Kamin und Sauna verfügen.“

Abgerundet werde das geplante Resort mit 90 Wohnmobil-Stellplätzen und 150 Liegeplätzen für Boote. Alle Stellflächen sollen über eigene Grünflächen und Seeblick durch eine terrassenartige Anlage verfügen. Auch ein kleiner Badestrand sei angedacht.

Die künftige Hafenmauer in der Grunaer Bucht auf der Magdeborner Halbinsel sei bereits im Zuge der Bergbausanierung der LMBV entstanden. Die Flutung des Störmthaler Sees im Gebiet des ehemaligen Tagebaus Espenhain befindet sich bereits in der letzten Etappe durch die LMBV.

Pressemitteilung B.U.N.D. Leipzig: Stellungnahme Zweckverband Kulkwitzer See

20 Sep

Der Kulkwitzer See ist mit seinen reichlich 40 Jahren der älteste der Bergbauseen an Leipzigs Stadtrand. Man sieht es ihm an. Die nach dem Ende der Kohleförderung neu erstandene Natur zeigt deutliche Spuren  von Übernutzung.

Die Lachen am Fuß der Hochkippe bei Göhrenz, etwa 100 m vom See entfernt, sind in einem desaströsen Zustand. Seltene Kröten, die dort in den 60er Jahren kurz auftauchten, können dort nicht leben. Im Seearm zwischen Campinghalbinsel und Leipziger Ufer gab es ernsthafte Umweltprobleme, aufgrund des Sauerstoffmangels im vergangenem August. Dazu kommen die Abwässer der Dauercamper.

Auch die Orchideen im Pappelwald geraten immer mehr unter Druck. Vorbei die Zeiten als Frauenschuh am Wegesrand wuchs. Das alles mahnt, dringend zu überlegen wie der See nachhaltig so genutzt werden kann, dass auch unsere Kinder und Enkel sich dort in artenreicher und attraktiver Natur erholen und in sauberem Wasser baden können.

Der Kulkwitzer See liegt direkt am Rande Grünaus, gegenüber Markranstädt. Dazu kommen Göhrenz und Miltitz. Insgesamt können mehr als 50 000 Anwohner den See in höchstens einer halben Stunde zu Fuß erreichen. Das liegt schon dicht an der langfristigen Grenze innerhalb derer die Natur die Hinterlassenschaften und Auswirkungen der Besucherströme verkraften kann, ohne dauerhaft Schaden zu nehmen.

Damit das so bleibt, muss Folgendes getan werden:
* Keine Neubauten von Wohn- und Gewerbeimmobilien im Abstand von 300 m vom Ufer entfernt.
* Der See sollte vorrangig den Anwohnern vorbehalten bleiben. Für Touristen gibt es um Leipzig genügend andere Seen, die weiter von den dicht besiedelten Wohngebieten entfernt sind.
* Autoparkplätze dürfen nicht näher als 100 m an das Ufer heranrücken
– Die Halbinsel muss künftig für Camping gesperrt werden, Caravans dürfen dort auch künftig nicht erlaubt werden. Ein eventueller Ersatzcampingplatz muss mindestens 50 m vom Ufer entfernt sein,
Stellplätze für Caravans mindestens 100 m.
* Der Pappelwald und der breite Grünzug am Westufer müssen dauerhaft gesichert werden. Sofortiger Stopp der Pläne, am Markranstädter Ufer Wohnhäuser und Parkplätze zu errichten.
* Alle größeren Eingriffe in die Region im Abstand von 1 km um die Ufer müssen durch die Mehrheit der Einwohner der angrenzenden Wohngebiete mit getragen werden. Dazu sind in den betroffenen
Kommunen Bürgerentscheide durchzuführen. Gegen den Willen einer Bevölkerungsmehrheit ist die Qualität des Naherholungsgebietes Kulkwitzer See und seine Natur nicht zu erhalten.

Das alles erfordert eine enge Kooperation zwischen Markranstädt und Leipzig. Das hat bisher im Zweckverband leidlich funktioniert. Haupthemmnis war die dominierende Orientierung, der mit der
Bewirtschaftung beauftragten Neuseenland GmbH auf Umsatz und damit verbunden zahlende Besucher.

Dabei haben die Verbandsräte systematisch übersehen, dass vieles von dem, was sie heute dem Umsatz opfern, morgen vom Steuerzahler mit dem Mehrfachen zu reparieren ist oder allmählich wegen Übernutzung verkommt. Dann bleiben auch die Gäste weg und die Wohnqualität in Grünau und Markranstädt sinkt.

Nun will die Bürgermeisterin von Markranstädt Frau Radon den Zweckverband verlassen und die Westseite des Kulkwitzer See komplett bebauen lassen, mit einem immensen Schaden für die Umwelt.

Wir fordern, dass der Zweckverband erhalten bleibt. Eine abgestimmte Entwicklung des Sees, so dass intensive Nutzung und Erhalt von Natur und Landschaft zusammen finden, ist nur möglich, wenn Markranstädt und Leipzig ihren gemeinsamen See auch gemeinsam gestalten. In diesem Zusammenhang muss auch über das Geld gesprochen werden: Am Leipziger Ostufer wohnen sehr viel mehr Menschen als am Markranstädter Westufer. Es ist unfair, wenn Leipzig von Markranstädt erwartet, dass dort Wald und Grünland erhalten bleiben und selbst Unterhaltungskosten durch intensive Nutzung zu Lasten der Natur erwirtschaftet werden. Über den Zweckverband muss hier ein Lastenausgleich gefunden werden, der fairer als bisher funktioniert.

Der BUND Leipzig spricht sich ausdrücklich gegen die begonnene Bebauung am Westufer des Kulkwitzer Sees aus, die bereits jetzt einen immensen Schaden für die Natur entfaltet. Die Entscheidung das Westufer zu bebauen war eine Entscheidung gegen den Umweltschutz und damit auch gegen die Bürger. Der BUND Leipzig erwartet, dass sich der oder die neue Bürgermeisterin in Markranstädt klar für Mitbestimmung und für den Umweltschutz ausspricht.

Jürgen Kasek, Vorsitzender B.U.N.D. Regionalgruppe Leipzig

Pressemitteilung LMBV: Erstes Segelboot auf dem Störmthaler See – Weitere Zwischennutzungen

19 Sep

Leipzig/Großpösna. Im ehemaligen LMBV-Tagebau Espenhain wurde am sogenannten Dispatcherturm am Störmthaler See am Vormittag des 18. Septembers 2012 ein erstes Segelboot feierlich eingesetzt.

Die Segelschule „Club Nautique“ habe eine Wasserrechtliche Genehmigung für zwei Jollen erhalten. Sie will mit beiden Booten bis Ende Oktober Schnupper-Segelkurse auf dem Bergbaufolgesee anbieten, sagte die Sprecherin des Leipziger Krystallpalast Varieté Sabine Schön von den Betreibern der Vineta, der schwimmende Kirche mitten im See.

Die Leipziger betreiben die schwimmende Kirche auf dem See und kooperieren nun mit der Segelschule. Auf dem LMBV-Gewässer waren bislang nur eine Fähre und ein Amphibienfahrzeug zugelassen und unterwegs.

Damit haben Segelboote den nächsten gefluteten ehemaligen Tagebau im Landkreis Leipzig erobert. Während sich am Cospudener See bei Markkleeberg schon seit 13 Jahren viele Leipziger und Gäste tummeln, fahren die Schiffe auf dem Störmthaler See noch mit einer Sondergenehmigung. Offiziell ist der See noch nicht für die öffentliche Nutzung freigegeben, da bis zum endgültigen Wasserstand noch rund 80 Zentimeter fehlen. Der Bergbaufolgesee wird bereits seit September 2003 von der LMBV geflutet und wird einmal 733 Hektar groß sein. Er wird damit den Cospudener See um rund 300 Hektar übertreffen. Im Endeinstau wird der Störmthaler See ein Volumen von rund 157 Mio. Kubikmeter Wasser fassen.

Pressemitteilung Stadt Leipzig: Baustart der Anbindung Karl-Heine-Kanal an den Lindenauer Hafen

12 Sep

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, Sachsens Innenminister Markus Ulbig, Halles aktuelle Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados samt Nachfolger Dr. Bernd Wiegand und Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal haben heute gemeinsam den offiziellen Spatenstich zum Baustart der 665 Meter langen Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen vorgenommen.

Die Baumaßnahme, welche die Verlegung von Versorgungsleitungen, Wasser- und Brückenbau sowie Freianlagengestaltung umfasst, kostet insgesamt knapp 9 Millionen Euro. Für die Saison 2015 wird mit dem Abschluss der letzten Pflanzarbeiten gerechnet. Der lang gehegte Wunsch einer Bootsfahrt vom Lindenauer Hafen über die Innenstadt bis zu den Gewässern im Südraum wird damit möglich gemacht.

„Mit der Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen schaffen wir optimale Bedingungen für die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers und für die Marina Leipzig-Lindenau“, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. „Ich bin stolz, dass wir die für die Stadt Leipzig so wichtige Maßnahme nun realisieren können.“

Seit 1998 liefen die Planungen für die Gewässerverbindung vom Karl-Heine-Kanal zum Lindenauer Hafen. Die genehmigten Pläne wurden durch die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 nochmals stark in ihrer Struktur geändert. Von der an einen natürlichen Flusslauf angelehnten Planung wurde eine stärker städtebaulich geprägte Ausformung des Kanalverlaufes entwickelt. Das Aus für Olympia kam, aber die Pläne für die Anbindung blieben bestehen. Das 2005 bis 2007 erarbeitete Wassertouristische Nutzungskonzept Leipziger Neuseenland bestätigte die Notwendigkeit der Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen, den Saale-Elster-Kanal und an die Saale, um tourismuswirtschaftlich national und international punkten zu können.

2008/2009 gab es Gutachterverfahren, die den Gesamtraum des Lindenauer Hafens betrachteten. Der Lindenauer Hafen ist eines der wichtigsten Zukunftsprojekte Leipzigs. Die Idee, den zentralen Bereich des Lindenauer Hafens als lebendiges Stadtquartier zu entwickeln, verfestigte sich. Ebenso die Chance, den nördlichen Teil des Lindenauer Hafens zu einer – im Stadtgebiet Leipzigs unbedingt erforderlichen – Marina mit touristischem und technischem Profil zu entwickeln.

Zwischen 1854 und 1865 hatte Carl Heine zur Verwirklichung des Kanalprojektes rund 92 Hektar landwirtschaftliche Nutzflächen gekauft. Die Errichtung eines Kanals zur Saale sollte der verkehrstechnischen Anbindung der geplanten Industriestandorte dienen. Ein weiterer Grund für den Kanalbau sah Carl Heine in der Gewinnung von rund 300.000 Kubikmeter Sanden und Kiesen, die beim Aushub des Kanalbettes für die weitere Trockenlegung der Grundstücke bei Plagwitz eingesetzt werden konnten. Durch seine Visionen lockte Carl Heine viele Geschäftspartner an, die sich auf seinen trockengelegten Grundstücken ansiedelten.

Pressemitteilung Stadt Leipzig: Freistaat und Stadt schließen städtebauliche Vereinbarung zum Lindenauer Hafen

12 Sep

(Leipzig, 6.9.2012) Mit der Unterzeichnung einer Städtebaulichen Vereinbarung zwischen dem Sächsischen Staatsministerium des Inneren und der Stadt Leipzig hat der Freistaat Sachsen seine Unterstützung des Projektes Lindenauer Hafen bekräftigt.

Leipzig will rund 18 Millionen Euro in die schrittweise Entwicklung des Lindenauer Hafens investieren. Der Freistaat wird bis 2015 Fördermittel in Höhe von rund 2,6 Millionen aus dem Programm Stadtumbau Ost bereitstellen. Zudem ermöglicht er es der Stadt, in diesem Jahre zusätzliche Stadtentwicklungs-Fördermittel bis zu 400.000 Euro zur Revitalisierung von Brachen zu beantragen.

Der nächste, unmittelbar bevorstehende Schritt zur Entwicklung des Hafenareals ist der Durchstich zwischen Karl-Heine-Kanal und Hafen. Diese Gewässerverbindung schafft die Voraussetzung für Investitionen im zentralen Bereich des Hafens und für die Einrichtung des technischen Hafens im nördlichen Bereich, der für den weiteren Ausbau der touristischen Nutzung des Leipziger Gewässernetzes unerlässlich ist.