Pressemeldung Stadt Leipzig: Fototermin – Auensee erhält Frischluftkur

30 Mrz

Der Leipziger Auensee wird ab Mitte der nächsten Woche eine Frischluftkur erhalten. Durch einen Tiefenwasserbelüfter soll das beliebte Gewässer wieder mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Dabei wird das Tiefenwasser über Unterwasserpumpen nach oben gefördert, dort mit atmosphärischem Sauerstoff angereichert und anschließend wieder dem Grund zugeführt.

Der Auensee mit einer Wasserfläche von zwölf Hektar wird ausschließlich von Grundwasser gespeist. Allerdings hat sauerstoffloses und nährstoffbelastetes Grundwasser in den vergangenen Jahrzehnten die Gewässerqualität negativ beeinflusst und das Algenwachstum angeregt. Hinzu kommt die Entstehung von hohen Schlammmengen durch Falllaub. Der Schlamm bedeckt den Grund des einst zehn Meter tiefen Sees mit einer bis zu drei Meter starken Sedimentschicht. Schon ab einer Wassertiefe von circa 2,5 Meter nimmt der Sauerstoffgehalt sprunghaft ab und der Gehalt an toxischem Schwefelwasserstoff zu.

„Aufgrund dieses schlechten Zustandes mussten wir in der Vergangenheit mehrfach kostspielige Notbelüftungsmaßnahmen über mehrere Wochen durchführen“, erläutert Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal. „Mit den jetzt anlaufenden Maßnahmen erreichen wir schon mittelfristig einen besseren Gewässerzustand bei deutlich geringeren Kosten“.

Durch die kontinuierliche Belüftung, die an drei Stellen des Auensees erfolgt, werden die abgelagerten Sedimente am Grund des Sees abgebaut und die Bildung giftiger Gase maßgeblich reduziert. Ein erneutes Fischsterben kann damit ausgeschlossen werden. Die drei Belüftungsanlagen werden, nach entsprechenden Vermessungsarbeiten im See, an drei unterschiedlichen Standorten positioniert. Die Kosten für die Belüftung belaufen sich auf 24.500 Euro im Jahr und werden von der Stadt Leipzig getragen. Vorgesehen ist eine Laufzeit von zunächst zehn Jahren.

Bevor die Tiefenwasserbelüfter eingeschwommen werden, besteht am Dienstag, 3. April, 14:30 Uhr, die Gelegenheit eine Anlage in Augenschein zu nehmen und die genaue Wirkungsweise durch die anwesenden Techniker der Firma Polycon zu erfahren. Inge Kunath, Leiterin des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, wird ebenfalls vor Ort sein und Fragen zur Sanierung des Gewässers beantworten (Treffpunkt siehe Skizze).

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