Archiv | Oktober, 2011

Foto der Woche: Connewitzer Schleuse, 30. Oktober 2011, 20.53 Uhr

31 Okt

Sie hat in diesem Jahr noch nicht viel von dem zeigen können, was in ihr steckt – was aber kam, war ordentlich: die Connewitzer Schleuse. Der Wasserfahrstuhl war nach langer Anlaufzeit im Frühsommer eröffnet worden. Allein in den wenigen Wochen bis zum September sollen schon rund 4000 Boote geschleust worden sein.

Mit der Inbetriebnahme des Bauwerkes hat sich in der Messestadt ein gewaltiger Knoten gelöst: Endlich kann der Gewässerverbund auch in Echtzeit beweisen, dass er nicht nur auf dem Papier eine interessante Idee ist, sondern welch enormes Potenzial für die Messestadt und die umliegenden Kommunen in ihm steckt.

Zunächst aber heißt es in diesen warmen letzten Oktobertagen auch für die Connewitzer Schleuse erst einmal: Schluss mit der Sommerzeit – Vorbereitung auf die ruhigen Tage in der Winterpause. Die Bootsschlangen in den Vorhäfen sind schon lange verschwunden. Auch der Besucherstrom auf der Aussichtsplattform hat deutlich nachgelassen. Am Connewitzer Wehr ist eine mittlerweile unbekannte Ruhe eingekehrt, die wir aus den Tagen vor dem Umbau kennen.

Wir genießen sie und freuen uns dennoch auf die heißen Wochen der Saison 2012, denn durch die Erweiterung zur Schleuse ist dieses Fleckchen Erde jetzt zu einer wichtigen Schnittstelle für eine lebendige Wasserstadt Leipzig geworden. Irgendwann in den nächsten Jahren geht es von hier per Boot nach Wachau, Auenhain, Störmthal oder Zwenkau. Dass es trotz modernster Technik an der Connewitzer Schleuse immer noch am schnellsten geht, wenn man sein Boot einfach umträgt, werden bis dahin sicher auch die Spaßpaddler mit den Verleihkähnen von selbst erkennen.

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Netzwelt Neuseenland: kayser-bootsbau-sachsen.de

30 Okt

Kayser Bootsbau Sachsen ist die Firma des Holzbootsbauers Fritz Kayser-Mosebach. Kayser hat sein Handwerk ab 1979 bei Boots-Herold gelernt. In seinem Büro hängt außerdem ein Meisterabschluss als Elektrotechniker an der Wand, den er 1985 erworben hat.

Seine Werkstatt befindet sich derzeit in Naunhof und soll nach Zwenkau wandern. Unter kayser-bootsbau-sachsen.de sind Informationen zu Neu- und Gebrauchtbooten sowie zu solchen Dienstleistungen wie europaweiten Yachttransport, Bootselektrik, Holzaufbereitung und Winterlager zu finden. Außerdem gelistet: Auskünfte zu Kaysers Ausflug zum Hainer See. Dort ist der Bootsbauer seit diesem Sommer auch mit einem Bootsverleih unterwegs.

www.kayser-bootsbau-sachsen.de

Netzwelt Neuseenland: weinbeisserei.de

30 Okt

Die Weinbeißerei ist ein Restaurant an der Seepromenade des Markkleeberger Sees im Osten der Pleißestadt. Das Lokal ist dienstags bis sonnabends von 18.00 bis 23.00 Uhr und sonntags von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Auf der Speisekarte sind Gerichte wie Barberie-Ente, Pasta-Huhn, Topfenknödel oder gratinierter Ziegenfeta zu finden.

Über die Weinbeißerei und ihre Beziehung zum Markkleeberger See heißt es auf weinbeisserei.de: „Unsere Familie hat über 70 Jahre dieses Auf und Ab und wieder Auf hautnah miterlebt. Wir sind daher stolz, Ihnen nun ein geschmackvolles Restaurant in einer gepflegten Umgebung zu präsentieren. Und mit Absicht und Engagement stammt das Interieur aus unserer Region, ob es die ‚toskanischen‘ Dachziegel sind, die ‚Crinitz‘-Fliesen, die ‚Stölzle‘-Gläser oder das ‚Kahla‘-Porzellan, auf dem wir unsere Speisen zelebrieren.“

www.weinbeisserei.de

Netzwelt Neuseenland: leipzigerleuchtturm.de

29 Okt

Der Leipziger Leuchtturm ist ein Freisitz an der Weißen Elster im Westen der Messestadt. Hinter dem Namen verbirgt sich nach eigenen Angaben ein Bootsanleger im Stadtteildreieck Schleußig, Plagwitz, Kleinzschocher.

Die Betreiber des Leipziger Leuchtturms verstehen das Unterfangen als „Leipzigs einzigen Bootsversorger“ mit Getränken, Speisen und Eis direkt vom Steg ins Boot. Laut Netzseiten fungiere der Garten auch als Heimathafen der MS Weltfrieden.

www.leipzigerleuchtturm.de

Netzwelt Neuseenland: kanu-leipzig.de

29 Okt

Hinter dem Netzauftritt kanu-leipzig.de verbirgt sich die Abteilung Kanu des SC DHfK Leipzig e.V. Die Paddel- und Rudergruppe des Großvereins hat ihren Sitz im Bootshaus Klingerweg an der Weißen Elster. Das heutige Hauptquartier der DHfK-Kanuabteilung wurde einst als Heimstätte für den Ruderverein „Sturmvogel“ errichtet.

Zur jüngeren Geschichte des 100-jährigen des Objektes heißt es bei kanu-leipzig.de: „Nach dem Zweiten Weltkrieg waren im Bootshaus weiter verschiedene Rudervereine beheimatet. Andere Sportarten kamen hinzu. Schließlich gelangte das Haus an den SC DHfK, einen der erfolgreichsten Sportklubs der DDR. Im Bootshaus trainierten Athleten der Sektionen Kanu, Rudern und Kanuslalom. Sie erreichten viele internationale Erfolge. Die Abteilung Kanu des SC DHfK e. V. versucht, diesen vielfältigen Traditionen gerecht zu werden.“

www.kanu-leipzig.de

Neuseenland-Lexikon: „T“ wie „Teilungswehr Großzschocher“

22 Okt

Teilungswehr Großzschocher: Das Wasserbauwerk findet sich im Südwesten der Messestadt knapp zwei Kilometer südlich des Schleußiger Wegs und rund 500 Meter östlich der Küchenholzallee. Die Anlage wurde am Abzweig des Elsterflutbettes von der Weißen Elster errichtet.

Mit der Einrichtung wird die Wasserverteilung zwischen den beiden Flussläufen reguliert. In der Nähe der Teilungswehres befindet sich eine Slalom-Trainingsstrecke des Leipziger Kanuclub e.V. Im Herbst 2011 soll die Anlage mit einer neuen Eintrichtung zum Umsetzen von Booten ausgestattet worden sein.

Dazu hieß es am 11. Oktober aus dem Rathaus: „Heute begannen in Nähe des Teilungswehrs Großzschocher die Arbeiten zum Bau einer Umtragestelle. Der Steg am Elsterflutbett wird durch einen neuen ersetzt, an der Weißen Elster wird ein neuer Steg installiert. Die Maßnahme dient der Verbesserung der wassertouristischen Infrastruktur.“ Als Fertigstellungstermin wurde der 22. November genannt.

Ufersicherung und stufenloser Steg: Neues von Karl Heine´s Kanal

21 Okt

Der Karl-Heine-Kanal ist eine der idyllischsten und damit auch meistgenutzten Wasserstraßen der Messestadt. Seine Ufer jedoch galten lange als Problemzonen. Ob ihr einstmals desolater Zustand tatsächlich nur auf die Wellenbildung oft und schnell vorbeigleitender Herold-Boote zurückging, muss jetzt nicht mehr diskutiert werden. Am 14. Oktober hieß es aus dem Rathaus: „Böschung am Karl-Heine-Kanal erfolgreich saniert – Eröffnung eines behindertengerecht ausgebauten Schwimmstegs“.

Die Sicherung der Böschung sei jetzt weitgehend abgeschlossen, ließ der Stadtsprecher in der zugehörigen Medienmeldung wissen. „Seit 2006 wurden rund 90 Prozent der insgesamt 2,6 Kilometer langen Uferböschungen saniert“ lautete es dazu aus dem Pressebüro des Rathauses. Insgesamt seien rund 1,9 Millionen Euro an den Ufern der Wasserstraße verbaut worden.

Die Gelder dafür seien aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“ und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gekommen. Weiterhin seien sogenannte „Vergabe-AGH“ zum Zuge gekommen. Die Stadt selber habe sich mit einem finanziellen Eigenanteil in Höhe von rund 455.000 Euro beteiligt.

Dass die Wasserstraße im Leipziger Westen mit Beendigung der Ufersicherungsmaßnahmen auch einen barrierefreien Zugang bekommen hat, wurde von den städtischen Medienverwaltern nur in einem Nebensatz erwähnt. „Zum Abschluss der Arbeiten wurde auch am Stadtteilpark Plagwitz ein behindertengerechter Schwimmsteg frei gegeben“, lautete der Kurzkommentar aus dem Rathaus dazu.

Ein Thema, zu dem diesmal in der L-IZ mehr zu erfahren war. Sie hatte den einstigen SPD-Stadtchef und heute als Reporter tätigen Gernot Borris zum Ortstermin geschickt. Ihm verriet Sabine Heymann, dass es schon seit 2008 Pläne für einen solchen barrierefreien Anleger gegeben habe. Zur dahintersteckenden Idee hieß es aus ihrem Wasser Stadt Leipzig e.V.: „Mit diesem Steg wird es Senioren, Behinderten und jungen Eltern mit Kinderwagen deutlich erleichtert, eines der Leipziger Ausflugsboote zu nutzen oder in ein eigenes Ruder- oder Paddelboot zu steigen.“

Seit sich Leipzig als Wasserstadt präsentiert, sei Barrierefreiheit nie ein Thema gewesen, lautete es im selben Beitrag von Rolf Sondershaus vom Leipziger Behindertenverband. Gerade Rollstuhlfahrer seien ihm zufolge so bislang von den wassertouristischen und wassersportlichen Möglichkeiten ausgeschlossen gewesen.

Während die Sache mit dem Steg in der städtischen Pressemeldung nur eine Nebenrolle spielte, wurden die Autoren in ihren Zeilen aber wieder konkreter, als es um die Frage ging, warum die jetzt weitgehend beendeten Ufersicherungsmaßnahmen einstmals eigentlich nötig geworden waren.

Der Stadtsprecher zu den Hintergründen der Böschungssanierung: „Der Karl-Heine-Kanal besitzt neben seiner stadtökologischen Funktion als Biotop und seiner Bedeutung für den Bootstourismus auch eine Verbindungsfunktion aufgrund des parallel zu ihm verlaufenden Radwegs zwischen den Stadtteilen Schleußig, Plagwitz und Lindenau. Die vielerorts steilen Böschungen des Kanals unterlagen in der Vergangenheit einer kontinuierlichen Erosion durch Wellenbildung und den ungeregelten Abfluss von Regenwasser über die Böschungen. Dadurch kam es in den vergangenen Jahren zu einer Versteilung der Ufer, zu Uferabbrüchen und Unterhöhlungen an den Kanalflanken.“

Zur dabei angewandten Technologie teilte das Rathaus schließlich mit: „Um den Erosionsverlauf an den Böschungen zu stoppen, wurden umfangreiche ingenieurbiologische Böschungssicherungsmaßnahmen und Arbeiten zur Ableitung von Regenwasser in Auftrag gegeben. Mit den Arbeiten konnte zum einen die Wasserwechselzone gesichert und zum anderen die ökologische Wertigkeit des Kanals erhöht werden. Dort, wo die Ufer herunter gebrochen und stark unterspült waren, wurden technische und biologische Verfahren (z. B. die so genannte ingenieurbiologische Ufersicherung) angewandt.“ Neben den sofort wirkenden Böschungsstabilisierungsmaßnahmen sorge der „ingenieurbiologische Uferverbau“ durch Röhrichte für eine „hohe biologische Diversität an den Gewässerflanken“.