Odysseus auf Sichtachse: Zuwachs für Penelope am Markkleeberger See

2 Sep

Fünf Jahre alt ist er geworden, der Markkleeberger See am Südende der Messestadt in diesem Jahr. Offiziell gefeiert wird das kleine Jubiläum scheinbar nicht. Aber: Es gab Geschenke. Eines davon ist die Steinskulptur „Odysseus“ am Ostufer des Gewässers. Mit ihr hat die „Penelope“ am Westufer nun ihren gegenüberliegenden Partner gefunden.

Der neue Steinkunstkoloss findet sich unterhalb des Parkplatzes des Ferienparks Auenhain. Eingeweiht wurde er am 31. August. Entstanden ist er im Rahmen des mittlerweile sechsten Steinpleinairs des Markkleeberger Kunstverein e.V.

Zu den Hintergründen des Projektes teilte das Markkleeberger Rathaus am 31. August mit: „Als Künstler zeichneten erneut Marie-Josefin Flechsig und Stefan Zimmermann aus Dresden verantwortlich. Beide hatten im vergangenen Jahr bereits die Figur ‚Penelope‘ am Westufer des Markkleeberger Sees aus Stein gehauen. Ebenso wie die schöne Mytische ist der bärtige Meeresgott aus Cottaer Sandstein. Dieser wurde eigens dafür aus dem Elbsandsteingebirge herangeschafft. Die Bildhauerarbeiten dauerten zwei Wochen.“

Bei beiden Figuren soll es sich scheinbar um Zitate aus der griechischen Mythologie handeln. Zur Beziehung zwischen Odysseus und Penelope heißt es in der Wikipedia: „Penelope ist die Frau des Odysseus und die Mutter des Telemachos. Ihre Eltern sind Ikarios und Periboia. Der Name setzt sich angeblich zusammen aus den griechischen Wörtern πήνη (pēnē = Gewebe) und λέπειν (lépein = abreißen, abschälen).“

Penelope, so die Online-Enzyklopädie weiter, sei das Muster einer treuen Ehefrau gewesen. Während der Irrfahrt ihres Gatten habe sie die zahlreichen Freier zu vertrösten versucht, indem sie vorgab, erst ein Totentuch für ihren Schwiegervater Laertes weben zu müssen. Doch was sie tagsüber webte, habe sie nächtens immer wieder aufgetrennt. Das sei wohl drei Jahre gut gegangen, bis die Dienerin Melantho sie verriet, und die Freier sie beim nächtlichen Treiben überraschten (Odyssee II 93-110; XIX 134-156).

Der neue Odysseus am Markkleeberger See – entstanden ist er nicht nur aus freien Stücken, sondern auch durch tatkräftige Beihilfe aus dem Verwaltungstrakt. Das Rathaus zur Realisierung: „Die Stadt Markkleeberg und der Kulturraum Leipziger Raum haben das Vorhaben finanziell unterstützt. Große Unterstützung erhielt das Projekt auch durch die EGW, die bei der Platzauswahl und der Gestaltung des Umfeldes half.“

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