Archiv | Juli, 2011

Pressemeldung Stadt Leipzig: VOm Stadthafen zum Cospudener See – Kurs 1 offiziell freigegeben

11 Jul

Am heutigen Tag BLAU wurde der wassertouristisch durchgängig nutzbare Kurs 1 von der Außenmole des zukünftigen Stadthafens bis zum Cospudener See offiziell der Nutzung übergeben. Vertreter der Landes- und Kommunalpolitik, der Städte Leipzig, Markkleeberg und Zwenkau, den Landkreisen Leipzig, Landkreis Nordsachsen und der regionalen Wirtschaft nahmen an der offiziellen Freigabe teil. Mit der Inbetriebnahme wurde elf Jahre nach der Eröffnung des Cospudener Sees nun ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Leipziger Neuseenlands geschafft. Nach der vollständigen Flutung des Zwenkauer Sees und der Fertigstellung der Verbindung zwischen dem Cospudener und dem Zwenkauer See wird voraussichtlich ab 2014 der südliche Kursteil bis zum Hafen Zwenkau  ebenfalls befahrbar sein.

„Der Kurs 1 ist der Schlüsselkurs, welcher es den Menschen dieser Region und ihren Gästen erstmals ermöglicht, in unserer neu entstandenen einzigartigen Seenlandschaft auf einer durchgängig befahrbaren Wasserroute von Leipzigs Zentrum zum Cospudener See und zurück zu fahren“, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, der die Wasserstraße gemeinsam mit Staatsminister Sven Morlok an die Öffentlichkeit übergab. „Das Leipziger Neuseenland zeichnet sich durch das Miteinander von neuen Gewässerlandschaften, geschützten Naturlandschaften sowie vielfältigen Stadträumen aus. Endlich ist der „Kurs 1“ des Gewässerverbunds Leipziger Neuseenland zwischen Stadthafen und Cospudener See – über Elsterflutbett, Pleiße, Floßgraben und Waldsee Lauer – mit Muskelkraft durchgängig und ohne Umtragen befahrbar“, führte Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport der Stadt Leipzig, aus.

Zwischen zwei und drei Stunden sollten Paddler und Kanuten für die Strecke zwischen dem Leipziger Stadthafen und dem Cospudener See künftig einplanen, zwei Schleusungen, am Connewitzer Wehr und am Cospudener See, mitgerechnet. Besonders reizvoll: Der elf Kilometer lange Kurs setzt die großen Leipziger Parkanlagen und Gründerzeitvillen in Szene und lässt Wasserwanderer wenig später in die besondere Tier- und Pflanzenwelt des Leipziger Auwaldes eintauchen. Naturschutz steht dabei an erster Stelle: Die Nutzung ist auf Grundlage des Wassertouristischen Nutzungskonzeptes des Leipziger Neuseenlandes für muskelbetriebene Boote und gewässerangepasste Motorboote vorgesehen, welche die Parameter des „LeipzigBootes“ erfüllen und über eine entsprechende Genehmigung verfügen.

Nach dem Probebetrieb in den letzten Wochen wurde am heutigen Tag BLAU auch die Schleuse Connewitz offiziell vom Projektträger LMBV, der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH, an die Stadt Leipzig als Betreiber übergeben. Die Gesamtkosten von rund vier Millionen Euro für die hochmoderne Anlage, in die auch ein Fisch-Kanu-Pass integriert ist, wurden vom Freistaat Sachsen finanziert.

Neuseenland-Lexikon: „C“ wie „Cröbern“

8 Jul

Cröbern: Abgebaggertes Dorf südlich von Markkleeberg-Ost – heute Markkleeberger See. Benachbarte Orte waren unter anderem das ebenfalls abgebaggerte Crostewitz und die noch heute als Markkleeberger Ortsteile bestehenden Dörfchen Wachau und Gaschwitz. Cröbern war in den 60er und 70er Jahren umgesiedelt worden und fiel 1972 mit dem Beschluß zur Kohlepolitik dem Braunkohletagebau zum Opfer. Zuletzt hatte es 1750 Einwohner.

Über die letzten Jahrzehnte des Dörfchens heißt es in der Wikipedia: „Der bis ins 19. Jahrhundert rein bäuerliche Charakter von Cröbern und Crostewitz änderte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts insofern, als in Cröberns Norden und Westen Siedlungshäuser und Villen entstanden.“

Der Online-Enzyklopädie zufolge sei 1967 die Umsiedlung der Bevölkerung von Cröbern und Crostewitz begonnen worden, da die gesamte Fläche im Aufschlussbereiches des Tagebaus Espenhain lag. Die Gebäude seien abgerissen worden und das Gelände überbaggert. Aus der Kirche habe man die wertvolle Friederici-Orgel gerettet. Sie sei seitdem in der Katharinenkirche von Großdeuben zu hören.

Dorfgeschichte im Markkleeberger Online-Archiv:
markkleeberg.de