Pressemeldung Stadt Leipzig: Motorboote dürfen nur eingeschränkt und mit Genehmigung fahren

21 Apr

Motorbetriebene Schiffe und Floße (auch mit Elektromotor) dürfen nur mit einer wasserrechtlichen Genehmigung der Stadt Leipzig als zuständiger Wasserbehörde auf Leipzigs Gewässern fahren. In der Stadt Leipzig sind alle fließenden und stehenden Gewässer im Sinne des § 36 des Sächsischen Wassergesetzes (SächsWG) nicht schiffbar. Einzige Ausnahme ist der Saale-Leipzig-Kanal (ElsterSaale-Kanal) als Bundeswasserstraße.

Bei der Zulassung privater Motorboote in Leipzig wird grundsätzlich auf Elektroantrieb orientiert. Auf dem Cospudener See dürfen kleine Elektromotorboote mit Gel-Akkumulatoren ohne Einzelgenehmigung betrieben werden, weil diese Nutzung mit einer Allgemeinverfügung geregelt wurde. Beim Befahren sind die Verbotsbereiche an der Südspitze, in den Badebereichen, den Uferbereichen mit Schilfbewuchs sowie die Einstiegsstelle für Taucher zu beachten. Zudem sind die Bedingungen und Auflagen der Allgemeinverfügung zu berücksichtigen. Für den Markkleeberger See ist ebenfalls eine Allgemeinverfügung zur Genehmigung von Elektromotorbooten in Kraft getreten.

Die Leipziger Fließgewässer befinden sich teilweise im Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Leipziger Auwald“. Folgende Gewässer bzw. Gewässerabschnitte sind zugunsten des Natur- und Gewässerschutzes generell vom Motorbootverkehr (auch mit Elektromotor) ausgenommen: Mühlpleiße, Parthe, Klei-ne Luppe sowie die Weiße Elster (ab Gefällestufe Hartmannsdorf bis Schleußig, Höhe Antonienstraße und ab dem unteren Elsterwehr). Für den Floßgraben wurden bisher keine privaten Motorboote zugelassen, da hier gegenwärtig und in den nächsten Jahren ein umfangreiches Monitoring der bisherigen Nutzungen und deren eventuellen Auswirkungen auf das Gewässer und sein Umfeld stattfindet. Auf den Fließgewässern können aktuell lediglich wasserrechtliche Genehmigungen von privaten Elektromotorbooten für die Weiße Elster zwischen Palmengartenwehr und Küchenholz (Hüfferstraße), für den Karl-Heine-Kanal, für den Elstermühlgraben, für Elster- und Pleißeflutbett sowie für die Pleiße nach Inbetriebnahme der Connewitzer Schleuse in Aussicht gestellt werden.

Von der Landesdirektion Leipzig wird zurzeit das Verfahren zur Schiffbarkeitserklärung der Gewässer/-abschnitte des wassertouristischen Kurses I (siehe http://www.gewaesserverbund.de) durchgeführt. Sollte die Schiffbarkeitserklärung wirksam werden, ist zu prüfen, welche Einschränkungen diese hat und welche Boote dann (ohne Einzelgenehmigung) fahren dürfen. Für die Seen südlich von Leipzig (außerhalb Leipzigs) ist die Wasserbehörde des Landkreises Leipzig zuständig. Der Störmthaler und der Zwenkauer See stehen für Privatboote noch nicht zur Verfügung. Für den Hainer See hat der Betreiber – die Blauwasser Seemanagement GmbH – eine „Mastergenehmigung“ für 130 Boote beantragt, welche dann an die einzelnen Wassersportler weitergegeben werden soll.

Anträge sind an die für die Gewässer zuständige Wasserbehörde zu senden. Verwendet werden kann ein Formular, welches auf der Internetseite http://www.landkreisleipzig.de unter den Stichpunkten „Landratsamt“, „Aufgaben A-Z“, „Gewässerbenutzungen für Motorboote, Tauchsport und Veranstaltungen“ und „Antragsformular Gewässerbenutzung“ zu finden ist.

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