Kanupark und Anschlussstelle Pleißebad: Neuigkeiten vom Markkleeberger See

8 Apr

Am 4. April wurde am Markkleeberger See der Grundstein für ein neues Kapitel des Gewässerverbundes gelegt. An diesem Montag wurde der Spatenstich für die Kanuparkschleuse am Südostufer gefeiert. Mit ihr soll die Gewässerverbindung zum Störmthaler See komplettiert werden. 18 Monate Bauzeit sind vorgesehen.

Der Wasserfahrstuhl ist für Kanus, Sportboote und Fahrgastschiffe ausgelegt. Vier Meter Höhenunterschied sind zu überwinden. Vorhafen, Anleger und Bootsstege werden als vorgesehene Ausstattungsmerkmale genannt. Am Ende soll das Bauwerk eine Länge von 40 Metern haben. 4,66 Millionen Euro sind für die Baukosten vorgesehen. Der Löwenanteil kommt mit 4,3 Millionen Euro vom Land. 360.000 Euro kommen vom Bund.

Der Baustart hatte sich scheinbar leicht verzögert. „Bedingt durch eine Klage vor der Vergabekammer gibt es einen geringen Bauverzug“ hieß es in einer Pressemitteilung der LMBV. „Optimistischerweise“ gehe man derzeit von einem Bauende Anfang des zweiten Halbjahres 2012 aus.

Realisiert wird das Vorhaben von der „Heilit Umwelttechnik“ GmbH aus Chemnitz. Planung und Bauüberwachung wurden von der „C&E Consulting und Engineering“ GmbH ebenfalls aus Chemnitz übernommen. Die Projektsteuerung geschieht in den Büros der LMBV in der Leipziger Walter-Köhn-Straße. Bauträger ist die Stadt Markkleeberg.

Die einzigen Entwicklungen am Markkleeberger See sind das nicht. Weitere Neuigkeiten für die Saison 2011: Bade- und Sprungplattform am Auenhainer Strand, Drachenboot-Verleih, neuer Belag am Unteren Uferweg Wachauer Strand und eine neue Schutzhütte für die Crostewitzer Höhe.

Außerdem wird ab diesem Jahr am Gewässerverbund mit der Pleiße für den sogenannten „Kurs 5“ gebaut. Der soll sich scheinbar am ehemaligen Pleißebad beginnend durch die Agra schlängeln und „Göselkanal“ heißen. (Anm. d. Red. Januar 2012: Planung für „Kurs 5“ über Kleine Pleiße/Pleißebad mittlerweile verworfen; für die Anbindung an den Markkleeberger See ist jetzt ein eigener Kanal vorgesehen; Baumaßnahme offenbar nur für Auslaufbauwerk)

Mit den Bauarbeiten soll noch im Frühjahr am Nordwest-Ufer begonnen werden. Dazu teilten die Seenbetreiber mit: „Die LMBV baut von Mai 2011 bis April 2012 das notwendige Auslaufbauwerk zur ‚Kleinen Pleiße‘. Durch diese Baumaßnahme kommt es während der gesamten Saison 2011 zu Einschränkungen bei der Nutzbarkeit des Uferrundweges im Bereich westlich des Strandbades in Markkleeberg-Ost.“

Ein letzter Hinweis in Sachen Markkleeberger See 2011 für die Vergesslichen unter uns: Es darf gefeiert werden in diesem Jahr. Das junge Gewässer wird in diesem Sommer fünf Jahre alt. Am 16. Juli 2006 war es, dass der kleine See mit Insel zur Nutzung freigegeben worden war. An Einrichtungen wie Strandcafé und Ferienpark war damals noch nicht zu denken. Selbst der Kanupark war zur Einweihung des Sees noch Quark im Schaufenster. Sein Probebetrieb begann erst im September 2006, die Schlüsselübergabe ging im darauffolgenden November über die Bühne.

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