Archiv | April, 2011

Auftakt mit Ruder und Grill: Am 30. April startet der Bootsverleih am Hainer See

30 Apr

Fritz Kayser hat schon im Februar auf der „Beach & Boat“ angekündigt, dass er in diesem Jahr mit einem Bootsverleih auf dem Hainer See loslegen will. Damals war er noch im Gespräch mit Seenbetreiber Christian Conrad. Jetzt sind die Vorbereitungen abgeschlossen.

An diesem Sonnabend geht es los, vorerst mit Ruderbooten. Wenn die Nachfrage stimmt, muss es dabei nicht bleiben.

Kayser im Februar über seine Pläne für den Bootsverleih am Hainer See: „Wir werden mit Ruderbooten anfangen, dann werden wir sehen, wie das Angebot angenommen wird von der umliegenden Bevölkerung. Es ist auch durchaus vorstellbar, dass wir im kommenden Jahr oder vielleicht in zwei Jahren ein oder zwei Elektroboote einsetzen werden.“

Geöffnet ist die Bootsausleihe donnerstags und freitags von 17 bis 20 Uhr und am Wochenende von 11 bis 20 Uhr. Pro Stunde im Ruderboot ist mit 8,00 Euro an Ausleihgebühren zu rechnen. Für Schwimmwesten ist gesorgt, auch kleine Größen sind vorhanden. Zur Eröffnung am Sonnabend um 11 Uhr darf scheinbar auch mit einem Grill und entsprechendem Zubehör gerechnet werden.

Als Standort wird die Lagune Kahnsdorf angegeben. Sie ist am besten über die Bundesstraße 2 zu erreichen – Abfahrt hinter Espenhain in Richtung Kahnsdorf. Telefonische Informationen gibt es unter (034293) 471470 und (0170) 53 27 084.

http://www.bootsverleih-hainer-see.de/

In Leipzig kaum, im Südraum mit Genehmigung: Das Umweltamt und die Motorbootsituation in der Messestadt

23 Apr

Der Winter ist vorbei, auf den Leipziger Gewässern steigt wieder die Dichte der personenbesetzten Schwimmkörper. Pünktlich zum Saisonauftakt auf Flüssen und Seen stellte das Amt für Umweltschutz jetzt klar: Motorboote dürfen nur eingeschränkt und mit Genehmigung fahren.

Die Behörde teilte am Gründonnerstag mit: „Motorbetriebene Schiffe und Floße, auch mit Elektromotor, dürfen nur mit einer wasserrechtlichen Genehmigung der Stadt Leipzig als zuständiger Wasserbehörde auf Leipzigs Gewässern fahren.“ Gleichzeitig veröffentlichte sie einen Überblick über die aktuelle Zulassungssituation in der Wasserstadt Leipzig und dem Umland.

Grundsätzlich gelte: Alle fließenden und stehenden Gewässer der Messestadt sind im Sinne des § 36 des Sächsischen Wassergesetzes (SächsWG) nicht schiffbar. Einzige Ausnahme: der Elster-Saale-Kanal, weil der eine Bundeswasserstraße ist.

Leute, die sich für eine Lizenz in der Messestadt interessieren, dürfen vormerken: Bei der Zulassung privater Motorboote in Leipzig wird grundsätzlich auf Elektroantrieb orientiert.

Zur Antriebs-Situation auf dem Cospudener See schrieb das Amt: Hier dürfen kleine Elektromotorboote mit Gel-Akkumulatoren ohne Einzelgenehmigung betrieben werden, weil diese Nutzung mit einer Allgemeinverfügung geregelt wurde.

Pressemeldung Stadt Leipzig: Motorboote dürfen nur eingeschränkt und mit Genehmigung fahren

21 Apr

Motorbetriebene Schiffe und Floße (auch mit Elektromotor) dürfen nur mit einer wasserrechtlichen Genehmigung der Stadt Leipzig als zuständiger Wasserbehörde auf Leipzigs Gewässern fahren. In der Stadt Leipzig sind alle fließenden und stehenden Gewässer im Sinne des § 36 des Sächsischen Wassergesetzes (SächsWG) nicht schiffbar. Einzige Ausnahme ist der Saale-Leipzig-Kanal (ElsterSaale-Kanal) als Bundeswasserstraße.

Bei der Zulassung privater Motorboote in Leipzig wird grundsätzlich auf Elektroantrieb orientiert. Auf dem Cospudener See dürfen kleine Elektromotorboote mit Gel-Akkumulatoren ohne Einzelgenehmigung betrieben werden, weil diese Nutzung mit einer Allgemeinverfügung geregelt wurde. Beim Befahren sind die Verbotsbereiche an der Südspitze, in den Badebereichen, den Uferbereichen mit Schilfbewuchs sowie die Einstiegsstelle für Taucher zu beachten. Zudem sind die Bedingungen und Auflagen der Allgemeinverfügung zu berücksichtigen. Für den Markkleeberger See ist ebenfalls eine Allgemeinverfügung zur Genehmigung von Elektromotorbooten in Kraft getreten.

Die Leipziger Fließgewässer befinden sich teilweise im Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Leipziger Auwald“. Folgende Gewässer bzw. Gewässerabschnitte sind zugunsten des Natur- und Gewässerschutzes generell vom Motorbootverkehr (auch mit Elektromotor) ausgenommen: Mühlpleiße, Parthe, Klei-ne Luppe sowie die Weiße Elster (ab Gefällestufe Hartmannsdorf bis Schleußig, Höhe Antonienstraße und ab dem unteren Elsterwehr). Für den Floßgraben wurden bisher keine privaten Motorboote zugelassen, da hier gegenwärtig und in den nächsten Jahren ein umfangreiches Monitoring der bisherigen Nutzungen und deren eventuellen Auswirkungen auf das Gewässer und sein Umfeld stattfindet. Auf den Fließgewässern können aktuell lediglich wasserrechtliche Genehmigungen von privaten Elektromotorbooten für die Weiße Elster zwischen Palmengartenwehr und Küchenholz (Hüfferstraße), für den Karl-Heine-Kanal, für den Elstermühlgraben, für Elster- und Pleißeflutbett sowie für die Pleiße nach Inbetriebnahme der Connewitzer Schleuse in Aussicht gestellt werden.

Von der Landesdirektion Leipzig wird zurzeit das Verfahren zur Schiffbarkeitserklärung der Gewässer/-abschnitte des wassertouristischen Kurses I (siehe http://www.gewaesserverbund.de) durchgeführt. Sollte die Schiffbarkeitserklärung wirksam werden, ist zu prüfen, welche Einschränkungen diese hat und welche Boote dann (ohne Einzelgenehmigung) fahren dürfen. Für die Seen südlich von Leipzig (außerhalb Leipzigs) ist die Wasserbehörde des Landkreises Leipzig zuständig. Der Störmthaler und der Zwenkauer See stehen für Privatboote noch nicht zur Verfügung. Für den Hainer See hat der Betreiber – die Blauwasser Seemanagement GmbH – eine „Mastergenehmigung“ für 130 Boote beantragt, welche dann an die einzelnen Wassersportler weitergegeben werden soll.

Anträge sind an die für die Gewässer zuständige Wasserbehörde zu senden. Verwendet werden kann ein Formular, welches auf der Internetseite http://www.landkreisleipzig.de unter den Stichpunkten „Landratsamt“, „Aufgaben A-Z“, „Gewässerbenutzungen für Motorboote, Tauchsport und Veranstaltungen“ und „Antragsformular Gewässerbenutzung“ zu finden ist.

Ende eines langen Umwegs: Der neue Probsteisteg ist offen

12 Apr

Er hat rund acht Monate gedauert, der Neubau des Probsteistegs südlich des Connewitzer Wehrs. Offiziell ist er noch nicht übergeben, aber er kann schon benutzt werden. Ein weiterer Baustein für den Gewässerverbund mit den Seen im Südraum ist damit fertig.

Der alte Probsteisteg war für dieses Vorhaben nicht geeignet – er war schlicht zu niedrig, als dass Boote mit Passagieren drunter durchfahren könnten. Mit dem Bau der neuen Waldbrücke ist im August 2010 begonnen worden. Auch die damit verbundene Sperrung der beliebten Ost-West-Querung durch den Auwald ist jetzt Geschichte.

Dreißig Meter Weite, zwei Meter Höhe und rund fünf Meter in der Breite, das sind die Eckdaten des neuen Brückenbauwerkes 170 Meter südlich des Connewitzer Wehres. Zu den Baumaßnahmen des neuen Stahlbetonverbundtragwerkes gehörten auch Arbeiten am Umfeld. Dazu zählten laut einer früheren Meldung der Stadt unter anderem Wegebau, landschaftspflegerische Arbeiten zur Uferbepflanzung an der Pleiße sowie die Wiederherstellung beanspruchter Waldwege.

Der Bau des neuen Probsteisteges erfolgte im Rahmen des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung – darf also im Ordner der Paragraph-4-Maßnahmen eingeordnet werden. Die Gesamtkosten von 560.000 Euro wurden vollständig aus Kassen des Freistaates Sachsen bezahlt. Vorhabensträger war in diesem Fall das Kommunale Forum Südraum. Projektträgerin war die LMBV.

Anfang des Monats wurden wegen der Abschlussarbeiten am Neubau die Pegel der Pleiße um fünfzig Zentimeter abgesenkt. Der niedrige Wasserstand war laut gewaesserverbund.de auf den Zeitraum 4. bis 7. April beschränkt. Die Umweltschützer waren trotzdem nicht erfreut. Auch an den Auwaldufern ist schließlich Frühling und damit heftiges Treiben angesagt – die niedrigen Wasserstände haben das gestört.

Kanupark und Anschlussstelle Pleißebad: Neuigkeiten vom Markkleeberger See

8 Apr

Am 4. April wurde am Markkleeberger See der Grundstein für ein neues Kapitel des Gewässerverbundes gelegt. An diesem Montag wurde der Spatenstich für die Kanuparkschleuse am Südostufer gefeiert. Mit ihr soll die Gewässerverbindung zum Störmthaler See komplettiert werden. 18 Monate Bauzeit sind vorgesehen.

Der Wasserfahrstuhl ist für Kanus, Sportboote und Fahrgastschiffe ausgelegt. Vier Meter Höhenunterschied sind zu überwinden. Vorhafen, Anleger und Bootsstege werden als vorgesehene Ausstattungsmerkmale genannt. Am Ende soll das Bauwerk eine Länge von 40 Metern haben. 4,66 Millionen Euro sind für die Baukosten vorgesehen. Der Löwenanteil kommt mit 4,3 Millionen Euro vom Land. 360.000 Euro kommen vom Bund.

Der Baustart hatte sich scheinbar leicht verzögert. „Bedingt durch eine Klage vor der Vergabekammer gibt es einen geringen Bauverzug“ hieß es in einer Pressemitteilung der LMBV. „Optimistischerweise“ gehe man derzeit von einem Bauende Anfang des zweiten Halbjahres 2012 aus.

Realisiert wird das Vorhaben von der „Heilit Umwelttechnik“ GmbH aus Chemnitz. Planung und Bauüberwachung wurden von der „C&E Consulting und Engineering“ GmbH ebenfalls aus Chemnitz übernommen. Die Projektsteuerung geschieht in den Büros der LMBV in der Leipziger Walter-Köhn-Straße. Bauträger ist die Stadt Markkleeberg.

Die einzigen Entwicklungen am Markkleeberger See sind das nicht. Weitere Neuigkeiten für die Saison 2011: Bade- und Sprungplattform am Auenhainer Strand, Drachenboot-Verleih, neuer Belag am Unteren Uferweg Wachauer Strand und eine neue Schutzhütte für die Crostewitzer Höhe.

Außerdem wird ab diesem Jahr am Gewässerverbund mit der Pleiße für den sogenannten „Kurs 5“ gebaut. Der soll sich scheinbar am ehemaligen Pleißebad beginnend durch die Agra schlängeln und „Göselkanal“ heißen. (Anm. d. Red. Januar 2012: Planung für „Kurs 5“ über Kleine Pleiße/Pleißebad mittlerweile verworfen; für die Anbindung an den Markkleeberger See ist jetzt ein eigener Kanal vorgesehen; Baumaßnahme offenbar nur für Auslaufbauwerk)

Mit den Bauarbeiten soll noch im Frühjahr am Nordwest-Ufer begonnen werden. Dazu teilten die Seenbetreiber mit: „Die LMBV baut von Mai 2011 bis April 2012 das notwendige Auslaufbauwerk zur ‚Kleinen Pleiße‘. Durch diese Baumaßnahme kommt es während der gesamten Saison 2011 zu Einschränkungen bei der Nutzbarkeit des Uferrundweges im Bereich westlich des Strandbades in Markkleeberg-Ost.“

Ein letzter Hinweis in Sachen Markkleeberger See 2011 für die Vergesslichen unter uns: Es darf gefeiert werden in diesem Jahr. Das junge Gewässer wird in diesem Sommer fünf Jahre alt. Am 16. Juli 2006 war es, dass der kleine See mit Insel zur Nutzung freigegeben worden war. An Einrichtungen wie Strandcafé und Ferienpark war damals noch nicht zu denken. Selbst der Kanupark war zur Einweihung des Sees noch Quark im Schaufenster. Sein Probebetrieb begann erst im September 2006, die Schlüsselübergabe ging im darauffolgenden November über die Bühne.