Archive | März, 2011

Neuseenland-Lexikon: „C“ wie „Connewitzer Schleuse“

10 Mrz

Connewitzer Schleuse oder Schleuse Connewitz: Wasserfahrstuhl mit Fisch-Kanu-Pass für die Pleiße im südlichen Auewald. 300 Meter südlich des Schleußiger Weges zu finden. Eröffnet im Frühjahr 2011. Entstanden durch Umbau des ehemaligen Connewitzer Wehres. Kosten für die Errichtung: rund 4 Millionen Euro. Betrieb: April bis Oktober. Eine von sieben Baumaßnahmen, die zur Einrichtung von „Kurs 1“ des Touristischen Gewässerverbundes nötig waren.

Weitere Teilprojekte dieser nicht unumstrittenen Wasserverbindung zwischen Stadthafen und Cospudener See waren unter anderem der neue Probsteisteg und die ebenfalls neue Brücke für die S46 westlich von Markkleeberg. Bedenken gab es vor allem, weil „Kurs 1“ auch durch den Floßgraben führt. Das Rinnsal fließt teilweise durch Naturschutzgebiet. Kritiker fürchten ob seiner geringen Tiefe und Breite eine Übernutzung, da neben zusätzlichen Paddelbooten hier jetzt auch LeipzigBoote fahren. Außerdem bestehe die vermehrte Gefahr einer Schädigung empfindlicher Uferbereiche.

Neuseenland-Lexikon: „H“ wie LeipzigBoot „Henriette“

6 Mrz

„Henriette“:  Familien-/Volksvariante des LeipzigBootes. Laut Bootsbauer Reiner Kehr wurde die H. entwickelt, um „privaten Nutzern ein Familien-Boot zur Verfügung zu stellen, das jeder selber fahren kann. Ob er es kauft oder chartert: er kann damit selber fahren.“ Die „Henriette“ könne dem Bootsbauer zufolge führerscheinfrei durch das Leipziger Neuseenland bewegt werden. Kehr: „Hier braucht keiner einen Führerschein, denn die Pflicht besteht nur auf Bundes- und Landeswasserstraßen – die haben wir hier nicht.“

Die „Henriette“ hat eine Länge von 6,80 Meter – inklusive Motor. In der Breite misst sie 2,35 Meter und ist damit etwas breiter als das bisher bekannte LeipzigBoot. Das Wasserfahrzeug kommt mit einer Liegefläche von 1,90 x 1,40 Meter daher und soll Schlafplatz für zu vier Personen bieten. Entwickler Kehr zusammenfassend zur „Henriette“: „Ein offenes motorgetriebenes Fahrzeug mit der Option einer zeltartigen Überdachung, damit ähnlich wie dem Campinggeschehen Übernachtung und Wasserwandern möglich wird.“

In Sachen Antrieb wird auch weiterhin auf emmissionsarme Kraftpakete geachtet. Im Falle der „Henriette“ handelt es sich um einen auf Erdgas umgerüsteten Außenborder mit angeflanschtem Elektromotor. Das Zusatzaggregat wird laut Kehr gebraucht, „um den Floßgraben befahren zu können.“ Als Preis gab der Markkleeberger Bootsbauer auf der „Beach & Boat“ im Februar 2009 rund 65000 Euro brutto zu Protokoll.

www.ranaboot.de