Neuseenland vor dem Umbruch: Christian Conrad und die Seen-Saison 2010

11 Dez

Es wurde viel gefeiert, in diesem Jahr am Cospudener See. Der zehnte Geburtstag des edlen Gewässers hatte sich auf den Plan geschlichen. Christian Conrad war von Anfang an einer der Motoren dieser Entwicklung. Er und seine Mitarbeiter haben unter anderem das Hafendörfchen „Pier1“ erdacht und entwickelt.

Mittlerweile ist er mit seiner „Leipzig Seen“ GmbH auch am Kulkwitzer See aktiv. Wir wollten  vom Seenbetreiber Conrad wissen, wie die Neuseen-Saison 2010 aus seiner Sicht verlaufen ist und was es schon heute für 2011 zu vermelden gibt.

Herr Conrad – Saisonende an allen Ufern, was hat das Jahr 2010 dem Cospudener und dem Kulkwitzer See gebracht?
Conrad: Das Wetter hatte es dieses Jahr nicht so gut mit uns gemeint. Dennoch haben wir vor allem mehr Gäste, die von weiter weg her angereist sind. Das Neuseenland wird mehr und mehr in Deutschland bekannt.

Am Cospudener See feierten wir unser zehnjähriges Bestehen. Zahlreiche Veranstaltungen prägten das Jahr hier. Besonders zu erwähnen sind dabei der BMW-Sailing Cup, das Feuerwerktheater am Festplatz (von der Stadt Markkleeberg organisiert) und das Drachenbootfestival.

Am Kulkwitzer See war das Jahr von der Diskussion über die Wasserqualität geprägt. Das Ergebnis: Der Kulki hat weiterhin das beste Wasser im ganzen Neuseenland. Beinahe Trinkwasserqualität! Und das geprüft. Am Kulkwitzer See haben wir ca. 36.000 Übernachtungen zählen können.

Was wird das Jahr 2011 Neues für den Kulki bringen, was für den Cospudener See?
Conrad: Am Kulkwitzer See werden wir im Winter/Frühling den Campingplatz renovieren, neue Drainagen einbauen und den Kiosk erweitern. Das schafft eine neue Qualität bei den Standplätzen für Zelter und Camper. Am Cospudener See planen wir den Bau weiterer Ferienwohnungen. Wieviel man davon schon in 2011 sehen wird, steht jedoch noch nicht fest. Insgesamt sind ca. 30 neue Ferienwohnungen geplant. Wichtig für den Cospudener See ist etwas, das schon dieses Jahr geplant war: Die Eröffnung der Schleuse in Connewitz und die Öffnung der schiffbaren Verbindung zwischen Cospudener See und Leipzig.

Zehn Jahre Cospudener See sind auch eine Dekade Leipziger Neuseenland, Sie waren von Anfang an dabei – was wünschen Sie sich für die weitere Entwicklung des Cospudener und des Kulkwitzer Sees und die gesamte Seenregion?
Conrad: Ich habe das Gefühl, dass der Umbruch des Neuseenlandes gerade beginnt. Denn jetzt werden die ersten Seenverbindungen fertig. Jetzt zeigt sich, wie das Rechtssystem für die Gewässernutzungen auch im Gewässerverbund funktioniert. Und da sehe ich auch noch viele Reibungspunkte. Die Zulassungsprozedere für Boote, die teils sehr restriktiven Vorgaben der Umweltverbände und Gemeinden werden sich sehr sehr hemmend auf den eigentlich ja gewünschten sanften Tourismus auswirken. Der Kurs 1 zwischen Cospuden und Leipzig wird ein Test für alle Beteiligten. Kommt die Schiffbarkeitserklärung? Welche Boote dürfen fahren? Wie kompliziert ist ein Boot zuzulassen? Hier sind meines Erachtens Landkreis in Verbindung mit der Schifffahrtsbehörde in Dresden gefragt.

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