Neuseenland-Lexikon: „L“ wie „Lindenauer Hafen“

12 Jul

Lindenauer Hafen: Ungenutzter Schiffsanleger im Westteil der Messestadt nördlich der Lützner Straße zwischen Lindenau und Grünau. Baubeginn war 1938. Im Jahr 1943 sind die Arbeiten eingestellt worden. Trotz dass ein großer Teil der Gebäude damals fertig geworden war, ist der Hafen in den 70 Jahren seines Bestehens aber nie entsprechend seiner Bestimmung genutzt worden. Geplant waren dabei zwei große Hafenbecken á 1000 Meter Länge. Entstehen sollte ein Umschlagplatz besonders für die im Westteil Leipzigs ansässigen Industrie-Betriebe. Die errichteten Gebäude werden heute von einer Futtermittelfirma genutzt oder verfallen teilweise.

Das Vorhaben Hafennutzung erlebt aber gerade in den letzten Jahren einen neuen Aufschwung. Seit Frühjahr 2008 wird konkret am nötigen Durchstich zum Karl-Heine-Kanal geplant, denn trotz seines Alters hat der Hafen keine Verbindung zu einem seiner benachbarten Gewässer. Die Pläne dafür entstehen im Büro Häfner/Jiménez. Die Architekten waren unter anderem schon am Entstehen des Grünen Bogens Paunsdorf, der Spandauer Havelpromenade und des Wasserflugplatzes Sedlitz beteiligt.

Nach seinem Umbau soll das Areal voraussichtlich zum Wohnen sowie für touristische und freizeitliche Unternehmungen genutzt werden. Die Wiederbelebung erfuhr im Frühjahr 2011 einen Dämpfer, als die Vergabe von angepeilten Fördermitteln vom Freistaat an eine hohe Zahl von zu schaffenden Arbeitsplätzen gebunden wurde. Mittlerweile wird in der Stadtverwaltung laut über eine Kredit-Finanzierung durch ein Förderprogramm der Europäischen Union nachgedacht.

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