Zehn Jahre Cospudener See: Gemeinsame Erklärung aus Zwenkau, Markkleeberg und Leipzig

25 Apr

Zehn Jahre wird er alt, der Cospudener See im Juni 2010. Am 22. April luden die drei Anlieger-Gemeinden Leipzig, Zwenkau und Markkleeberg zu einem Pressegespräch. Am Nachmittag ließen die drei Städte eine gemeinsame Erklärung folgen. Thema: Zehn Jahre Cospudener See – eine Erholungslandschaft feiert Jubiläum.

„Was hier aus einer von rund 20 Jahren Braunkohlenabbau zu DDR-Zeiten verwüsteten Gegend geschaffen und zur Weltausstellung EXPO 2000 als dezentrales Projekt unter dem Motto „Landschaftsnutzung – Landschaftspflege: Vom Kontrast zum Konsens“ der Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben wurde, ist heute aus dem Südraum Leipzigs nicht mehr wegzudenken“, heißt es in der Erklärung zunächst.

Segler vorm Nordufer des Cospudener Sees.

Zu seinen Anfängen schreiben die drei Verwaltungen weiter: „Der Cospudener See war der erste Bergbaurestsee im schrittweise entstehenden Neuseenland, der einer Nachnutzung zugänglich gemacht wurde. Vorrangig ging es bei seiner Entwicklung um die Wiederherstellung des Naturraumes.“

In zehn Jahren sei hier eine einzigartige Erholungs- und Freizeitlandschaft entstanden, die sowohl Bereiche umfasst, die stärker dem Natur- und Landschaftsschutz gewidmet sind als auch intensiver für Naherholung und Sport genutzte Areale. Mehr als eine halbe Million Gäste würden den See und seine Möglichkeiten mittlerweile pro Jahr nutzen. Die drei See-Gemeinden in ihrer gemeinsamen Erklärung weiter: „Mit seinen Stränden, Gärten, Aufforstungen, dem Rundweg und dem sonstigen Wegenetz, dem Hafen Zöbigker und der Bistumshöhe ist der Landschaftspark Cospuden eine Erfolgsgeschichte, die nicht möglich gewesen wäre ohne die Kooperation der Städte Leipzig, Markkleeberg und Zwenkau und die Zusammenarbeit mit zahlreichen Planungsbüros, Baufirmen, Ämtern und Genehmigungsbehörden, Bergbau-Sanierungsträgern, Sponsoren und Betreibern.“

Von Markkleebergs Baubürgermeister Dr. Philipp Staude heißt es in der Meldung: „Nur wer damals – Mitte der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts – wirklich am Rande dieses großen Loches gestanden und den im Vorfeld des Tagebaus nördlich abgeholzten Auenwald gesehen hat, kann ermessen, welch gigantischen Wandel die Landschaft seitdem erfahren hat, an die wir uns mittlerweile fast als selbstverständlich gewöhnt haben“. Er erinnert in seinen Zeilen auch an die Bürgerinitiative „Stoppt Cospuden“, die 1992 einer der Auslöser für die Einstellung des Tagebaubetriebes war. 1998 hatten die Städte Markkleeberg und Leipzig schließlich große Flächen des Tagebaus und der Ufer erworben.

„Heute“, so Staude, „gibt es hier ein prosperierendes Hafengelände, man kann hier fast alle Wassersportarten betreiben und hat das Gefühl, an einem Urlaubsort zu sein. Zöbigker ist jetzt eine der attraktivsten Adressen im Großraum Leipzig. Wir werden auch weiterhin alles tun, um den Cospudener See für die Besucher noch attraktiver zu machen.“

Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal schrieb in der Meldung: „In den zurückliegenden zehn Jahren wurde intensiv an einer weiteren gewässertouristischen Vernetzung des Leipziger Neuseenlandes gearbeitet.“ Zunehmend kristallisierten sich realisierungsfähige Projekte heraus. Beispiel dafür sei die Verbindung zwischen dem entstehenden Stadthafen Leipzig und dem Cospudener See über den so genannten „Kurs 1“ des Gewässerverbundes.

Rosenthal weiter: „Am 20. August werden wir die erste bootsgängige Verbindung zwischen Leipzig und dem Cospudener See als ‚Tag Blau’ entlang des Wasserlaufs wirkungsvoll in Szene setzen und damit die Palette der Veranstaltungen zum See-Jubiläum bereichern.“ Von diesem Tag an soll es möglich sein, an der dann fertig gestellten Außenmole des Stadthafens an- und abzulegen. Der Anleger soll als „Herzstück des Gewässerverbundes“ schrittweise entwickelt werden.

Schließlich kam in der Erklärung auch Zwenkaus Stadtoberhaupt Holger Schulz zu Wort. „Mit der Fertigstellung des Harthkanales 2013/2014 – der kurzen Gewässerverbindung zwischen Cospudener und Zwenkauer See – wird nicht nur der Schlüsselkurs 1 des Gewässerverbundes in seiner Gänze befahrbar“ betonte er in seinen Zeilen. „Dann werden beide Seen als durchgängiges Areal von rund 14 Quadratkilometer für die Menschen erlebbar. Lag Zwenkau einst in einer bizarren Tagebaulandschaft sprichwörtlich ‚hinter dem Mond’, so entsteht hier heute eine attraktive, bunte Wohn-, Arbeits-, Freizeit und Erholungslandschaft, welche für Leipziger und Gäste aus entfernteren Gebieten sehr gut auf dem Land- und Seeweg erreichbar ist.“

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