Wertvoll für die gesamte Region: Oliver Fritzsche über zehn Jahre Cospudener See

23 Apr

Zehn Jahre Cospudener See, so lautet eines der großen Jubiläen dieses noch jungen Jahres 2010. Eine Dekade erstes geflutetes Tagebaurestloch im Großraum Leipzig – wir wollten von einigen Politikern und Verwaltungsleuten wissen, wie sie die Entwicklung des Gewässers einschätzen. Angefragt waren unter anderem Markkleebergs Oberbürgermeister Bernd Klose und sein Kollege Burkhard Jung aus dem Leipziger Rathaus. Erste Gratulantin war am 12. April die Ex-Landrätin und heutige Landtagsabgeordnete Petra Köpping (SPD). Heute kommt der Markkleeberger Landtagsabgeordnete Oliver Fritzsche (CDU) zu Wort.

Oliver Fritzsche.

Herr Fritzsche, zehn Jahre Cospudener See, was hat der See aus Ihrer Sicht für die Stadt Markkleeberg und den Südraum gebracht?
Fritzsche: Wo vor zwei Jahrzehnten noch Kohlebagger ihren Dienst taten, ist eine fantastische Freizeit- und Erholungslandschaft entstanden. Der Cospudener See zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise den Wandel einer gesamten Region. Er bietet Potential für vielfältige Aktivitäten. Der See ist über die vergangenen zehn Jahre zu einem zentralen Stadtbaustein für Markkleeberg geworden. Die Stadt Markkleeberg ohne den Cospudener See ist kaum mehr vorstellbar. Die rege Nutzung durch Anwohner und Erholungssuchende zeigt die Akzeptanz dieser jungen Kulturlandschaft im Leipziger Südraum.

Die Entwicklung war rasant, es gab aber auch Problemzonen – was hätte aus Ihrer Sicht besser werden können?
Fritzsche: Wenn man sich vergegenwärtigt, wo der Ausgangspunkt der Seenentwicklung liegt, dann wird deutlich, welche Mammutaufgabe mit der Entwicklung des Cospudener Sees durch die Region zu meistern war. Beschleunigt durch die Möglichkeiten der EXPO 2000 war es die Aufgabe aller Akteure im Leipziger Südraum, die Entwicklung des Sees nicht nur zu begleiten, sondern sie aktiv zu gestalten. Unterschiedliche Vorstellungen, Erfahrungen und Interessen mussten in diesem Prozess gebündelt und abgewogen werden. Eine solche Aufgabe ist nicht frei von Konflikt und stellt hohe Anforderungen an die Kommunikation aller Beteiligten. Manche Dinge lassen sich im Vorfeld einer solchen Landschaftsumgestaltung auch nur erahnen und manches Mal zeigt sich erst in der Umsetzung die gesamte Komplexität. Es ist daher insbesondere allen zu danken die den Mut hatten, Dinge zu entscheiden und Entwicklungen auf den Weg zu bringen. Diesen Mut wünsche ich der gesamten Region auch für die Zukunft.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Cospudener Sees?
Fritzsche: Ich hoffe und wünsche, dass es auch in Zukunft ein friedliches Nebeneinander unterschiedlicher Nutzungen und damit Nutzergruppen am See gibt. Mit dem Cospudener See wurde etwas sehr Wertvolles für die gesamte Region geschaffen. Ich hoffe, dass alle beteiligten Akteure – vom Erholungssuchenden, über den Aktivsportler bis zum Gewerbetreibenden – dies anerkennen und entsprechend handeln. Der Cospudener See ist nicht nur ein Geschenk für die Menschen, sondern auch Verpflichtung. Der See ist ein Markenzeichen für Markkleeberg und die Region – er ist unser Markenzeichen.

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