„Beach & Boat“ und neue Seen: Gelungener Messeauftakt mit Seenland-Kongress

19 Feb

Seit Donnerstag rollt sie, die „Beach & Boat“ auf dem Neuen Leipziger Messegelände. Schon am Vormittag war die Halle gut gefüllt. Auch der Seenland-Kongress, der parallel im Messehaus über die Bühne ging, war nicht unterbesetzt. Hier waren sie zusammengekommen, die jene neuen Gewässerlandschaften planen und gestalten, die derzeit in der Lausitz und in Mitteldeutschland entstehen.

Als einer der ersten Gäste des Kongresses war Heiko Rosenthal angereist. Leipzigs Multifunktionsbürgermeister sprach zum Thema Chancen und „Potenziale des Neuseenlandes“. Der ebenfalls als Sprecher des Grünen Ringes Geladene sprach dabei vom möglichen Ziel, die Leute nicht nur für ein oder zwei Tage Kulturstadt zu begeistern. Sein Fazit, kurz bevor es ihn zum Rundgang mit Wirtschaftsminister Morlok zog: „Es gibt zwei große Chancen. Erstens die Kulturstadt. Zweitens die Wasserstadt.“

Nach der Mittagspause ging es beim Kongress um „Vermarktung junger Destinationen“. Eine der Gäste dieses Panels war Tourismusvereins-Sprecherin Sandra Brandt. „Kultur erleben – Das Leipziger Neuseenland“ war das von ihr gewählte Thema. Die Vermarktung neuer Gewässerlandschaften sei „keine leichte Aufgabe“, ließ sie am Eingang ihres Vortrages erfahren. Ins selbe Horn stoßend wie Rosenthal meinte aber auch Brandt: Alleinstellungsmerkmale seien die Seenlandschaft, die Großstadt und die Kultur.

Für die Vermarktung des Neuseenlandes habe man verschiedene „Produktlinien“ entwickelt. Eine wurde „Aktiv und fit“ getauft. Eine weitere bekam den Titel „Spaß und Entspannung für die ganze Familie“ mit auf den Weg. „Kulturgeschichten erfahren“ sei eine weitere Schiene, so Brandt. Beispielhaftes Anwendungsgebiet: die Orgelstraße.

Thematisch würde die Vermarktung der Seenplatte nach außen vor allem an drei Sachgebieten festgemacht. Einmal die Bergbautradition, für die sie stellvertretend die Beispiele Kohlebahn oder Bergbautechnikpark nannte. Schließlich sei auch das ein Teil der Geschichte. Als zweiter Bereich wurden die „Schlösser und Herrenhäuser“ genannt. Für Brandt seien diese Häuser besonders in Verbindung mit „Vineta“ interessant. Brandt: „Das ist ein Produkt, mit dem ich gut in die Werbung gehen kann.“ Weil es einmalig ist.

„2013 wird es hier zur Sache gehen“, sagte Brandt zu jenem Thema, das der dritte thematische Vermarktungsschwerpunkt der nächsten Jahre werden soll. Mittelpunkt dieser Pläne: die Völkerschlacht. Ihr 200. Jahrestag steht ganz oben auf dem Langzeitplan der Vermarkter der neuen Seen. Das allerdings nicht erst seit diesem Jahr.

Für 16.30 Uhr war die letzte Runde des Seenland-Kongresses angesetzt. Angekündigte Gäste waren Landesdirektionschef Walter Christian Steinbach und der Umweltamtsleiter des Landkreises Leipzig, Dr. Lutz Bergmann. Beide waren als Gäste eines Expertengespräches geladen. Thema: „Bootssport als Motor für die Seen-Entwicklung?“

Die „Beach & Boat“ ist noch bis zum Sonntag auf dem Neuen Messeglände zu erleben. Besonders die Leipziger Seeleute sind in diesem Jahr gut ausgerüstet auf dem Messeparkett erschienen. Unter anderem hat Reiner Kehr ein so noch nicht gesehenes LeipzigBoot mitgebracht. Außerdem anwesend: die Mannschaft der MS Cospuden, Boots-Herold, der Kanupark, Bootsbau Kayser, LeipzigSeen GmbH und andere.

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