Neue Harth und Zwenkauer See: Zweckverbandschef Kai Braun im Interview

31 Dez

Die Neue Harth kam nach der alten Harth, ist irgendwo im Niemandsland zwischen Markkleeberg, Leipzig und Zwenkau zu finden, hat irgendwas mit Wald zu tun und muss wohl da sein, wo auch die A38 ist. So oder ähnlich sieht es aus, das Bild des Normal-Leipzigers von diesem neu aufgeforsteten Stück Landschaft im Leipziger Südraum. Dass es schon am Südufer des Cospudener Sees beginnt und seine Lage im Leipziger Neuseenland einmal eine sehr zentrale sein wird, ist dabei nur wenigen bewusst.

Eine ausgehöhlte Kippenlandschaft ist die Neue Harth schon lange nicht mehr. „Wald-Offenland-Seenmix“, so heißt es im Expertendeutsch, was hier in den letzten Jahrzehnten neu entstanden ist. Mittendrin zwei Wahrzeichen, die beide für sich schon bekannter sind, als die Gegend in der sie stehen: die Bistumshöhe am Cospudener See und jene weiter südlich platzierte Erlebnismaschine, die mit dem Namen „Belantis“ groß geworden ist.

„Die Neue Harth ist keine Kippenlandschaft, wo keine Wege durchgehen, sondern eine sehr facettenreiche Landschaft mit Wald, Offenland und Biotopen, die heute schon wie Biotope aussehen“, das sagt Kai Braun, der Geschäftsführer des Zweckverbandes Neue Harth, zu dem was hier in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden ist. Der Diplom-Geograf weiter: „Wir müssen nicht erst warten, bis die Landschaft fertig ist, sondern sie ist teilweise schon mehr als fertig – im positiven Sinne, dass wir also nicht nur den Cospudener-See-Rundweg haben, sondern abseits dieses Weges tatsächlich Räume haben, die entdeckt werden wollen.“

Kurz vor Weihnachten trafen wir ihn in seinem Büro im Leipziger Neuen Rathaus. Zur Sache mit dem ausbaufähigen Bewusstsein in der Öffentlichkeit sagte Braun dabei: „Wo kein Wasser ist, zieht es in der Regel auch wenig Leute hin.“ Ein nüchterner Satz – gesprochen von Kai Braun klingt dabei aber auch der lange Atem des Landschaftsplaners mit. Kaum einer weiß schließlich besser, welches Potenzial in diesem schlummernden Stück Landschaft steckt – mit dem Cospudener See im Norden, dem Zwenkauer See an der Südseite und eben jenem Verbindungskanal in der Neuen Harth, mit dem aus beiden einmal ein großes Ganzes werden wird.

Wo er die Neue Harth und den Zwenkauer See in zehn Jahren sieht, was 2009 im Planungsgebiet seines Zweckverbandes geschah, was 2010 kommen wird, warum er keinen „Kraut- und Rübenladen“ will und was das alles mit einem Architektur-Sommer 2010 zu tun hat, das verriet Kai Braun der L-IZ am 22. Dezember im Audio-Interview.

Größe: 8,18 MB. Länge 8’56“. Download

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