Ins Netz gegangen: Das Leipziger Neuseenland auf Vidotrip

6 Nov

Videos aus dem Leipziger Neuseenland können eine lustige Sache sein. Zum Beispiel, wenn man die Landschaft kennt, und das damit vergleicht, was in manchen darüber erzählt wird. Jüngstes Beispiel: ein Video-Porträt vom Markkleeberger See. Auftraggeber war der Seenverwalter EGW. Sie ist eine Tochterfirma der Stadt.

Nicht alles, was man zu sehen glaubt, ist in diesem Falle aber wirklich der Markkleeberger See. Quasi gratis ein kleines Online-Spiel dazu: „Finden Sie Lippendorf!“ Ein Tipp aus der russischen Propagandafilmschule: am Rand und hinter Büschen suchen.

Sandra Brandt. Abendkulisse auf dem Cospudener See.

Weniger lustig, dafür mit vielen Fragezeichen, ein anderer Streifen, der seit Anfang Oktober bei YouTube zu sehen ist. Als „Kinospot Neuseenland“ wurde er deklariert. Der Absender allerdings war lange unbekannt. Nur im Abspann wird deutlich, dass dieses Video keine Privatsache ist, sondern der Tourismusverein Leipziger Neuseenland e.V. mit am Werk gewesen sein muss. Bei der Klärung der Hintergründe trafen wir auf die Sprecherin des Vereines, Sandra Brandt.

Frau Brandt, warum der Spot bei YouTube – warum wurde die Kommentarfunktion deaktiviert?
Brandt: Der YouTube Kanal wurde lediglich technisch dafür genutzt, um den Spot ohne großen Programmieraufwand auf dem Internetportal leipzigerneuseenland.de zeigen zu können, wo auch eine Möglichkeit zur Abgabe von Kommentaren besteht.

Wer war Auftraggeber?
Brandt: Der Kinospot ist im Auftrag des TV Sächsisches Burgen- und Heideland im Rahmen des Marketingplanes 2009 für das Leipziger Neuseenland erstellt worden. Die inhaltliche Betreuung lag beim TV Leipziger Neuseenland und beim Grünen Ring Leipzig.

Warum wurde auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet?
Brandt: Selbstverständlich wurde die Leistung ausgeschrieben (beschränkte Ausschreibung), insgesamt lagen 4 Angebote vor. Als Vereine sind wir an eine wirtschaftliche Arbeitsweise gehalten, die wir jedes Jahr den Mitgliedern transparent darstellen müssen und die durch die Kassenprüfer und Fördermittelstellen streng kontrolliert wird. Der Auftrag wurde als Leistungspaket zusammen mit der Erstellung eines Filmportraits zum Wassertourismus im Leipziger Neuseenland an die picturesound studios vergeben.

Was soll dieser Spot dem Betrachter eigentlich sagen?
Brandt: Die Botschaft des Kinospots liegt in der Positionierung des Leipziger Neuseenlandes als Wassersport-Kultur-Destination mit einem abwechslungsreichen Angebot. Kinowerbung ist die beliebteste Werbeform der 14- bis 29-Jährigen, der Spot wurde deshalb auf die Bewusstmachung des touristischen Angebotes auf diese Zielgruppe ausgerichtet. Über Geschmack und Gestaltung lässt sich bekanntlich trefflich streiten, was auch ein klassischer Werbeansatz ist, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ansonsten wäre fliegendes Toilettenpapier in der Fernsehwerbung auch nicht zu erklären. Uns liegen zahlreiche positive Rückmeldungen zum Spot vor. Und selbst wenn dazu ebenso viele mit einer anderen Meinung kommen, hätte man werbetechnisch viel erreicht, da der wichtigste Effekt eben ist, dass überhaupt darüber gesprochen wird.

Wo wird dieser Spot eingesetzt?
Brandt: Der Kinospot lief im August in jeweils 3 (nicht zufällig) ausgewählten Kinos in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Durch die Auswertung der Internetzugriffe und der Anfragen an die Tourist-Infos können wir bereits jetzt sagen, dass die Marketingaktionen 2009 ein Erfolg waren. Das Leipziger Neuseenland konnte auch in diesem Jahr wieder steigende Besucherzahlen verzeichnen.

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