Archive | Juli, 2009

Neues Leben mit Campynos Würstchenmobile: Strandhaus am Cospudener See wieder geöffnet

28 Jul

Lange Zeit war es verwaist, das weiße Haus am See, zumindest in seinen Restaurant-Etagen. Jetzt aber scheint neues Treiben eingezogen ins Strandhaus am Ostufer des Cospudener Sees. Nachdem die eigentlich für die Öffentlichkeit gedachten Gebäudeteile fast über ein Jahr nicht genutzt wurden, ist seit Sonntag zumindest in der Strandbar wieder regelmäßiges Leben zu finden. Bleibt abzuwarten, wie lange.

„Die Campyno Cocktailbar und Marcos Würstchenmobile aus Weißenfels werden ab sofort den beliebten Treffpunkt direkt am See wieder bewirten“, heißt es dazu auf den elektronischen Seiten des Seenbewirtschafters LeipzigSeen. Das “engagierte Team“ stehe „mit coolen Getränken, Kaffeespezialitäten, diversen Snacks warm und kalt, Freiberger Pils vom Fass, frisches Obst, Cocktails, Eis und vielem mehr für die Gäste am See bereit.“ Was wir noch nicht wussten: “Von der Terrasse der Strandbar lässt sich ein toller Blick auf den See genießen. Gerne auch aus einer großen Zahl von Liegestühlen.“

Laut leipzigseen.de wird jeweils Montag bis Sonntag von 10:00 bis 19:00 Uhr bedient. Für Feierlichkeiten stehe “auch das Mittelgeschoss mit dem großzügigen Balkon mit traumhaften Seeblick zur Verfügung.“ Dennoch bleiben Besitzer und Betreiber damit weit hinter den Möglichkeiten des Hauses zurück. Zehn Jahre nach der ehrgeizigen Eröffnung als EXPO-Projekt liegt es aber nicht nur an der bösen weil unberechenbaren Zielgruppe, wenn am Ostufer des Cospudener Sees kaum mehr als Imbissbude funktioniert.

LeipzigBoot, Floßgraben, Gewässerverbund: Die drei Probleme des Leo Kasek

11 Jul

Leonhard Kasek ist ein Schwergewicht unter den Leipziger Umweltschützern. Nicht nur, weil er seinen Mund aufmacht. Auch, weil der freiberufliche Soziologe das meist an der richtigen Stelle tut. Kasek ist aber nicht nur Naturliebhaber, sondern auch ein Freund des Leipziger Flossgrabens. Und, weil es auf ihm verkehren soll, vom LeipzigBoot nur mäßig begeistert.

Deutlichster Einwand: die nach unten gerichtete Wellenwirkung macht den empfindlichen Grabengrund kaputt. Kasek geht aber noch weiter. Er bezeichnet das ganze LeipzigBoot als eine Fehlentwicklung. Nicht nur, weil es auf dem Floßgraben nicht fahren kann. Auch, weil es in seiner windempfindlichen Bauart auf den zugigen Folgeseen offenbar nur schwer zu manövrieren ist.

Da beim LeipzigBoot nicht wenige Fördermittel aus EU-Kassen verbaut worden sind, sieht Kasek deshalb ein gehöriges Problem-Potenzial. „Irgendwann kommt die Stunde“ sagt Kasek, wo man „einen Offenbarungseid machen“ müsse. EIne Zeit, von der er denkt, „dass es hier auch Krach geben wird, wegen Fördermittelverschwendung.“ Mehr dazu im Audio-Interview.

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Markkleeberg und der Flächennutzungsplan: Johannes Lichdi und eine kleine Anfrage im Landtag

2 Jul

Anfang des Jahres 2009 gab es in Markkleeberg eine kleine Schlacht um den Cospudener See. Ein Investor wollte ein Golfhotel bauen. Die Stadt hatte lange dazu geschwiegen. Als das Fass dann aber überlief, hagelte es Protest.

Ursächlich für dieses Vorhaben ist ein Eintrag im Flächennutzungsplan. Er sieht am Südost-Ufer scheinbar die Möglichkeit einer solchen Nutzung vor. Das Papier soll jetzt geändert werden. Fraglich nur, welche Version die gültige ist und was letztendlich zur Debatte steht. Der Bündnis-Grüne Landtagsabgeordnete Johannes Lichdi hat deswegen eine Kleine Anfrage in Richtung Landtag geschickt. Er erklärte Radio Neuseenland am 2. Juli, was dabei herauskam.

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