Neue Zukunftsvariante für den Elsterstausee: Stadtrat Grosser und ein neues Konzept

23 Dez

Für die Rettung des Elsterstausees im Leipziger Südwesten ist eine neue Lösungsvariante aufgetaucht. Formuliert wurde sie vom Leipziger Stadtrat William Grosser von Die Linke. Er schlägt vor, das Gewässer als Speicherbecken für die kühnen Vorhaben des Wassertouristischen Nutzungskonzeptes der Messestadt zu nutzen. Das hängt nämlich mit dem Floßgraben an einem seidenen Faden, da der als einzige Wasserverbindung zwischen Stadtgewässern und Neuseenland für Bootsverkehr mitunter zuwenig Wasser führt.

Könnte wieder neue Funktionen bekommen: Elsterstausee.
Mittlerweile komplett trocken gelegt: der Elsterstausee. Foto: Bernd Reiher

Ein Umstand, der sich gerade in den Sommermonaten häuft. Jener Zeit, in der mit besonders hohem Touristenaufkommen wegen des Leipziger Gewässersystemes zu rechnen ist, und der Bach besonders für den Bootsverkehr benötigt wird.

Stadtrat Grosser schlägt jetzt vor, Wasser aus der Weißen Elster hinzuzugeben. Das an sich ist nichts Neues, nur reichen die bei der bisherigen Variante geförderten Wassermengen nicht aus, um auch in trockenen Zeiten eine Schiffbarkeit des Floßgrabens zu garantieren. Grosser setzt genau an diesem Punkt an. Er will den Elsterstausee als Speicher zwischenschalten, um auch in schlechten Zeiten auf ein Wassereservoir für ausreichende Pegelstände zurückgreifen zu können. Nötig wären nur eine Anbindung des Elsterstausees an die Weiße Elster und ein Kanal, der in Richtung Floßgraben führt.

Nebenbei könnte dabei auch die Hartmannschlenke mit neuem Wasser versorgt werden und die Leute aus der Stadtverwaltung müssten nicht mehr fürchten, dass sie wegen deren Zerstörung auf Kollisionskurs mit geltendem EU-Recht sind. Wir erinnern: das Weichholzbiotop Hartmannschlenke ist als so genannter FFH-Raum gesetzlich geschützt. Diverse Eingriffe in den Wasserhaushalt haben aber dafür gesorgt, dass sie seit einigen Jahren großteils trocken gelegt ist. Ein Umstand, der einige Leipziger momentan auf eine Kontaktaufnahme mit den Brüsseler Gesetzteshütern schielen lässt.

Mit seinem Vorschlag hat Stadtrat William Grosser von Die Linke jetzt so etwas Ähnliches wie eine Win-Win-Win-Situation aus dem Ärmel gezaubert. Was dabei genau passieren soll, das erklärte er am 22. Dezember am Radio-Neuseenland-Mikrofon.

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