Frühlingserwachen an Leipzigs Ufern: Im April kehrt auch das “Zierlich Manierlich” ans Elsterbecken zurück

Es herrscht Frühlingserwachen an den Ufern der Messestadt – in einigen Wochen kehrt auch das grüne Kleinod vom Elsterbecken zurück. Anfang April könnte das „Zierlich Manierlich“ wieder an der Ost-Seite des Palmengartenwehres zu finden sein, ließ Betreiberin Rebecca Maria Salentin uns am 15. März auf Anfrage wissen.

In der Winterpause scheint es für die Belegschaft des urigen Kiosks an Arbeit nicht gefehlt zu haben. Zur Erinnerung: Im Herbst gab es eine derbe Einbruchsserie. Dabei sollen die Eindringlinge nicht gerade zimperlich mit dem „Zierlich Manierlich“ umgegangen sein. Weil der schöne Zirkuswagen ziemlich gelitten haben muss, gab es viel zu reparieren.

Viel Neues gebe es in diesem Jahr aber nicht, so Salentin in ihren Antwortsätzen schließlich. Daher an dieser Stelle noch einmal das erste Interview mit der Sommerwirtin, das im Frühjahr 2009 entstand, kurz nachdem sie und ihr Zirkuswagen das erste Mal am Elsterbecken aufgetaucht waren.

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Frühlingserwachen zwischen Stadthafen und Neuseenland: LeipzigBoot nimmt wieder Fahrt auf

Ebenfalls in den Startlöchern für die neue Saison: Die Bootsmänner der Ranaboot GmbH – also des LeipzigBootes. Reiner Kehr und Kollegen seien ab Anfang April wieder auf den messestädtischen Flüssen und Seen unterwegs, hieß es am 15. März 2012 auf den elektronischen Seiten der Kapitäne.

Die messestädtischen Seefahrer teilten dabei mit: “Nach umfangreichen Veränderungen an unseren beiden Booten sind wir startklar für die neue Saison 2012. So es das Wetter und die Wasserstände gestatten, werden wir ab 1. April 2012 wieder Fahrten anbieten.”

Im April seien die Schleusen nur von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr betriebsbereit, hieß es auf ranaboot.de weiter. Daher müsse die Neuseenlandtour vorerst schon 9.30 Uhr beginnen. Beginn der Rückfahrt ab “Pier 1″ sei dabei um 13.00 Uhr. Der Grund laut Ranaboot: “Damit in jedem Fall die letzte Schleusung sicher gestellt ist.”

Ab Mai seien die Schleusen wieder bis 18.00 Uhr in Betrieb, dann beginne man mit den bekannten Abfahrtszeiten 10.00 Uhr ab Stadthafen und 14.00 Uhr Abfahrt ab “Pier 1″. Reservierungen seien ab sofort unter (0341) 480 3830 oder kontakt@ranaboot.de möglich.

www.ranaboot.de

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Zwenkauer See-Notizen: Hafenfest im Mai und MS Santa Barbara zukünftig auch als Fähre

Es gibt Neuigkeiten vom Zwenkauer See. Die MS Santa Barbara soll ab diesem Jahr auch als Fähre agieren. Außerdem ist der Termin für das dritte Hafenfest bekannt gegeben worden. Wann der Transfer-Service gestartet werden soll, scheint noch unklar. Um Fahrradstellplätze und einen behindertengerechten Zugang zu bieten, werde das Passagierschiff derzeit leicht umgerüstet, hieß es am 14. März von Eigner Andreas Hipp in der LVZ.

Ebenfalls wenig konkret ist derzeit auch noch die Informationslage zur Molenparty am zukünftigen Zwenkauer Schiffsanleger. Fest steht bisher offenbar nur, dass das diesjährige Seepromenadenfest in der Mitte des Wonnemonats am Wochenende vor „Himmelfahrt“ gefeiert werden soll. Über die Inhalte hüllen sich die Organisatoren noch in Schweigen. Zu den Vorbereitungen hieß es am 15. März 2012 auf zwenkau.de lediglich: „Drei Jahre ist das erste Hafenfest am Kap Zwenkau her. Damals noch auf dem Trockenen und ohne Hafen. Zum dritten Hafenfest am 13.05.2012 wird das ganz anders. Hafen, See und Wassersport – lassen Sie sich überraschen.“ Mehr Informationen würden rechtzeitig unter zwenkauer-see.com oder auf der Zwenkauer Homepage zu finden sein.

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Netzwelt Neuseenland: kletterwald-leipzig.de am Albrechtshainer See

Hinter kletterwald-leipzig.de verbergen sich die Freizeitanlagen am Albrechtshainer See. Am mittlerweile zur Stadt Naunhof gehörenden Gewässer sind neben den Ast-Parcours auch ein Baumhaus, ein Tipidorf, ein Campingplatz und eine Ufergaststätte mit Freisitz zu finden.

Die Zelt- und Wohnwagen-Abteilung des Kletterwaldes am See befindet sich direkt am Ufer und ist mit mehreren Bungalows sowie ebenfalls einem reichen Baumbestand ausgestattet. Neben der Terrasse mit Kamin gibt es an der daran angrenzenden See-Gaststätte auch einen in das Gewässer führenden Steg.

Betreiber des Geländes ist laut Impressum auf kletterwald-leipzig.de die Firma „Adventure GbR“ von Steffen Cramer und Karsten Möller. Die Organisatoren über ihr Wipfelprojekt: „Direkt am Albrechtshainer See laden auf einer Fläche von zirka zwei Hektar elf Parcours mit über 80 Kletterelementen zu Erlebnis, Spaß und Spannung ein. Egal ob Groß oder Klein: Hier erlebt die ganze Familie ein unvergessliches Abenteuer in freier Natur. Jeder kann beim Klettern in den Baumwipfeln seine Geschicklichkeit und Mut beweisen.“

Cramer und Möller über die Zelt- und Mobilheim-Abteilung ihres natur- und autobahnnahen Freizeitparks: „In unmittelbarer Nähe zum Albrechtshainer See und dem Kletterwald befindet sich unser Campingplatz. Für diejenigen, die lieber ein festes Dach über dem Kopf haben, stehen unsere beiden Bungalows ‘Lasse’ und ‘Frieda’ zum Übernachten bereit.“

Die Lauben werden für 25,00 Euro pro Nacht vermietet. Für einen Caravan werden 6,00 Euro pro Nacht berechnet; ein Zelt schlägt mit 3,50 Euro zu Buche. Kähne sind ab 3,00 Euro pro Stunde zu haben. Zu diesem Angebot heißt es von den Verwaltern lediglich: „Gleich neben dem Campingplatz und dem Kletterwald befindet sich ein Ruderbootverleih.“

Dessen Öffnungszeiten seien identisch mit denen des Kletterwaldes – also zwischen Ende März und Ende Oktober freitags von 13.00 bis 19.00 Uhr, wochenends, an Feiertagen und in den Ferien von 10.00 bis 19.00 Uhr. Touren durch die Bäume des Kletterwaldes kosten 9,00 Euro pro Kind oder 15,00 Euro für Erwachsene. Es wird unbedingt um Vorreservierung gebeten.

www.kletterwald-leipzig.de

Neuseenland-Lexikon: “A” wie “Ammelshainer See” samt Kiesgrube Naunhof

Autobahnsee Ammelshain/Ammelshainer See und Kiesgrube Naunhof: Gewässer zwischen Autobahn 14 und Naunhof im Südosten der Messestadt Leipzig. Entstanden scheinbar ab 1936 durch den für die Entstehung der vierspurigen Fernroute zwischen Leipzig und Dresden nötigen Kiesabbau. Der A. ist auch als „Moritzsee“ bekannt. „Grillensee“ hingegen hat sich als Beiname für die angrenzende Kiesgrube durchgesetzt. Beide Seen sind lediglich durch einen rund 100 Meter breiten Waldstreifen voneinander getrennt.

Über den A. und die benachbarte Kiesgrube Naunhof heißt es bei mitteldeutsche-seenlandschaft.de: „Die aus der Gewinnung der umfangreichen Kies- und Sandlagerstätten im Westteil des Muldentalkreises hervorgegangenen Standgewässer bilden gerade an heißen Sommertagen seit Jahrzehnten beliebte Anziehungspunkte für Badegäste und Sonnenanbeter aus dem weiteren Umkreis. Dazu tragen ihre exzellente Verkehrsanbindung über die Autobahn A14, die vorzügliche Wasserqualität und ihre Einbettung in ein ausgedehntes Waldgebiet maßgeblich bei.“

Die Größe des Ammelshainer Sees wird mit 53 Hektar beziffert; die Oberfläche der Kiesgrube Naunhof soll 35 Hektar betragen. Die Gewässerverwalter von mitteldeutsche-seenlandschaft.de über die Nutzungsmöglichkeiten: „Während der Ammelshainer See bereits seit längerem komplett für Freizeit und Erholung verfügbar ist, trennt im Naunhofer See derzeit noch eine Bojenkette die Erholungsstrände von den Bereichen mit laufender Nassauskiesung.“ Deren Ende sei allerdings absehbar. Laut Anglerverband Leipzig soll die Kiesgrube ab Juni 2012 zum Angeln freigegeben sein.

Am direkt an der Autobahnabfahrt Naunhof gelegenen Ammelshainer See gibt es laut Karte mehrere Badestellen, zwei Parkplätze und einen Surfbereich. Größte Einrichtung an der Kiesgrube Naunhof ist das Freizeit- und Begegnungszentrum „Haus Grillensee“.

Neuseenland-Lexikon: “W” wie “Wasserschlange”

Wasserschlange: Zukünftiges Teilstück des „Kurs 5“, mit dem eine Gewässerverbindung zwischen Pleiße und Markkleeberger See hergestellt werden soll. Der sich derzeit noch in Planung befindliche Kanal soll einmal eine Länge von einem reichlichen Kilometer haben und nach bisherigen Auskünften im südöstlichen Teil des Landschaftsparks „Agra“ entstehen. Die Anbindung an den Markkleeberger See scheint an der Nordwest-Spitze des Gewässers vorgesehen. Wo genau ist derzeit allerdings noch unklar – in den bisher veröffentlichten Verwaltungs-Dokumenten gibt es unterschiedliche Angaben.

Einmal realisiert, wäre mit der Wasserschlange rein theoretisch eine Gewässerverbindung vom Stadthafen bis zum Störmthaler See vorhanden. Um sie auch durchgängig schiffbar zu gestalten, müssten aber noch einige Stromschnellen im Pleiße-Bereich zwischen Wildpark und Markkleeberg gezähmt werden. Ein Selbstversuch im Sommer 2011 hat ergeben: Derzeit gibt es hier ob der Kraft des Flusses für Paddler und Kanuten auf dem Wasser kein Durchkommen in Richtung Süden.

Welche Pläne es diesbezüglich seitens der Gewässer-Vordenker gibt, ist noch in Erfahrung zu bringen. Zum vorgesehenen Kurzkanal und dem damit nötigen, derzeit ebenfalls noch in Planung befindlichen, Wasserfahrstuhl „Möncherei-Schleuse“ heißt es jedoch schon heute beim Grünen Ring: „Verbunden wird der Markkleeberger See mit der Pleiße und damit dem Leipziger Gewässersystem über die Markkleeberger Wasserschlange, eine neue, 1,4 Kilometer lange Gewässerverbindung. Sie schlängelt sich von der neuen Möncherei-Schleuse um alte Eichengruppen durch die wiesengeprägte Kulturlandschaft der Möncherei. Nach jedem Bogen werden immer wieder weite Blicke in diese einzigartige Landschaft freigegeben.“

Die „Möncherei-Schleuse“ an der Mündung zur Pleiße soll dabei einen Höhenunterschied von 3,87 Meter zwischen Fluss und Markkleeberger See überwinden helfen. Könnten die geplanten Zeitabläufe eingehalten werden, so die Landschaftsentwickler schließlich, „wird dieses Vorhaben 2014/2015 realisiert“.

“Beach & Boat” 2012: Bernd Herold über Neuigkeiten aus der Antonienstraße, die Messe und die Entwicklung der Wasserstadt in den letzten fünf Jahren

Die Wassersportmesse „Beach & Boat“ ist seit vier Jahren auch eine gute Gelegenheit, kurz vor der Saison mit einigen Leipziger Wasserakteuren ins Gespräch zu kommen. Bisher bei jeder Ausgabe über das Radio-Neuseenland-Mikrofon gestolpert ist Bernd Herold vom alteingesessenen Leipziger Bootshaus Herold in der Antonienstraße.

Dieses Jahr haben wir ihn am Abend des Messe-Donnerstags kurz vor der Rückfahrt in seinen Laden im Leipziger Westen erwischt. Seine Einschätzung zur Entwicklung der Saisonauftaktschau „Beach & Boat“: Die Ausstellung sei bisher jedes Jahr gewachsen, wenngleich es am ersten Messetag in diesem Jahr ruhiger zuging als in den Ausgaben zuvor.

Ende 2007 haben wir das erste Mal mit dem Leipziger Bootsmann gesprochen – seitdem gibt es mindestens ein Interview mit ihm pro Jahr bei radioneuseenland.de. Zur Frage, wie sich das Leipziger Seenland aus seiner Sicht in den letzten fünf Jahren entwickelt habe, bestätigte er im Februar 2012: „Es ist sehr viel passiert.“ Dass der Zuspruch und das Interesse der Leipziger am Wasser gewachsen sei, zeige sich bei ihm auch am Verkauf von Paddelbooten. „Stark gestiegen“, so Herolds kurze Einschätzung dazu.

Wachsend ist auch sein eigenes Angebot in der Antonienstraße. Zur Frage, was es 2012 Neues im Hauptquartier an der Elster geben wird, erklärte Herold: „Unsere Parkplatzerweiterung nähert sich ihrem Ende. Die Saison startet mit einem großen Freisitz und wahrscheinlich einem neuen Anleger für die Paddler.“

Zum Auftakt der Freiluftjahreszeit wird es vor seinem Bootshaus auch in diesem Jahr wieder einen Gebrauchtbootmarkt geben. Termin ist der 14. April. Herold über das Anliegen des Festes: „Da werden von privat an privat Boote getauscht, verkauft, gehandelt. Wir stellen auch noch Boote mit hin. Das ist praktisch wie eine Saisoneröffnung mit Grill und viel Spaß.“ Mehr von ihm im ganzen Audio-Interview.

“Beach & Boat” 2012: Jörg Albrecht über Solarantriebe auf dem Wasser, Skepsis, das LeipzigBoot und seinen “Aquakart”

Die vierte Ausgabe der Leipziger Wassersportmesse “Beach & Boat” ist Geschichte. Knapp 15.000 Besucher sollen in diesem Jahr an den Eingängen gezählt worden sein. Einer der Aussteller war der Diplom-Ingenieur Jörg Albrecht. Wir haben mit ihm am Messe-Donnerstag über Solarantriebe auf Booten, die Skepsis gegenüber Elektro-Antrieben und seine Rolle bei der Entwicklung des LeipzigBootes gesprochen.

Albrecht war mit einer eigenen Boots-Konstruktion namens “AquaKart” angereist und hat in Vorträgen über Sonnenstromantriebe in Wasserfahrzeugen aufgeklärt.

Im Gespräch mit ihm ging es unter anderem um die Frage “Wie ist der Stand der Entwicklung bei Solarantrieben im Schiffsverkehr?” Albrecht: “Die Solartechnik auf Booten ist schon relativ weit fortgeschritten, aber das Nonplusultra ist noch nicht erreicht.” Potenziale gäbe es unter anderem bei der Anordnung der Solarmodule und durch weitere Optimierung der Antriebe.

Angesichts der noch immer gegenüber Elektroantrieben auf dem Wasser herrschenden Skepsis und woher diese rühren könnte, sagte der Solarpionier auf der Leipziger Messe: “Das ist die Erfahrung. Die konventionellen Bootsbesitzer haben die Erfahrung gemacht, dass ihr Motor läuft. Insbesondere sehen sie bei den Elektroantrieben, dass die sehr geringe Leistungen haben und das bringen die meisten nicht zueinander. Die verstehen nicht, warum man mit einem Elektroantrieb mit geringer Leistung genauso schnell fahren kann, wie mit einem konventionellen Antrieb mit sehr hoher Leistung.”

Mehr von Jörg Albrecht im kompletten Audio-Interview. Neben Solarantrieben und LeipzigBoot geht es auch um seinen ersten Eindruck von der jungen Leipziger Wassersport-Messe “Beach & Boat”. Länge 6 Minuten 22 Sekunden. www.solarship.de

“Beach & Boat” 2012: Fritz Kayser-Mosebach über Brennstoffzellen für Neuseenland, Zwenkau und den Hainer See

Zum vierten Mal ging sie vom 16. bis zum 19. Februar 2012 auf dem Neuen Leipziger Messegelände über die Bühne, die junge Wassersportmesse „Beach & Boat“. Wir haben auch in diesem Jahr den Eröffnungstag für einen Rundgang mit Reporter-Rüstzeug genutzt. Herausgekommen sind einige Interviews mit Bootsentwicklern und Seenland-Gestaltern. Unter anderem mit dem Leipziger Bootsbauer Fritz Kayser-Mosebach.

Kaysers Werft ist momentan noch in Naunhof beheimatet. Irgendwann in den nächsten Jahren soll sie an den Zwenkauer See verlagert werden. Im Herbst 2013 könnte es soweit sein, erklärt Herolds letzter Holzbootsbaulehrling im Interview. Dann könnte der Bau abgeschlossen werden, der im Jahr 2012 begonnen werden soll.

Gefertigt werden soll in diesem neuen Bootshaus am neuen See unter anderem auch ein extra für das neue Leipziger Seengebiet entwickeltes Motorboot. Der Clou: Das schicke Holzschiff wird von einem Elektro-Außenborder über den See geschoben, der wiederum seine Energie aus einer Brennstoffzelle bezieht.

Als Aggregat kommt eine Stromturbine von „Torqueedo“ zum Einsatz. 100.000 Euro seien laut Kayser bisher in die Konstruktion des Prototypes geflossen. Der Verkaufspreis könnte sich bei 50.000 Euro einpendeln. Auch eine Variante als reines Elektroboot ohne Wasserstoff-Generator scheint vorgesehen. Monetäres Zielgebiet dafür: runde 20.000 Euro.

Im kompletten Audio-Interview mit dem Bootsbaumeister geht es auch um seine Vorhaben am Hainer See. Dort hatte Kayser im letzten Jahr begonnen, Paddelboote zu verleihen. Dass es dabei zu regelmäßigen Besucheranstürmen gekommen wäre, war seinen Worten allerdings nicht zu entnehmen. „Der Hainer See hat sich nicht so entwickelt, wie wir uns das erhofft hatten“, so Kayser im Gespräch. Das Gewässer liege halt doch eher ein bisschen abseits. Daher dort in diesem Jahr ein zweiter Testlauf mit geändertem Angebot und neuen Öffnungszeiten. Bei schönem Wetter könnte es im April losgehen. Im Herbst werde man dann sehen, wie es weitergeht.

Das Kaysers Einschätzung übrigens zum Werden der „Beach & Boat“: „Die Messe hat sich aus unserer Sicht wirklich gut entwickelt.“ Sie sei zur wichtigsten regionalen Schau für die neuen Seenländer in der Lausitz und rings um Leipzig geworden. Auffällig gewesen sei bei der vierten Ausgabe vor allem ein wesentlich breiteres Angebot an Segelbooten. Mehr im kompletten Audio-Interview.

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Kurznotiz: “Beach & Boat” 2012 – erster Messetag

Seit Donnerstag und noch bis Sonntag wird auf dem Neuen Messegelände die vierte Ausgabe der Wassersportmesse „Beach & Boat“ gefeiert. Das Besucheraufkommen am ersten Tag war übersichtlich. Das allerdings war auch bei den drei vorherigen Ausgaben nicht anders. Der Donnerstag ist eben ein Arbeitstag. Die großen Besucherströme rollen am Wochenende. Dann, wenn auch auf der großen gleichzeitig stattfindenden Rahmen-Messe „Haus Garten Freizeit“ die Bude brummt.

Welches Zeugnis das für das maritime Interesse der Leipziger ist, muss an anderer Stelle bewertet werden. Fakt aber ist: Durch die nur teilgefüllten Gänge war an den Ständen viel Zeit für ausgedehnte Gespräche. Dadurch zeigte sich die „Beach & Boat“ wieder von jener Seite, für die wir sie seit ihren Anfängen lieben: Als Klassentreffen der Neuseenlandgestalter und damit prall gefülltes Wissensbecken, dem man die Informationen nur noch abschöpfen muss. Unsere Angel bestand aus Notizblock und Mikrofon.

Entstanden sind beim diesjährigen Messebesuch unter anderem wieder Interviews mit Bernd Herold und Fritz Kayser-Mosebach. Der Bootsmann aus der Antonienstraße wurde unter anderem zu seiner Sicht auf die letzten fünf Jahre der Entwicklung der Wasserstadt Leipzig befragt. Kayser-Mosebach beschrieb sein Brennstoffzellenboot, das er für das Leipziger Neuseenland entwickelt hat und er auch auf der Messe bestaunen lässt. Außerdem berichtete er vom aktuellen Stand der Dinge seiner Aktivitäten in Zwenkau und am Hainer See.

Ebenfalls gesprochen haben wir mit Jörg Albrecht. Der Solarboot-Pionier vom Berliner Ingenieur-Büro “Techno Consult” war und ist auf der Messe mit einer eigenen Konstruktion und Vorträgen zu alternativen Bootsantrieben zu erleben. Im Gespräch mit ihm ging es um die Frage, warum alternative Antriebe trotz explodierender Spritpreise, Motorenlärm und Dieselrußerei bei den konventionellen Arten es immer noch so schwer haben, sich durchzusetzen. Nebenbei kam heraus, dass auch Albrecht in grauer Vorzeit an der Entwicklung des LeipzigBootes beteiligt war. Das Interview mit ihm wird wie die anderen im Nachgang zur Verfügung gestellt.

Was es noch Neues gab am ersten Tag der „Beach & Boat“ 2012? Natürlich: Die Potenzialanalyse für die Machbarkeit eines kompletten Elster-Saale-Kanales wurde vorgestellt. Präsentiert wurde sie am Nachmittag beim Seenland-Kongress. Das völlig unerwartete Ergebnis: Ja, eine Realisation kostet viel Geld. Aber einmal umgesetzt würde dieses Projekt ein beachtliches Tourismus-Potenzial für ganz Mitteldeutschland mit sich bringen. Näheres wird sicher den Edelfedern der Tagespresse-Redaktionen zu entnehmen sein.

Auf der eigentlichen Messe waren ansonsten erstaunlich viele altbekannte Aussteller-Namen zu sehen. Frage daher: Lohnt sich ein Besuch der „Beach & Boat“ 2012 überhaupt? Die Antwort lautet dennoch: „Unbedingt“. Wenn das maritime Bewusstsein der Leipziger momentan noch hinkt – dann wird es Zeit, aufzuwachen. Die Messemetropole erlebt derzeit einen enormen Wandel hin zu einer Wasserstadt. Von den dahintersteckenden gewaltigen Triebkräften auch nur einen Hauch zu erkennen, dafür kann diese Schau eine perfekte Plattform sein – wenn man sich nicht vom bunten Trubel auf dem „Beach & Boat“-Pool ablenken lässt.

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