Neuseen-Lexikon: “W” wie “Wasserschlange”

Wasserschlange: Zukünftiges Teilstück des „Kurs 5“, mit dem eine Gewässerverbindung zwischen Pleiße und Markkleeberger See hergestellt werden soll. Der sich derzeit noch in Planung befindliche Kanal soll einmal eine Länge von einem reichlichen Kilometer haben und nach bisherigen Auskünften im südöstlichen Teil des Landschaftsparks „Agra“ entstehen. Die Anbindung an den Markkleeberger See scheint an der Nordwest-Spitze des Gewässers vorgesehen. Wo genau ist derzeit allerdings noch unklar – in den bisher veröffentlichten Verwaltungs-Dokumenten gibt es unterschiedliche Angaben.

Einmal realisiert, wäre mit der Wasserschlange rein theoretisch eine Gewässerverbindung vom Stadthafen bis zum Störmthaler See vorhanden. Um sie auch durchgängig schiffbar zu gestalten, müssten aber noch einige Stromschnellen im Pleiße-Bereich zwischen Wildpark und Markkleeberg gezähmt werden. Ein Selbstversuch im Sommer 2011 hat ergeben: Derzeit gibt es hier ob der Kraft des Flusses für Paddler und Kanuten auf dem Wasser kein Durchkommen in Richtung Süden.

Welche Pläne es diesbezüglich seitens der Gewässer-Vordenker gibt, ist noch in Erfahrung zu bringen. Zum vorgesehenen Kurzkanal und dem damit nötigen, derzeit ebenfalls noch in Planung befindlichen, Wasserfahrstuhl „Möncherei-Schleuse“ heißt es jedoch schon heute beim Grünen Ring: „Verbunden wird der Markkleeberger See mit der Pleiße und damit dem Leipziger Gewässersystem über die Markkleeberger Wasserschlange, eine neue, 1,4 Kilometer lange Gewässerverbindung. Sie schlängelt sich von der neuen Möncherei-Schleuse um alte Eichengruppen durch die wiesengeprägte Kulturlandschaft der Möncherei. Nach jedem Bogen werden immer wieder weite Blicke in diese einzigartige Landschaft freigegeben.“

Die „Möncherei-Schleuse“ an der Mündung zur Pleiße soll dabei einen Höhenunterschied von 3,87 Meter zwischen Fluss und Markkleeberger See überwinden helfen. Könnten die geplanten Zeitabläufe eingehalten werden, so die Landschaftsentwickler schließlich, „wird dieses Vorhaben 2014/2015 realisiert“.

“Beach & Boat” 2012: Bernd Herold über Neuigkeiten aus der Antonienstraße, die Messe und die Entwicklung der Wasserstadt in den letzten fünf Jahren

Die Wassersportmesse „Beach & Boat“ ist seit vier Jahren auch eine gute Gelegenheit, kurz vor der Saison mit einigen Leipziger Wasserakteuren ins Gespräch zu kommen. Bisher bei jeder Ausgabe über das Radio-Neuseenland-Mikrofon gestolpert ist Bernd Herold vom alteingesessenen Leipziger Bootshaus Herold in der Antonienstraße.

Dieses Jahr haben wir ihn am Abend des Messe-Donnerstags kurz vor der Rückfahrt in seinen Laden im Leipziger Westen erwischt. Seine Einschätzung zur Entwicklung der Saisonauftaktschau „Beach & Boat“: Die Ausstellung sei bisher jedes Jahr gewachsen, wenngleich es am ersten Messetag in diesem Jahr ruhiger zuging als in den Ausgaben zuvor.

Ende 2007 haben wir das erste Mal mit dem Leipziger Bootsmann gesprochen – seitdem gibt es mindestens ein Interview mit ihm pro Jahr bei radioneuseenland.de. Zur Frage, wie sich das Leipziger Seenland aus seiner Sicht in den letzten fünf Jahren entwickelt habe, bestätigte er im Februar 2012: „Es ist sehr viel passiert.“ Dass der Zuspruch und das Interesse der Leipziger am Wasser gewachsen sei, zeige sich bei ihm auch am Verkauf von Paddelbooten. „Stark gestiegen“, so Herolds kurze Einschätzung dazu.

Wachsend ist auch sein eigenes Angebot in der Antonienstraße. Zur Frage, was es 2012 Neues im Hauptquartier an der Elster geben wird, erklärte Herold: „Unsere Parkplatzerweiterung nähert sich ihrem Ende. Die Saison startet mit einem großen Freisitz und wahrscheinlich einem neuen Anleger für die Paddler.“

Zum Auftakt der Freiluftjahreszeit wird es vor seinem Bootshaus auch in diesem Jahr wieder einen Gebrauchtbootmarkt geben. Termin ist der 14. April. Herold über das Anliegen des Festes: „Da werden von privat an privat Boote getauscht, verkauft, gehandelt. Wir stellen auch noch Boote mit hin. Das ist praktisch wie eine Saisoneröffnung mit Grill und viel Spaß.“ Mehr von ihm im ganzen Audio-Interview.

“Beach & Boat” 2012: Jörg Albrecht über Solarantriebe auf dem Wasser, Skepsis, das LeipzigBoot und seinen “Aquakart”

Die vierte Ausgabe der Leipziger Wassersportmesse “Beach & Boat” ist Geschichte. Knapp 15.000 Besucher sollen in diesem Jahr an den Eingängen gezählt worden sein. Einer der Aussteller war der Diplom-Ingenieur Jörg Albrecht. Wir haben mit ihm am Messe-Donnerstag über Solarantriebe auf Booten, die Skepsis gegenüber Elektro-Antrieben und seine Rolle bei der Entwicklung des LeipzigBootes gesprochen.

Albrecht war mit einer eigenen Boots-Konstruktion namens “AquaKart” angereist und hat in Vorträgen über Sonnenstromantriebe in Wasserfahrzeugen aufgeklärt.

Im Gespräch mit ihm ging es unter anderem um die Frage “Wie ist der Stand der Entwicklung bei Solarantrieben im Schiffsverkehr?” Albrecht: “Die Solartechnik auf Booten ist schon relativ weit fortgeschritten, aber das Nonplusultra ist noch nicht erreicht.” Potenziale gäbe es unter anderem bei der Anordnung der Solarmodule und durch weitere Optimierung der Antriebe.

Angesichts der noch immer gegenüber Elektroantrieben auf dem Wasser herrschenden Skepsis und woher diese rühren könnte, sagte der Solarpionier auf der Leipziger Messe: “Das ist die Erfahrung. Die konventionellen Bootsbesitzer haben die Erfahrung gemacht, dass ihr Motor läuft. Insbesondere sehen sie bei den Elektroantrieben, dass die sehr geringe Leistungen haben und das bringen die meisten nicht zueinander. Die verstehen nicht, warum man mit einem Elektroantrieb mit geringer Leistung genauso schnell fahren kann, wie mit einem konventionellen Antrieb mit sehr hoher Leistung.”

Mehr von Jörg Albrecht im kompletten Audio-Interview. Neben Solarantrieben und LeipzigBoot geht es auch um seinen ersten Eindruck von der jungen Leipziger Wassersport-Messe “Beach & Boat”. Länge 6 Minuten 22 Sekunden. www.solarship.de

“Beach & Boat” 2012: Fritz Kayser-Mosebach über Brennstoffzellen für Neuseenland, Zwenkau und den Hainer See

Zum vierten Mal ging sie vom 16. bis zum 19. Februar 2012 auf dem Neuen Leipziger Messegelände über die Bühne, die junge Wassersportmesse „Beach & Boat“. Wir haben auch in diesem Jahr den Eröffnungstag für einen Rundgang mit Reporter-Rüstzeug genutzt. Herausgekommen sind einige Interviews mit Bootsentwicklern und Seenland-Gestaltern. Unter anderem mit dem Leipziger Bootsbauer Fritz Kayser-Mosebach.

Kaysers Werft ist momentan noch in Naunhof beheimatet. Irgendwann in den nächsten Jahren soll sie an den Zwenkauer See verlagert werden. Im Herbst 2013 könnte es soweit sein, erklärt Herolds letzter Holzbootsbaulehrling im Interview. Dann könnte der Bau abgeschlossen werden, der im Jahr 2012 begonnen werden soll.

Gefertigt werden soll in diesem neuen Bootshaus am neuen See unter anderem auch ein extra für das neue Leipziger Seengebiet entwickeltes Motorboot. Der Clou: Das schicke Holzschiff wird von einem Elektro-Außenborder über den See geschoben, der wiederum seine Energie aus einer Brennstoffzelle bezieht.

Als Aggregat kommt eine Stromturbine von „Torqueedo“ zum Einsatz. 100.000 Euro seien laut Kayser bisher in die Konstruktion des Prototypes geflossen. Der Verkaufspreis könnte sich bei 50.000 Euro einpendeln. Auch eine Variante als reines Elektroboot ohne Wasserstoff-Generator scheint vorgesehen. Monetäres Zielgebiet dafür: runde 20.000 Euro.

Im kompletten Audio-Interview mit dem Bootsbaumeister geht es auch um seine Vorhaben am Hainer See. Dort hatte Kayser im letzten Jahr begonnen, Paddelboote zu verleihen. Dass es dabei zu regelmäßigen Besucheranstürmen gekommen wäre, war seinen Worten allerdings nicht zu entnehmen. „Der Hainer See hat sich nicht so entwickelt, wie wir uns das erhofft hatten“, so Kayser im Gespräch. Das Gewässer liege halt doch eher ein bisschen abseits. Daher dort in diesem Jahr ein zweiter Testlauf mit geändertem Angebot und neuen Öffnungszeiten. Bei schönem Wetter könnte es im April losgehen. Im Herbst werde man dann sehen, wie es weitergeht.

Das Kaysers Einschätzung übrigens zum Werden der „Beach & Boat“: „Die Messe hat sich aus unserer Sicht wirklich gut entwickelt.“ Sie sei zur wichtigsten regionalen Schau für die neuen Seenländer in der Lausitz und rings um Leipzig geworden. Auffällig gewesen sei bei der vierten Ausgabe vor allem ein wesentlich breiteres Angebot an Segelbooten. Mehr im kompletten Audio-Interview.

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Kurznotiz: “Beach & Boat” 2012 – erster Messetag

Seit Donnerstag und noch bis Sonntag wird auf dem Neuen Messegelände die vierte Ausgabe der Wassersportmesse „Beach & Boat“ gefeiert. Das Besucheraufkommen am ersten Tag war übersichtlich. Das allerdings war auch bei den drei vorherigen Ausgaben nicht anders. Der Donnerstag ist eben ein Arbeitstag. Die großen Besucherströme rollen am Wochenende. Dann, wenn auch auf der großen gleichzeitig stattfindenden Rahmen-Messe „Haus Garten Freizeit“ die Bude brummt.

Welches Zeugnis das für das maritime Interesse der Leipziger ist, muss an anderer Stelle bewertet werden. Fakt aber ist: Durch die nur teilgefüllten Gänge war an den Ständen viel Zeit für ausgedehnte Gespräche. Dadurch zeigte sich die „Beach & Boat“ wieder von jener Seite, für die wir sie seit ihren Anfängen lieben: Als Klassentreffen der Neuseenlandgestalter und damit prall gefülltes Wissensbecken, dem man die Informationen nur noch abschöpfen muss. Unsere Angel bestand aus Notizblock und Mikrofon.

Entstanden sind beim diesjährigen Messebesuch unter anderem wieder Interviews mit Bernd Herold und Fritz Kayser-Mosebach. Der Bootsmann aus der Antonienstraße wurde unter anderem zu seiner Sicht auf die letzten fünf Jahre der Entwicklung der Wasserstadt Leipzig befragt. Kayser-Mosebach beschrieb sein Brennstoffzellenboot, das er für das Leipziger Neuseenland entwickelt hat und er auch auf der Messe bestaunen lässt. Außerdem berichtete er vom aktuellen Stand der Dinge seiner Aktivitäten in Zwenkau und am Hainer See.

Ebenfalls gesprochen haben wir mit Jörg Albrecht. Der Solarboot-Pionier vom Berliner Ingenieur-Büro “Techno Consult” war und ist auf der Messe mit einer eigenen Konstruktion und Vorträgen zu alternativen Bootsantrieben zu erleben. Im Gespräch mit ihm ging es um die Frage, warum alternative Antriebe trotz explodierender Spritpreise, Motorenlärm und Dieselrußerei bei den konventionellen Arten es immer noch so schwer haben, sich durchzusetzen. Nebenbei kam heraus, dass auch Albrecht in grauer Vorzeit an der Entwicklung des LeipzigBootes beteiligt war. Das Interview mit ihm wird wie die anderen im Nachgang zur Verfügung gestellt.

Was es noch Neues gab am ersten Tag der „Beach & Boat“ 2012? Natürlich: Die Potenzialanalyse für die Machbarkeit eines kompletten Elster-Saale-Kanales wurde vorgestellt. Präsentiert wurde sie am Nachmittag beim Seenland-Kongress. Das völlig unerwartete Ergebnis: Ja, eine Realisation kostet viel Geld. Aber einmal umgesetzt würde dieses Projekt ein beachtliches Tourismus-Potenzial für ganz Mitteldeutschland mit sich bringen. Näheres wird sicher den Edelfedern der Tagespresse-Redaktionen zu entnehmen sein.

Auf der eigentlichen Messe waren ansonsten erstaunlich viele altbekannte Aussteller-Namen zu sehen. Frage daher: Lohnt sich ein Besuch der „Beach & Boat“ 2012 überhaupt? Die Antwort lautet dennoch: „Unbedingt“. Wenn das maritime Bewusstsein der Leipziger momentan noch hinkt – dann wird es Zeit, aufzuwachen. Die Messemetropole erlebt derzeit einen enormen Wandel hin zu einer Wasserstadt. Von den dahintersteckenden gewaltigen Triebkräften auch nur einen Hauch zu erkennen, dafür kann diese Schau eine perfekte Plattform sein – wenn man sich nicht vom bunten Trubel auf dem „Beach & Boat“-Pool ablenken lässt.

“Beach & Boat” 2012 vorab: Neues “Forum Innovation” für “alternative Antriebe”

Hinweis für die „Beach & Boat“, die am kommenden Wochenende auf dem Neuen Messegelände über die Bühne gehen wird: Mittlerweile haben scheinbar selbst die Leipziger Bootsmessemacher erkannt, dass sich die Hochzeit benzin- und dieselgetriebener Wasserfahrzeuge ihrem Ende neigt – sie haben der vierten Ausgabe der jungen Wassersportschau ein neues “Forum Innovation” verpasst.

Thema der Sonderschau: „Alternative Bootsantriebe“. Worum genau es dabei gehen soll, ist allerdings noch unklar. Zum Inhalt hieß es von der Messeleitung lediglich: „Erfahren Sie mehr über die Alternativen zu konventionellen Verbrennungsmotoren anhand von Exponaten, Vorträgen von Experten und Ansprechpartnern vor Ort.“

Weiterhin bekannt ist bislang nur, dass im Rahmen des „Forum Innovation“ sogenannte „Solar-Karts“ besprochen werden sollen. Was das mit alternativen Bootsantrieben zu tun hat, wird sich zeigen. Laut Netz-Vorschau soll der Programmpunkt aber täglich zu erleben sein. Übrigens: Die „Beach & Boat“ wird in diesem Jahr erstmals in Halle 4 gefeiert.

1+1=3: Markkleeberger See, Störmthaler See, Gewässerverbund, 2012

Das Jahr 2012 könnte ein ganz besonderes für das Leipziger Neuseenland werden: Durch den Abschluss zweier Einzelmaßnahmen wird die Vision eines großen Ganzen Realität. Die letzten beiden fehlenden und in diesem Jahr fertig werdenden Puzzlestücke sind der Störmthaler See und die ihn mit dem Markkleeberger See verbindende Kanuparkschleuse. Der damit wahr werdende Jahrzehnte alte Traum: Ein aus zwei ehemaligen Kohlegruben entstandener Gewässerverbund mit Häfen, Inseln und zusammen 985 Hektar Wasserfläche.

Dass der Endspurt der letzten beiden Projekte dieses Großvorhabens zusammen ins Jahr 2012 fallen könnte, hatte sich schon in den letzten Wochen und Monaten angedeutet. Mitte Februar wurde es schließlich auch von der LMBV bestätigt. „Störmthaler See soll 2012 Endwasserstand erreichen – Kanuparkschleuse soll parallel III/2012 fertig werden“ lautete die Überschrift einer Pressemitteilung der Bergbausanierer.

Bei der Kanuparkschleuse gehe man derzeit davon aus, dass sie im dritten Quartal 2012 fertiggestellt wird, hieß es in der zugehörigen Meldung der LMBV-Mediensprecher. Eine Inbetriebnahme hänge dann im Wesentlichen von dem Zeitpunkt eines erfolgreichen Probebetriebes ab. Die Gesamtkosten lägen bei rund 4,7 Millionen Euro. Bisher erbrachtte Hauptleistungen: Herstellung einer Dichtwand im Baugrund, um die Um- und Unterströmungssicherheit des Kompaktbauwerkes zu sichern; Fertigstellung des Betonmassivkörpers der Schleuse und der Flügelwände.

Momentan am Wasserfahrstuhl noch zu bewerkstelligen seien solche Arbeiten wie Hinterfüllung und Verfüllung der Baugruben, Stahlwasserbau, Einbau von EMSR-Technik, Wegebau sowie Bau der Vorhäfen. Geplantes Finanzvolumen dafür: zirka 2,3 Millionen Euro – ob inklusive oder zusätzlich blieb allerdings unklar.

Arbeiten kann die Schleuse aber nur, wenn beide angeschlossene Gewässer vollständig geflutet sind. Zum Endspurt an den Ufern der neuen Seen-Gemeinden Güldengossa und Dreiskau-Muckern hieß es von den LMBV-Pressesprechern: „Der Störmthaler See im Südraum Leipzigs wird voraussichtlich auch im III. Quartal seinen Endwasserstand erreichen, so dass mit der Ableitung des Überschusswassers zum Markkleeberger See das Schleusenbauwerk in der Gewässerverbindung zwischen den beiden Seen auch in Betrieb gehen wird.“

Neuseen-Lexikon: “W” wie “Wassergott”

Wassergott: Das Gasthaus „Zum Wassergott“ war ein in der Messestadt sehr beliebtes Pfahlrestaurant am Westufer der Pleiße im Auwald. Zu finden war es laut Wikipedia ab 1860 zirka 300 Meter südlich des 2011 neu errichteten Probsteisteges. Das hier hinterlegte Bild stammt aus dem Stadtgeschichtlichen Museum und wurde 1905 von Hermann Vogel aufgenommen.

Bis zum ersten Weltkrieg soll der „Wassergott“ nur per Boot oder einer Fähre vom gegenüberliegenden Ufer erreichbar gewesen sein. Wikipedia über das Ende des Ausfluglokales: „Die Gaststätte fiel bei einem Luftangriff auf Leipzig der Druckwelle einer Sprengbombe zum Opfer und endete als Feuerholz.“

Wassergott in der Wikipedia

“Beach & Boat” 2012 vorab: Seenlandkongress, Leipzig, Neuseenland und der Elster-Saale-Kanal

Die vierte Ausgabe der Leipziger Wassersportmesse „Beach & Boat“ ist im Anmarsch. Vom 16. bis zum 19. Februar wird sie auf dem Neuen Leipziger Messegelände vor Anker gehen. Auch im Jahr 2012 wieder mit im Boot: der Seenland-Kongress mit Vorträgen, Seenentwicklern und Diskussionen. In diesem Jahr haben die Organisatoren einen wahrlich nicht uninteressanten Tagesordnungsunkt ins Bordprogramm gepackt bekommen: Die Potenzialanalyse für den Saale-Elster-Kanal wird vorgestellt.

Die Messeleitung am 2. Februar zu diesem Höhepunkt der Fachtagung: „Beim 4. Seenland-Kongress (16. Februar) im Rahmen der Beach & Boat treffen sich Investoren, Unternehmer und kommunale Partner, um sich über Entwicklungsmöglichkeiten des Leipziger Neuseenlands und des Lausitzer Seenlands auszutauschen. Ein Highlight ist dabei die erstmalige Präsentation der Potenzialanalyse zum Saale-Elster-Kanal. Die Studie stellt vor, ob sich eine Verlängerung des Kanals lohnen würde, um Leipzig an das Wassernetz bis zur Nordsee anzuschließen.“

Für Spannung beim Seenland-Kongress ist also gesorgt. Interessierte jedoch sollten nicht vergessen, sich vorab zu informieren oder die große Brieftasche einzupacken: Die Teilnahme ist mit einer Extra-Gebühr von 69,00 Euro verbunden.

Neuseen-Lexikon: “B” wie “Buen retiro”

Buen retiro: Insel mit Gasthof in einem der ehemaligen Schimmel´schen Teiche im heutigen Musikviertel. Die Kleingewässer samt zugehörigem Schimmel´schen Gut sind laut Musikviertel e.V. in jene Gegend einzuordnen, die heute zwischen der Kaufhalle Grassistraße und dem Bundesverwaltungsgericht liegt.

Fragt man sich durch die Messestadt, ist beim Thema “Buen retiro” heute meist nur noch ein Schulterzucken zu sehen. In der Wikipedia heißt es über das Eiland, das Lokal und seinen Besitzer: “Zum Schimmelschen Gut gehörten drei Teiche, in deren größtem sich eine Insel befand. Der Landwirt Johann Friedrich Schimmel hatte das Gut 1823 erworben und richtete auf der Insel ein bei den Leipzigern sehr beliebtes Restaurant ein, das man über einen Holzsteg oder per Kahn erreichen konnte.”  Eben für jene Wirtschaft habe der Gastro-Bauer den Namen “Buen retiro” gewählt, was auf deutsch ungefähr soviel heißt wie “Gute Zuflucht”.

Schimmel´sche Teiche und Floßplatz in der “Zeitung aus dem Musikviertel

Das Musikviertel in der Wikipedia

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